Tag 60 – Auf- und Umschwung! Positives!

Auf einen miesen Start folgte eine dezent positive Veränderung!

Das Ergebnis der MRT- Untersuchung ist da! Die Metastasen sind deutlich erkennbar geschrumft, wurden zusammengegrillt, zerbruzzelt oder wie man das auch immer nennen mag.
Das Zittern allerdings, ist immer noch gegenwärtig! Dazu wurden dann weitere Unteruchungen angestellt, deren Ergebnis von einem Spezialisten einer Uniklinik bestätigt wurde: Es hat nichts mit Krebs, Metastasen und Co zu tun! „Nur“ mit völliger, geistiger Überlastung.
Ein Weg, das zu bekämpfen, wurde bereit gefunden!

Es läuft! Der Kopf kann sich erholen! Sich beruhigen! Die Zukunft sieht wieder rosiger aus! Es kommt noch genug, aber es sieht mal etwas besser aus!

Was wurde mit der Überleitungspflege?
Die haben ganze Arbeit geleistet! Viele Tipps, viele Ideen, viele Möglichkeiten wurden aufgezeigt. Den Weg muss jetzt meine mir Anvertraute einschlagen! Wenn Sie den Alltag meistern kann, sich das Zittern wirklich beruhigen lässt, sieht es wirklich gut aus!

Der Weg geht weiter! Kommene Woche z.B. mit der nächsten Chemo. Bis dahin müssten sich die Blutwerte erholt haben!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Dieser Satz bleibt!

Tag 59 – Chemo endgültig verschoben!

Die letzten Chemotherapien haben offenbar derart zugeschlagen, dass jetzt die Blutwerte derart in den Keller gerauscht ind, dass es unverantwortlich wäre, jetzt weiter zu machen.
Mangelerscheinungen, Blutkörperchen ade, etc.

Infusionen, Medikamente, etc. Das volle Programm.

Die Chemo wird verschoben. Vielleicht auf kommende Woche. Je nachdem wie sich die Werte entwickeln.
Ich habe Angst um meine Frau.
Müde, keine Energie, keine Kraft, die Psyche,…. Alles spielt gegen Alles!

Zusätzlich hab jetzt ich ein Problem! Wie manage ich das jetzt? Ich soll ab Dienstag arbeiten (weit weg von zuhause) Wie bring ich sie ins Krankenhaus, wie stell ich die Versorgung daheim sicher, was ist wenn?? Es werden eher mehr Fragen, als weniger.

Ich hab dann noch den Strohhalm mit der Überleitungspflege!

und:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 58,5 – Schlechte Werte, keine Chemo

Wie sich im Laufe der heutigen Untersuchungen herausgestellt hat, sind die Blutwerte derart schlecht, dass die Chemo aktuell nicht durchgeführt werden kann!

Blutkonserven und Medikamente stehen am Programm.

Sollte sich nicht schnell etwas verbessern, ist eine Woche Krankenhaus vorprogrammiert.

Es sieht schei…e aus! Aber sowas von schei…e

 

Aber:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 58 – Die Nerven und die Zwickmühle

Heut war es das erste Mal soweit. Leider.
Während der Anfahrt zum Krankenhaus kam die, schon fast übliche Ansage meiner mir Anvertrauten: Bitte jetzt hier rechts ran zur Tankstelle. Ich muss mal dringend.

Da gings dann leider mit mir durch! Ich hab sie angebrüllt, warum sie denn das nicht 20 Meter vor der Abfahrt sagen könne, es wäre jetzt auf der Kreuzung zu spät zum Abbiegen, sie solle das doch bitte 20 Meter vor der Kreuzung sagen, nicht auf der Kreuzung, all so ein Mist… Ich bin regelrecht geplatzt!.
300 Meter weiter, Blinker links, abgebogen, umgedreht, hin zur Tankstelle, Frau raus, 10 Minuten später gings weiter.

Mir war zum kotzen zumute. Ich erledige momentan alles, kümmere mich um jeden Mist, nehme ihr alles ab, was nur geht, …. Und platze wegen dem Blödsinn?????

Ja, es ist so passiert……

Kurz nach dieser Akion hab ich mich wieder gefangen, mal kurz das Hirn durchgelüftet und mich wieder auf die wichtigen Dinge konzentriert. Glaube ich zumindest.

Die Überleitungspflege des Krankenhauses.

Die wurde von den Ärzten engagiert bzw eingeteilt, sich die ganze Sache mal in Ruhe anzusehen und ein Statement abzugeben.

Freitag ist es so weit!

Bis dahin haben die sich einiges überlegt, die Überleitungspflege kann sich orientieren, und mit dem Thema Hilfe im Alltag langsam an meine Frau herangehen.
…oder auch an mich…

Ist ein Scheissgefühl! Ich stehe für mich selbst in der Zwickmühle!

Ich möchte meine Frau nicht überrumpeln (lassen), sie nicht mit diesen Themen belasten, ihr helfen, sie nicht degradieren, nicht dastehen als wäre sie eine Belastung.
Aber nicht sie selbst ist die Belastung, sondern diese besch….ene Krankheit.

Ich hoffe immer noch! Wirklich! Auch wenns teilweise schwer ist…

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 57 – Denken an morgen….

Irgendwie liegt der morgige Tag schon in der Luft. Der nächste Block der Chemotherapie startet.

3 Tage, von denen wieder einiges abhängt. Wie verträgt meine mir Anvertraute die Behandlung? Gehts ihr dann schlechter, gehts besser? Gibts Medikamente gegen das Zittern der Hände?
Wird eine Unteruchung bzw ein CT bezüglich der Metastasen gemacht? Wachsen die Dinger weiter, sind sie geschrumpft, sind sie…. ? Was auch immer.

Ungewissheit, Fragen, Nervosität, Angst, alles spielt schon mit.

Ich selbst mache mir Gedanken über die kommenden Wochen! Ich muss nächste Woche wieder zu Kunden, bin mal 3 Tage, mal 4 Tage weg. Klappt das überhaupt? Schafft meine Frau den Alltag alleine? Was soll ich tun? Wie manage ich das alles?
Irgendwie besteht momentan alles aus Fragen! Antworten fehlen mir völlig! Leider!

Ich klammere mich immer noch an einen einzigen blöden Satz!:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 56 – Back home again

Nach der gestrigen Zwangspause (Übernachtung bei der Heimreise) gingen wir es heute sehr gemütlich an. Lange geschlafen, gefrühstückt, gemütliche Fahrt,…

back home…

Ein bisschen Haushalt, Waschtag, kochen,….

Ende, aus, Ruhe,…

Die Planung fürs nächste Jahr steht!!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 55,5 – einer der schönsten Urlaube!

Intensiver, berührender, näher, privater, was weiß ich noch alles, kann ein Urlaub fern von allem nicht sein, als der den wir die letzten Tage hatten.

Der Kampf um den Urlaub, der Kampf gegen die kleinen Dinge des Lebens während des Urlaubs, all das macht es zu einer großen Erfahren für mich, für die ich mich jetzt schon bei meiner Frau bedanken muss!

Mich der alltägliche Mist, nein die kleinen Besonderheiten machen es aus.

Miteinander zusammen sein! Das ist es! Nicht das Bla bla! Nein der echte Mist, den das Leben schreibt!

…. wurde mir übrigens auch heute bewusst, nachdem sie sich für die 20 Jahre bedankt hat, dir wir heute zusammen sind! …Ich war kurz sprachlos, als sie mich an de Jahrestag erinnert hat….

Danke!

Wie schon mehrfach erwähnt…

Die Hoffnung stirbt zuletzt!