Tag 133 – es geht weiter: Bestrahlungen

Heute, Montag, gings wieder los. Bestrahlung.

Der erste Tag dieser Woche ist überstanden. Die Nebenwirkungen halten sich (noch) in Grenzen.
Heutiges Zusatzprogramm:

Arztbesuch: Der Hausarzt darf einige Rezepte schreiben. Diverse Dinge anklären.
Apotheke: Medikamente nachfassen, Grüntee besorgen (ist angeblich magenschonend)
Drogeriemarkt: Babydrinks nachfassen.
…. dann rasten! Ganz wichtig! rasten….

Bei mir gehts morgen dann wieder zu einem Kunden. 3 Tage lang. Aber diese Woche hab ich mal den seltenen, riesigen Vorteil! Ich komme jeden Abend heim! Das ist etwas sehr Seltenes bei mir!

Dann lassen wir mal kommen, was kommt!

Denn:
Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 131 – 132 Mit Babynahrung gings bergauf!

Am Tag 130 – der Freitag – sah es wieder mal erschreckend schlecht aus. (Siehe Beitrag).

Himmel und Hölle waren es nicht gerade, sonst haben wir alles Mögliche versucht, um die Lage meiner Frau zu verbessern. Irgendwann kam dann am Freitag die Idee, die helfen sollte!

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Tag 130 – die zweite Woche 2 der Strahlentherapie geht zu ende.

2 Tage Pause von den Strahlen.
2 Tage Pause bevor es weitergeht.
2 Tage Pause an denen sich der Körper erholen soll.
2 Tage Pause für sie bzw sich selbst.
2 Tage Pause und dann????

Dann wird entschieden, ob meine mir Anvertraute stationär im Kranenhaus aufgenommen werden muss. Als Nicht-Mediziner kann ich mir kaum vorstellen, dass sich die Blutwerte bis Montag verbessern. Ich möchte es glauben, kann es aber nur schwer.
Das Blut, die Abwerstoffe, etc. Alles ist angegriffen, teilweise zerstört. Blutmangel….
Worte und Sätze, die man eigentlich nicht hören oder lesen mag, aber sie sind leider Realität.

Und was macht meine Frau?
Sie sitzt mit müden Augen vor mir, erklärt mir, dass ich mir keine Sorgen machen muss….

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 127 – 129 Mir fehlen die Worte

Dienstag bis Donnerstag… 3 Tage an denen die Bestrahlung die Chance hatte, weitere negative Auswirkungen zu produzieren.

Essen, trinken, schlucken, alles wurde zum Thema. Nur mehr ganz kleine Schlückchen lauwarmes Wasser, gelegentlich ein klein wenig Tee oder etwas von diesen Proteindrinks, die wenigstens Energie liefern.

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Bucket List oder „Was ich noch machen will“

Eine solche Liste soll Dinge beinhalten, die man erreichen, machen oder tun möchte.

Gut!

Man soll (laut einer im Internetz gefundenen Anleitung) sich hinsetzen, sich nicht von aktuellen Dingen ablenken lassen und „brainstormen“….

Hab gerade beim schreiben dieser Zeilen festgestellt, dass es bei mir im brain eigentlich immer so ein bisschen stormt, aber das macht ja nix.

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Tag 123 – 126 Die Nebenwirkungen schlagen voll zu. Ablenkung ist gefragt.

Die ersten Tage der Bestrahlung des Grundkrebses sind ja vorbei. Aber leider erst die ersten Tage.
Die Nebenwirkungen sind jetzt schon erschreckend massiv. Magenschmerzen, extreme Übelkeit, das essen schmerzt, die Speiseröhre brennt, alles verkrampft sich. An schlafen ist nur bedingt zu denken. Der Kopf spielt auch seine Rolle. Die Psyche schlägt Kapriolen.

Ablenkung muss her. Anscheinend hilft das.

Zusammenräumen, Aufräumen, alles ordnen…..

Einerseits ist es der Wunsch, die Wohnung auf Vordermann zu bringen, andererseits und somit eigentlich bedrückender, ist es, dass dies auch ein Ordnen, ein zusammenräumen der eigenen Sachen ist. Ein paratlegen aller Dinge und ordnen aller Angelegenheiten für den Fall der Fälle.

