Dünnpfiff öffentlich rechtlich

Sich über die „Öffentlich unrechtmäßig kassierenden Fernsehsender“ aufzuregen, mag ja irgendwie dem Ansinnen des Herrn Don Quijote gleichen.

Für alle, die in der Schule nur mal schnell Singen und Klatschen hatten: Don Quijote,  das war der alte, Typ auf dem alten Gaul, der in seiner leicht angeknallten Art gegen Windmühlen kämpfen wollte. (Windmühlen waren es, keine Windräder!)

Zurück zur „öffentlich unrechtlichen Katastrophe“: Das Programm, mit dem  uns diese Herrschaften inzwischen die Birne weichbröseln möchten, schlägt dem Dings echt schön langsam den Bums in die Dinger.
Eine derartige Ansammlung an „Wir zeigens einfach nochmal und nochmal und nochmal“, eine Anhäufung von „ist zwar Mist, aber wir strahlens mal aus“, eine
Schundproduktion nach der anderen, gibts wohl schlimmer nicht mehr.

Vom Informationsgehalt her, ist das Fernsehprogramm inzwischen (fast immer) mit dem Lesen der Bedienungsanleitung und der Anwendung eines schmerzlindernden Zäpfchen gleichzusetzen. Leicht warm, entspannen, rein damit und die Entspannung sollte beginnen.

Dem dümmsten aller Zuschauer (also inzwischen der halben Menschheit) gaukelt man mit angeblichen Reality-Soaps und Shows eine derart verblödete Realität vor, dass es der resthirnbesitzenden Menschheit  die letzlich verbliebene Menge der Denkmasse auch noch weglötet.
Kochs-, Garten-, Gamehows paaren sich abwechselnd mit windig, politisch eingefärbten Supernachrichten und Werbeblöcken.

Werbung! Das waren irgendwann mal kurze Spots, zu denen man sich ein frisches Bierchen, ein Glas Wein oder Chips holen konnte. Die planbare Pinkelpause für Couchtiger nebenbei.
Heute sind die Werbepausen gefühlt länger als Filme, lästiger als Darmspiegelungen, Zahnarztbesuche oder Prostatauntersuchungen!

Auf die absolut schwachsinnigen Aussagen und Versprechen der Werbemafia will ich (jetzt) erst gar nicht eingehen.
Das ist ein ganz anderes, aber ebenso schwachverfugtes Thema.

Wer noch an die geplante Verblödelung der Meinschheit durch Chemtrails oder linksdrehende Radiowellen von russischen Geheimdiensten mit amerikanischen Verbündeten glaubt, sollte sich mal lieber den goldenen Aluhut aufsetzen und sich die, inzwischen völlig abgehobenen Werbungen ansehen. Das reicht zur erfolgreichen Volksverblödung.

4 Kommentare zu „Dünnpfiff öffentlich rechtlich“

  1. War ich jetzt zu unaufmerksam beim Lesen? Ich empfinde ja gerade bei den privaten Sendern nur Dünnpfiff, Retorte und Laber-Schwachsinn …?? Im Öffi-Funk ödet mich auch so einiges an (aber die müssen nun mal alle Generationen bedienen), aber auf den Wellen da gibts wenigstens noch etwas mit Grips und super Radio-Sender.

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    1. Bei den Privatsendern ist man es ja inzwischen schon gewohnt, Blödsinn präsentiert zu bekommen. Schlimm finde ich es allerdings, dass inzwischen die öffentlich Rechtlichen derart nachziehen! Gernerationen zu bedienen, ist schon ok, aber so? Das ist inzwischen medientechnischer Durchfall, der da ausgetrahlt wird! Produziert wird ohnehin nichts mehr. Die Dauerschleifen im Radio lassen wir mal aus. Da ists ja genau so trostlos.

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  2. Da bin ich bei dir. Auch bei den Öffis kommt immer mehr Retorte (die besten x und die größten y). Besonders ärgert mich, wenn das wenig gute, dann immer weiter in die Nacht verlagert wird. Ich werde mich umstellen und künftig zur Primetime „älteres“ Material aus der Mediathek schauen. Der Todesstoß fürs Real-time TV. Schade.

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