Der „Mechanicus brutaliensis“ aus der Gattung der Heimwerker.

Spezielle Lebensformen dieser Gattung, scheint es vielfälltig zu geben.
Lapidar nach den verwendeten Materialien getrennt, kann man diese offenbar gut einsortieren.
Der Holzwurm, für Heimerker, die sich gerne mit Holz aller Art beschäftigen.
Der Funkenschuster, für kabeljonglierende Elektriker, und so weiter.

Sollte sich jedoch einer aus seinem branchenüblichen Bereich verirren, kann es durchaus zu lustigen, kuriosen oder auch abstrusen Szenen kommen.

Der bereits erwähnte Maurer, also ein Vertreter der Ziegelverarbeiter, Mauerkreierer und Bauwerksgestallter, ist wieder drauf und dran, sich an der leicht altersschwachen Familienkutsche zu vergreifen.
Als Maurer, sicherlich ein Profi, als Mechaniker offenbar eher der verzeifelt brutalen Form zuzuordnen, schlug er wieder zu. Mit Hämmerchen, Zange und anderen, eher gröber anmutenden Gerätschaften, rückte er der Blechkarosse auf die scheppernden Eingeweide.
Schon wieder! Siehe: Hier und hier!

Die Schritte zu beschreiben, ist etwas schwer. Sie waren zu unkoordiniert.
Angefangen hat alles mit dem Aubocken des Fahrzeuges auf eine eigenwillige Holzkonstruktion des Types „wird schon halten“.
Weiter gings mit „ich klopf mal unten rum herum“.
(Ich hoffe nur, dass er diese Vorgehensweise nicht auch bei seinem bisher einmal erfolgreichen Fortpflanzungen mit seiner Frau so gehandhabt hat!)
Weitere Schritte waren dann: Klopfen, Motorhaube auf, Motor beobachten.
Dieser lief nicht, wohlgemerkt.
Motorhaube zu. Motor starten. Gas geben. Motor abstellen. Untenrum klopfen. (Vermute am Auspuff).
Motor starten. Motor begutachten.
Dieser lief natürlich nicht.
Motor starten. Erneut begutachten.
Motor mit Zange befühlen, befummeln oder ähnliches.
Kurz schreien da offenbar mit Finger und/oder Zange am Lüfterflügel gestreift.
Zigarette rauchen.
Motor abstellen.
Motorhaube schliessen.
Auto vom unsicher wirkenden Holzkonstrukt heben. Fahrzeug wieder mit allen 4 Reifen auf den Boden setzen.
Mit Werkzeug und fluchendem Getöne im Haus verschwinden.

Ergebnis? Fahrzeug scheppert, dröhnt und rattert weiterhin. Der „Mechanicus butaliensis“ sitzt mit Pflaster am Finger hinter dem Lenkrad, beschwört die Götter der Unmut herauf und reitet, ääh fährt gen Sonnenuntergang hinfort.

….. romantischer Sonnenuntergang mit leicht dröhenden und scheppernden Geräuschen im Hintergrund ….. Sie können sich das jetzt sicher vorstellen. So Kopfkinotechnisch!

2 Kommentare zu „Der „Mechanicus brutaliensis“ aus der Gattung der Heimwerker.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s