Tag 485 -488 Die eigene, kleine Welt. Vieles dreht sich um.

Ein ruhiges Wochenende liegt hinter uns. Die Sonne zeigte sich zwar, es war jedoch nicht so besonders warm. Dazu ging irgendwie ständig der Wind.

Was sich anhört wie ein schlechter Wetterbericht, bedeutet aber für uns, dass es nicht besonders klug wäre, sich sonderlich im Freien zu bewegen. Die Tatsache, dass es bereits unzählige Menschen gibt, die ihre Erkältungen offen präsentieren, ist auch ein Grund dafür, mit meiner mir Anvertrauten, Menschenansammlungen zu meiden.
Bedeutet: Ich schmiss den Einkauf und diverse andere Erledigungen alleine.

Müde, leicht zerschlagen und von starken Rückenschmerzen geplagt, ging bei meiner mir Anvertrauten leider nicht sehr viel.

Das vergangene Wochenende gestaltete sich daher ruhig. Sehr ruhig. Das war auch gut so! Irgenwie nutzt man solche Tage einfach mal dazu, nichts zu tun, sich zu entspannen.

Es kommen sicher wieder Tage, oder Zeiten, an denen es anders aussieht. Leider.
Aktuell ist Vieles von Medikamenten bestimmt. Die Pillen gegen die ständige Übelkeit, die Tropfen gegen Schmerzen, dies und jenes. Es muss leider sein.
Man merkt die Belastung. Man merkt die Müdigkeit. Man merkt es, dass Sie Vieles tun möchte, es aber leider nicht so kann, wie sie es will.

Die kleine Welt, unsere kleine Welt rückt näher zusammen. Man übernimmt Dinge, Arbeiten etc, wenns derjenige nicht kann, ders immer gemacht hat. Kochen zum Beispiel. Irgendwie hab ich das immer schon gemacht. Früher selten, jetzt immer öfter. Der Haushalt wurde auch zu einem eher großen Teil mein Gebiet.
Diese Dinge sind jedoch keine Belastung. Es macht sogar Spaß. Nicht nur weils sein muss, auch weils ein Geben und Nehmen ist. Mal so mal so. Man greift sich gegenseitig unter die Arme. Gelegentlich nicht nur bildlich gesprochen.

Auch das Helfen ist ein Punkt. Ein wichtiger Punkt.
Die Vorstellung, einen völlig hilflosen Partner zu haben, der mit Allem und Jedem überfordert ist, sich nicht zu helfen weiss, keine Ahnung  oder auch keine Lust hat, irgend etwas zu machen und zu tun, ist für mich unvorstellbar. Wir erleben das bei den diversen Krankenhausaufenthalten meiner Frau oft genug.

Partner, die im eigenen Haushalt völlig verzweifeln, denen sogar Wasser anbrennt, die sich nicht zu helfen wissen. Dies sind auch Dinge, die auf Menschen zu kommen, die von einem Tag auf den anderen mit der Krankheit eines Partners umgehen müssen.

Da rückt die Welt zusammen. Die eigene, kleine Welt zumindest. Die eigene, kleine Welt, die sich sehr schnell bildet.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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