Der fahrzeugreparierende Maurer. Nächste Episode.

Nach letztmaligem, offenbar minimal erfolgreichem Versuch, den scheppernden Wagen zu reparieren, wurde nun auf die Version „regelmässige Wartungsversuche“ umgestellt.

Nicht der einmalige, sinnvolle Versuch den Wagen zu reparieren ist das Ziel. Nö!
Offenbar wurde auf die allseits bekannte Methode namens „Ich hau jeden Tag mal drauf, gebe ca 15 Minuten Vollgas und das wars“ umgestellt.

Der tägliche Vollgaskampf mit dem scheppernden Dieselkahn, scheint zwar nicht gerade von Erfolg gekrönt zu sein, löst aber offenbar irgendwelche inneren Verspannungen beim Besitzer und der Besitzerin der Karre.

Ob es bereits zu einem autoerotischen Erlebnis wurde, ist zu bezweifeln. Es scheint den Besitzern inzwischen aber zum Ritual geworden zu sein, sich allabendlich am Fahrzeug zu versammeln um dem Gott des Selbstzünders zu fröhnen.

Rituelle Tänze werden ausgeführt. Rein ins Auto, starten, vollgas geben, raus aus dem Auto, einmal rund ums Auto herum, rein ins Auto,  starten, vollgas geben, raus aus dem Auto, einmal rund ums Auto herum, rein ins Auto, starten, vollgas geben, raus aus dem Auto,  einmal rund ums Auto herum, rein ins Auto, und so weiter.

Dies dürfte den Göttern offenbar nicht gefallen. Sie treten die Versuche, die Karre repariert zu bekommen, offenbar mit Füßen,  bestrafen alles mit heftigen Regengüssen und Gewittern. Opfergaben sind offenbar auch angedacht.
Täglich nach den Versuchen, sich als Mechanikus zu verwirklichen, werden alkoholische Getränke in 500 ccm Größe vernichtet.
Dies scheint den Göttern zwar völlig egal, dem Besitzerpaar aber offenbar die nötige Ruhe zu geben, sich dem lärmenden Wagen hinzugeben.

Irgendwie scheint es so, als hätte ich den Begriff „autoerotische Handlung“ bisher völlig falsch interpretiert zu haben.

Sollten Sie mich heute Abend vermissen, finden Sie mich in meiner Garage vor. Mit 500 ccm Bier bewaffnet, meinen Diesel streichelnd und auf die göttliche Erlösung wartend! Ich teste das jetzt auch mal durch!
Amen, und immer genug Gummi unter den Reifen.

2 Kommentare zu „Der fahrzeugreparierende Maurer. Nächste Episode.“

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