"Samm tadichnall Miiiil peaseee"


Da sind sie wieder! Die Momente im Leben eines Menschen,  der die meiste Zeit unterwegs ist und in Hotels übernachten darf/muss.
Spezielle Erlebnisse versüßen einem da oft den Alltag….

Info:
Ein Hotel in der Steiermark, ein kleiner Ort, einige offenbar wichtige Betriebe mit Kunden aus allen Teilen der Welt.
Diese Kunden schicken Mitarbeiter in diesen Ort um technische Anlagen abzunehmen und in ihre Heimatländer zu verfrachten. Genau in dem Hotel, in dem ich mich hier meist einquartiere, werden diese Techniker, Monteure und Helfer dann auch einquartiert.

Szene 1:
Geschehen vor 2-3 Wochen:
2 offenbar chinesische Techniker, in blütenreine Arbeitsklamotten gekleidet, kommen am Abend ins Restaurant.
Der erste zückt ganz dem billigsten Klischee entsprechend,  einen Fotoapparat und legt los.
Er knippst alles, jeden und schiesst geradezu dauernd Fotos, die er mit unverständlichen Worten kommentiert. (No na, es ist ja ein Chinese)

Szene 2:
Die beiden Chinesen finden nach einer ausgiebigen  Fototour durchs Restaurant endlich einen Tisch und beginnen sich aufgeregt zu unterhalten. Die Kellnedin betritt die Bühne, bietet Speisen und Getränke an. Die asiatischen Wunderkerzen blicken verständnislos durch die Gegend…. Minuten vergehn, die Kellnerin blickt bedröppelt aus der Wäsche,…..  Dann gehts los! Die Show startet! !!!!

Szene 3:
Die nette Dame vom Service beginnt ihr Anliegen erneut vorzutragen! Diesmal jedoch auf Englisch!
Perfekt, wie man es eben in der Schule lernt….
Die beisen Herren aus dem Land der aufgehenden Sonne, sehen sich verständnislos an, versuchen ebenfalls die  englische Konversation und scheitern kĺäglich….

Szene 4:
„Samm tadichnall Miiiil peaseee“ tönt es vom Ersten über den Tisch! Keiner hats verstanden, aber nu ja. „Tlink tadichnall Win“ kommrs vom Zweiten….
Alles schaut, keiner verstehts…..
Irgendwann gehen irgdndwem mal die Licht  an und beginnt, den Kauderwelsch zusammen zu stoppeln.
Die guten Leute hatten versucht, „Some traditional meal please.“ Und „traditional Wine“ zu bestellen. …
Na gut, die Kellnerin hats kappiert, versuchte dann die Karte zu übersetzen.
Kam gut rüber, die beiden Asiaten habens mit Kopfnicken und einigen Fotos bestätigt.

Szene 5:
Was würden sie bestellen? Sie sind in Österreich, in der Steiermark?
Lassen sie sich die Speisekarten durch den  Kopf gehen!
Die Beiden haben sich nach langem Hin und Her doch glatt für je ein Paar Würstl (in Österreih Frankfurter genannt) und je ein Glas Schilcher Wein entschieden….
Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass man das in China als typisch österreichisch ansieht….
Aber: man lernt ja nie aus……

Szene 6:
Die Speisen und Getränke werden serviert.

Szene 7:
Die Jungs aus dem fernen Osten machens uns allen lustig….
Sie greifen zu Messer und Gabel! Na ja, ich wüsste bei einigen Dingen im fernen Ausland auch nicht, wie man sie isst, aber nu ja!
Ein Paar Würstchen mit Messer und Gabel zu essen, ist die eine Sache, aber auch das Semmerl mit Messer und Gabel zu vernichten, ist eine Sache, mit der niemand rechnen würde. Begleitet von vielen Fotos, die die Herrschaften während des Essens geschossen haben, wurde ein Würstchen nach dem anderen seziert, feinsäuberlich seines Lebens beraubt und genüsslich verspeist.
Ein Bild für Götter! Nicht DIE beiden, sondern die anderen Gäste!
Szene 8:
Der erste der beiden Chinawunder greift zum Weinglas! Schilcherwein ist ja nicht jedermanns Sache, aber was den beiden durch den Körper gefahren ist, muss ein Wahnsinn gewesen sein! Beide haben sich schon nach dem ersten Schluck geschüttelt wie es der nasseste Hund nicht hinbekommen würde.
Angeblich „verrry gut“ wie sie bestätigten, kam es aber eher wie eine schmerztechnische Grenzerfahrung für Gaumen und Restkörper rüber. Da sie bereits über mandelförmige Augen vefügten, kam es nicht so gut zur Geltung, dass es den beiden die Augen zu schmalen Schlitzen verzog. Ein Schilcher kann einem ja auch die Falten aus dem Gesicht schiessen!
Szene 9:
Die asiatischen Jungs haben sich nach dem Kulinarikum der speziellen Art – Ein Glas Wein samt Wurtsbegleitung reichte aus – „fleundlich abel helzlich“ vom Acker gemacht und „ihle blütenweisse Albeitskleidung“ richtung Zimmer verfrachtet….
Abschluss:
Aus fernen Ländern nach Österreich zu reisen, kann seltsame Blüten treiben!
Aber nicht vergessen!!! Umgekehrt wirds wohl ebenso sein!!!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s