Tag 22 – Ein ganz harter Tag

Der Kreislauf rotiert, die Hände zittern, die Beine schwach, so startet der Tag.

Ein kleines Frühstück, eine kleine Pause auf der Couch, schon geht’s besser.Duschen, anziehen, ab ins Strahlenzentrum. Das ist der Plan. Der jedoch wieder durch eine Pause unterbrochen werden muss.

Warten auf die Bestrahlung, plaudern mit anderen Patienten, warten, plaudern mit den Schwestern… Kurzbesprechung mit dem Arzt…

Warten, nachdenken über Alles und Jeden… Denken, denken, denken! Ob da etwas Vernünftiges herauskommt?

Was wird mit den „Kleinigkeiten “ die sich aktuell bemerkbar machen? Die verdrehten Worte, die vergessenen Worte, die Begriffe die ihr nicht einfallen, die Dinge, die Sie vergessen hat.

Es sind nicht die großen Dinge, die mir zu denken geben, es sind die vielen kleinen Dinge, die so im Alltag passieren. Es sind die Dinge, die man mit einem Partner erlebt, den man den ganzen Tag um sich hat.

Denken, denken, denken….

Denken über die aktuelle Situation, denken über die Zukunft, denken über das Werden, denken über ….

Nach der Bestrahlung ging heut nichts mehr! Heut hats voll zugeschlagen. Fix und fertig! Im Auto klagte sie über Schwindelgefühle, Magenprobleme, Sehstörungen und alles Mögliche… Schlaf war angesagt. Viel schlafen.

Irgendwann dann ging es wieder so halbwegs. Weils sein muss, hat sie eine Kleinigkeit gegessen… Schlafen..

Ich sitz hier und hab Zeit nachzudenken.

Denken über Angst, Liebe und Hoffnung!

Denn:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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10 Kommentare zu „Tag 22 – Ein ganz harter Tag“

    1. Heute scheint es wirklich etwas schlimmer gewesen zu sein. Den Grund kennen wir nicht. Leider. Jetzt gegend Abend, ist das Ganze einer starken Müdigkeit gewichen. Vom Reden her geht es (jetzt), aber irgendwie ist dieses Auf, Ab, Hin und Her etwas schwierig. Auch für mich

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      1. Ich denke das schwierigste daran ist einfach daneben sitzen zu müssen, das zuschauen, und nichts dagegen tun zu können. Daher kann ich Euch von uns einfach auch nur nochmals viel Kraft und Zuspruch weitergeben. Und nicht vergessen es ist jemand da wenn was gebraucht wird.

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      1. Da wir beide schon bei einigen den Verlauf der Krankheit miterlebt haben (natürlich nicht in allen kleinen Details), ist es nicht immer ganz einfach, den Schwung zu behalten. Aber man gibt sich Mühe!!!! Speziell die Sache mit den Metastasen im Kopf ist das Thema. Der Krebs alleine ist schon besch…, aber die „Dinger im Kopf“ lassen mir (noch) keine Ruhe.
        Ich versuche derzeit Alles, es leichter zu machen, aber das Hilflos sein ist schwer.

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      2. Beim Schwung behalten helfen dir deine engsten Familienmitglieder oder deine Freunde. Sie stehen bereit deinen Akku wieder aufzufüllen das du dich um deine Frau kümmern kannst. Hier vergeht auch kein Tag an dem ich nicht an das alles denke und auch mal ein Gebet spreche. Du ( ihr ) bist ( seid ) nicht alleine auf eurer Reise.

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