Auf Tour: Das dritte Haus am Platz

Die Arten gastronomischer Vielfalt:

Der Dorfwirt, der Kirchenwirt und das dritte Haus am Platz…
Eine Geschichte, wie es fast jedes Dorf und jede Stadt schreibt.

Der Dorfwirt: Ehrlich, gerade, pur und gemütlich.
Der Kirchenwirt: direkt an der Bimmelanstalt für Gläubige gelegen, ebenfalls geradlinig, bodenständig, etwa altbacken gestrickt, aber gut und ok.

Dann kommt es, das dritte Haus am Platz: Abgehoben, stylisch, etwas daneben, weltmännisch (natürlich auch weltfräuisch – oder wie man das gendertechnisch auch immer scheiben mag) und etwas speziell. Die Portionen kleiner als bei den beiden anderen, die Tischtücher schöner, die Bedienungen gestylter, die Teller größer, die Portionen kleiner, die Preise dafür etwas abgeobenener, aaaaber: Die Hütte brummt, weil alle Voll….. ähm, weil die ganze Dorfprominenz sich dem gehobenen Stil hingeben muss um dort das Gummihuhn auf Schäumchen und Cremchen und Saucelchen auf hooohem Niveu zu verspeisen…… Die Meisten kennen sicherlich einen überfahrenen Hahn nicht von einer malträtierten Henne auseinander, aber wenn’s Teller groß und die Portion klein und die Rechnung hoch ist, muss man sich das halt eben geben.

Mahlzeit und verschlucken Sie sich nicht an Ihrem Spargelbrusthuhn auf Schäumchen vom schaumschlagenden Möchtegernkoch aus den höchsten Kreisen der Dampfgarkönner und Schäumchenschläger.
Es muss zwar nicht immer ein halbes Schwein aus der heißen Fettbratanstalt sein, aber das Schäumchen-Häubchen-Saucenwesen ist eigentlich auch keinen wirklichen Flöööt besser – nur eben teurer….

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