Es ist gut. Es ist gut, wenn man bedenkt, dass diese Tätigkeiten von den Nebenwirkungen ablenkt, von den Schmerzen, von den Kapriolen, die der Kopf schlägt.

Es ist gut. Es ist gut, wenn man bedenkt, dass diese Arbeiten eine Tätigkeiten die vorhandene Selbstständigkeit zeigen, das „nicht abhängig sein“, das „alles noch selbst regeln zu können“.

Es ist nicht gut. Es ist nicht gut, wenn man daneben steht, nur helfen kann, nur zusehen kann, nichts machen kann, nur blöd daneben stehen kann,…… Es tut weh, meine Frau zu sehen, wie sie Schmerzen hat, sich die Seele aus dem Leib kotzt und sich dazu auch noch versteckt um mich nicht damit zu belasten. Es ist unglaublich! Diese Stärke, mit der sie dasteht, alles verdrängt und sich ums Essen, die Wäsche und die Wohnung kümmert.

Es tut weh.  Ich habe Angst vor dem, was kommt. Egal was. Der Weg alleine ist schon schlimm genug.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Wann ist es Zeit? Der letzte Koffer, das letzte Hemd hat keine Taschen….

Wann ist es der passende Zeitpunkt, der richtige Moment, der letzte Drücker oder einfach nur der Moment, an dem es ideal wäre, seine Dinge zu ordnen.

Wann ist der Zeitpunkt, an dem man sich hinsetze sollte, um sein ganzes Gerümpel, das man für wichtig hält, zu ordnen, zu beschriften, zu sortieren und für denjenigen bereitzulegen, der es am Tag X übernehmen soll.

Nein, es ist keine Midlifecrisis, keine Spinnerei, keine Idiotie und auch kein „ach hör auf mit dem Mist“. Wann macht man das?

Mit 20 definitiv nicht! Da hat man noch so viel Druck drauf, noch so viel Blödsinn im Kopf, noch so viel vor sich, oder einfach noch nicht genug hinter sich, um Großes zu regeln zu haben. (Die Meisten zumindest).

Mit 30 wirds schon spannend! Da haben die meisten schon Familie, haben sich reproduziert, etwas gekauft, besitzen ein schuldenbehaftetes, eigenes Nest, haben vielleicht schon Werte angehäuft. Ginge schon.

Mit 40 haben einige schon Enkel! Ja, auch das würde klappen! Eine Ehefrau, ein Haus, ein Auto, ein Dies, ein Das, irgendwas…. Da könnte man schon.

Jenseits der 40, hört man schon desöfteren von Terminen beim Notar. Verfügungen, Überschreibungen, Schenkungen, Testamente, Übergaben, all das wäre schon eine überlegenswerte Idee……  Da sollte man schon.

Krankheit, Unfall, …. keine dieser Dinge lässt einem dann noch die Chance, ruhig und locker einen schönen Weg zu finden.

Ich habe keine Ahnung, was das Leben noch so alles bringt, aber ich glaub, ich werd mal mit einem Notar über die Sache sprechen müssen…..

Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Die dritte Brust – Die Menschheit und ihr Tod durch Verblödung

Eine dritte Brust will sie haben?
Michaela Schäfer, die bekleidungsresistenteste Wunderleuchte des deutschsprachigen Raumes, hat offenbar dringenden Bedarf an einer dritten Brust.

Gut, vermarktungstechnisch kann die Dame ja ohnehin nur mit dem eigenen, meist entblösten Körper dienen. Mit mehr leider nicht.

Die allseits bekannte Tatsache, dass ein sehr hoher Prozentsatz der Damenwelt mit mengenmäßig standartisierten 2 Brüsten auskommen, scheint für die offenbar geistig schon etwas durchgefrorene Frau Schäfer, nicht auszureichen.

Welche Stelle für den optisch sicher gewöhnungsbedürftigen Zuwachs, scheint noch nicht ganz sicher zu sein. Mein Vorschlag hierzu wäre der Mundbereich. Weitere, meist so und so sinnlose, akustische Ergüsse, könnte man sich dann ersparen.

Sollte dies auf den Rest der weiblichen Belegschafft dieser Erde übergreifen, könnte es lustig werden. Diverse Fetischisten dürften sich sicher jetzt schon die Hände oder Sonstiges reiben.

Herr schneiß Hirn vom Himmel!