Von Gogocks, Flapp-Flapps und Tock-Tocks

Angelehnt an die Sprachkenntnisse von „Ben“, dem kleinen 2jährigen jungen Mann aus dem deutschen Allgäu, den wir im heurigen Sommerurlaub kennnenlernen durften, ein weiterer Teil der Berichterstattung

Täglich ab ca 6:30 waren Sie da!
Sie traten – vermutlich zur Steigerung der Motivation – entweder in kleinen Grüppchen oder auch als Solisten auf.
In seltsame Gewänder gekleidet, teilweise  mit ebenfalls seltsamen Gürteln, Halterungen und lustigen Accessoires dekoriert, trieben sie am Strand und auf den Wegen ihr Unwesen.
Die Gesichter rot gefärbt, verschwitzt, grimmig verzerrt dreinblickend trieben sie ihr Unwesen – Teils zur Belustigung der anderen Mitmenschen, teils lösten sie Angst aus. Bei manchen dachte man schon an den Notarzt.

Besonders die Gewänder trugen oftmals zur Belustigung der Schaulustigen bei.
Die Multifunktions-superbunt-ultraeng-Shirts, die knappe Beinkleidung, die meist Dinge zum Vorschein brachte, die niemand wirklich sehen möchte
– geradezu detailverliebt wurden Körperregionen präsentiert, die verpackt in Lycra abschreckender nicht sein können.
Unterscheiden konnte
man diese Menschen in zwei Kategorien:

In die Gruppe der Flapp-Flapps und in die der Tock-Tocks
Die Flapp-Flapps  sind die unbewaffnete Gattung der beiden Gruppen.
Durch die Geräuschkulisse, die Bekleidung und natürlich durch die Gesichtsfärbung der meisten Flapp-Flapps, sind sie meist schon sehr früh zu erkennen.
Oftmals schnaubend, pfauchend oder auch nur schwer atmend, bewegen sie sich in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen fort. Offenbar hat dies jedoch nichts mit Alter oder der Tracht zu tun. Auch jüngere Exemplare dieser Gattung sind oft bereits von Weitem durch lautes pfauchen zu orten.
Eine besondere Unterart der Flapp-Flapps scheinen die weiblichen Vertreter zu sein. Diese glänzen teilweise mit Schminke, lustigen Kopfbedeckungen oder besonderen Körperdekorationen in Form von bunten Tüchlein oder Anderem.
Das Gattungstypische ist das eigenartige Geräusch, das durch ihr meist buntes Schuhwerk erzeugt wird. Das Geflappe, dass bei ihrem todeskampfähnlichen Fortbewegungsritualen erzeugt wird, hat zur Namensgebung beigetragen. Ein Flapp beim einen Schritt, ein Flapp beim nächsten, und so weiter.

Die Gattung der Tock-Tocks sind Flap-Flaps, die zusätzlich zur normalen Tracht und Ausstattung, auch noch Stöcke mit sich führen.
Diese Stöcke sind in den meisten Fällen mit Schlaufen an den Handgelenken befestigt, scheinen jedoch nicht zur Verteidigung oder für Angriffe auf andere Tock-Tocks genutzt zu werden.
Meist werden diese Stöcke eher unbeholfen mit unryhtmischen Hand- und Armbewegungen vor und zurück bewegt.
Der Sinn und Zweck dieser Stöcke scheint irgendwie in der Fortbewegung selbst zu liegen.
Sich nach vorne zu schieben könnte eine Möglichkeit sein, die Stöcke als Bremsgewicht zu verwenden, könnte die andere sein. Da die Tock-Tocks aber keine sehr hohen Geschwindigkeiten zustandebringen, scheint es jedoch keinen Sinn zu haben, die Stöcke als Bremsgewichte zu verwenden.
Erweiterte Bremssysteme, Bremsfallschirme oder andere Gerätschaften zum Verringern der Geschwindigkeit, scheinen daher nicht notwendig zu sein.
Das Anschieben oder das Aufrechterhalten der Geschwindigkeit schein daher eher das Ziel zu sein.

Sollte sich so manch Leser nun fragen, worum es hier nun geht oder ging, sei vermerkt, dass es einerseits um die frühmorgendlichen Jogger (Flapp-Flapps) und andererseits um die allseits bekannten Stockenten oder „Walking-Stock-Benutzer“ ging.

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