Tag 366-383 Juli 2019: ein bewegendes Monat

Warum ich schon einige Tage nichts mehr geschrieben habe?

Einfache Sache! Es war was los! Ich hatte und habe derzeit einfach viel zu tun!
Aus meiner Seite aus gesehen, gabs einen flotten Wechsel zu einem neuen Arbeit- und Brötchengeber, der natürlich auch Zeit und Hirnschmalz benötigt.
Einerseits ist es die Umstellung an sich, das Ein- und Umgewöhnen, die Einlernphase, das Alles-ist-etwas-anders, andererseits ist es die Veränderung an der Art der Arbeit.

Der Plan ist es, nicht mehr so viel im Außendienst unterwegs zu sein. Nicht nur von mir,
nein auch von meinem neuen Arbeitgeber ist das so gewünscht und gewollt.
Ineffizienz könnte man die bisherige Show nennen, wenn man das denn so gesehen hätte.
Zu viel Zeit auf der Straße, zu oft in Hotels, und so weiter.

Die Art der Arbeit hat sich wirklich verändert. Ich traue mich jetzt schon zu sagen: ins Positive.
Jetzt gehts anders ab! Und das ist gut so!

Aus der Sicht meiner Frau, hat sich auch wieder einiges getan. Chemo hin, Blutwerte her.
Mal verschoben, mal nicht vertragen, den Port als Dauerzugang herausoperiert, warten…
Blutwerte schlecht, Infusionen, Spritzen verabreichen,…. Warten….
Jetzt, nachdem der neue Port auf der linken Brustseite eingebaut wurde, sind die Probleme auch nicht gerade weniger.
Es schmerzt nicht nur die rechte Seite, nein auch noch die Linke.
Die Arme nach Oben oder nach Vorne zu strecken, sich seitlich ins Bett zu legen, all diese kleinen Dinge, sind momentan etwas schwierig oder verursachen Schmerzen.
Alles nicht so lustig.
Nebenbei wird immer wieder nach den Blutwerten gesehen.

Kommende Woche geht es mit der Chemo wieder weiter. Planbar ist nichts, also nehmen wir das mal als theoreitsichen Richtwert an.

Die Tatsache, dass im näheren und weiteren Umfeld gerade wieder einige Todesfälle waren, hebt die Stimmung auch nicht immer ins Unermessliche, aber das gehört leider auch zum Leben dazu.

Die Fragen nach dem: Wann, wie, wie lange noch, gehts bergauf, gehts bergab, wohin geht die Reise, was wird kommen,…. werden nicht leichter!
Sie werden nur intensiver, vertrauter, inniger, je länger und intensiver man darüber nachdenkt und spricht.

Ja, wir sprechen immer noch miteinander! Wir sprechen über alles! Wir sprechen über Leben, Sterben, Bleiben, Gehen, Krankheit, Tod, Liebe, Angst und alles andere auch.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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