Tag 121 – 122 Viele bestrahlte Tage stehen an.

Die Bestrahlung des Lungenkrebses kann nicht so zielgerichtet wie die der Metastasen erfolgen.  Das ist Fakt. Fakt ist aber auch, daß bereits am zweiten Tag Nebenwirkungen aufgetaucht sind.
Die Speiseröhre macht die ersten Probleme. Ein Medikament das so ähnlich aussieht wie eins gegen Sodbrennen soll helfen.

Die ersten 3 Tage sind also geschafft.
Kommende Woche geht es dann weiter.
Insgesamt 25 lange Tage. 25 mal ins Krankenhaus, bestrahlen, wieder heim….
Beruhigend finde ich diesen Gedanken nicht….

Aber! Wie schon mehrfach erwähnt:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

6 Kommentare zu „Tag 121 – 122 Viele bestrahlte Tage stehen an.“

  1. Ich wünsche Ihnen viel Kraft, Mut und HOFFNUNG und Ihrer Angetrauten von Herzen so wenig wie möglich Nebenwirkungen durch die Bestrahlung. An ganz dunklen Tagen bleibt nur eines…einfach weiteratmen und HOFFEN.

    Ich bin *nur* die auch Angetraute eines Erkrankten, auch wenn seine Anfangsdiagnose beste Prognosen hat, bange ich grade, was sich bei der Kontrolle am 5.11. ergibt.

    Man hangelt sich so von Nachkontrolle (Staging) zur nächsten, so richtig FREI von alldem werde ich wohl nicht mehr, nachdem nun auch beim Angetrauten die Diagnose Krebs letztes Jahr gefallen ist. Und das ist sie leider in meiner engsten Umgebung zu oft….
    Sorry, ich wollte nur kurz erwähnen, warum ich auf Ihrer Seite mitlese, da ich keine eigene Website führe.

    Kommen Sie zusammen so gut wie möglich durch die harte Zeit,
    ich lasse beste KRAFTgrüsse da !
    Andrea

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    1. Ein Sorry müssen Sie nicht angeben! Ich freue mich über Feedback dieser Art! Ich kann Ihre Aussagen nur unterschreiben! Danke für die KRAFT-Grüße! Ich wünsche Ihnen (beiden) ebenfalls viel viel Kraft!
      Danke sehr!

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      1. Gut, dass es ok ist, was ich geschrieben habe und herzlichen DANK für die guten Wünsche für uns.

        Ich wage es noch, eine Art Warnung hier zu lassen….in der Zeit, in der ich meine beste Freundin begleitete und es ihr leider immer schlechter ging, kamen sogenannte FREUNDE auf die Idee, ihr mitzuteilen, wie schlimm es ihnen SELBST doch jedesmal nach einem KH Besuch bei ihr ginge, auch ihre Familie kam leider auf dieselben Aussagen, wie belastend das alles doch für sie wäre.

        Den absoluten GAU erlebten meine kranke Freundin und ich, als eine andere, sich „beste“ Freundin nennende Besucherin, sich plötzlich ins Krankenhausbett dazu legte und fürchterlich weinte….als sie aufstand, meinte sie, das wäre nun alles psychisch für SIE so schrecklich, dass sie sich anschliessend erst einen Friseurbesuch leisten wird und danach wiedermal das Nachtleben geniessen muss. Meine Freundin SPRACH nur mit den AUGEN in diesem Moment mit mir, sie hatte alle Haare verloren, ihr war hundeschlecht und dann DAS.

        Kam ich ins KH, stand die Familie meist weinend oder ratlos vor der Tür, irgendwann wurde den Ärzten gesagt, dass man doch bitte nur noch mit mir die aktuellen Ergebnisse und noch geplanten Behandlungsarten besprechen soll….sie wussten nichtmal, ob und wann meine Freundin gerade eine Chemo erhält….es wäre so anstrengend und viel, sich das alles zu merken.

        Es kam der Tag, an dem meine Freundin mich morgens anrief und meinte, sie wagt es gar nicht mehr, irgend jemandem ausser mir zu erzählen, wie hundeelend es ihr geht…ab da schwieg sie bei den Besuchern und es kam der Moment, an dem diese FREUNDE Besuchssperre bekamen und ich mit ihr an der Hand zu „second opinion“ Ärzten ging…sie sass oft abwesend da, was in Chemophasen und-/oder Bestrahlungen aufgrund der Konzentrationsschwäche nicht anders möglich war, während ich mit dem neuen Arzt die aktuelle Situation und die Akte besprach.
        Ich hielt eisern durch und brach erst zusammen, als sie es nicht geschafft hatte, ich war derart erschöpft, unendlich traurig und nicht mehr in der Lage, bei der Abschiedsfeier dabei zu sein….u.a. auch, weil ich die dort dann soooo sehr trauernden FREUNDE hätte nicht ertragen können. Da war mein mir Angetrauter dann so lieb und nahm mir diese Last dann ab.
        (Ich hoffe grade sehr, dass es wirklich in Ordnung ist, Ihnen z.Zt. über solche Erlebnisse zu berichten..mmh ?)

        Es ist so hilfreich und unterstützend, dass Sie viel bessere Erfahrungen machen dürfen und gut in ein soziales, mitfühlendes und nötig unterstützendes Netz eingebunden sind….manchmal ist es gut, man redet mit einem Aussenstehenden über die EIGENEN Gedanken und Belastungen….während der Erkrankung meines Bruders half mir eine „onkologische Therapeutin “ SEHR !! Sie war emotional und familiär nicht betroffen und damit neutral und ich musste nicht fürchten, dass meine Angst und meine Fragen sie wie eine Familienangehörige belasten.

        Da wir selbst nun keinerlei Familie (die ohnehin sehr klein war) mehr haben, die besten Freunde auch nicht mehr an der Seite sein können, heisst es eben ANPACKEN, DURCHGEHEN, DA SEIN, ZUSAMMENHALTEN, wie man es als ANGETRAUTE selbstverständlich macht, denn DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT !!!! Genau dieser Satz hielt mich an Ihrem Blog fest, auf den ich zufällig stieß :)).

        Nochmals herzliche KRAFTgrüsse und ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich einen kurzen *Ausflug* in eigene Erfahrungen machte. Wenn Sie sich total überfordert fühlen, denken Sie vielleicht an so eine onkologische Therapiestunde nach, sie wird in der Klinik meist vermittelt.
        Andrea

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      2. Hallo Andrea! Ich möchte mich sehr für Ihren Beitrag hier bedanken! Auch für den Tipp mit dem Gespräch im Krankenhaus.
        Völlig von den Socken bin ich allderdings von der beschriebenen Dummheit, Dreistigkeit und Unverfrorenheit der beschriebenen Person(en). Es ist unglaublich, wie egoman manche Menschen sein können. Sollte ich so etwas erleben müssen, hätte ich Sicher Probleme mit der Zurückhaltung!
        Wie gesagt, herzlichen Dank für Ihre Worte!
        Ich werde mir diese noch mehrfach durchlesen! Speziell den Teil mit dem Zusammenhalt, dem Durchhalten, der Kraft etc.
        Der Satz „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ ist wahr. Auch wir halten uns daran fest und ziehen uns daran gelegentlich auf!

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