Ein Brief an sich selbst?

Wie muss es sein, sich selbst einen Brief zu schicken? Einen ganz speziellen? Sich darin selbst zu fragen, was so passiert sei, was alles geklappt oder eben nicht geklappt hat, sich mit sich selbst zu unterhalten.

Sieht man aus der Ferne Dinge anders? Nimmt man sich dann wirklich aus den Dingen heraus? Klappt das überhaupt?

Wenn ja, kann eigentlich nur die Zeit eine bestimmte Rolle dabei spielen!

Man schreibt sich selbst einen Brief in die Zukunft. Das müsste doch klappen? Schreiben, absenden, vergessen, irgendwann den Brief dann an sich selbst adressiert wieder erhalten. So in 10-20 Jahren.

Lebt man dann noch? Kann man dann noch lesen? Kann man den Brief dann noch verstehen, ihn halten, ihn öffnen? Fragt man sich dann, was man damals wollte?

Fragen aus einer anderen Zeit? Aus „vor 30 Jahren“? Fragt man sich beim lesen, welcher Vollidiot das damals war? Wie klug der Typ damals war?

Die Post würde sicher daber helfen! Man liest doch öfter mal, dass Briefe erst nach 50 Jahren oder so erst zugestellt werden.

Interessanter Gedanke! Komischer Gedanke!

Will man sich dann eigentlich noch mit sich selbst unterhalten? Sich selbst lesen? Sich erinnern?

Zurück in die Zukunft? Wirklich? Schön? Keine Ahnung, aber der Gedanke ist interessant.
Man könnte einen Blogeintrag so steuern, dass er erst in 50 Jahren erscheint. Wen man schon lange verstorben ist. Schon lange sabbernd im Pflegeheim haust und sich täglich vollschei… Ach lassen wir das.

Was würde man denken? Würde man sich verfluchen für gewisse Aktionen? Würde man sich loben, wie toll man nicht alles geschafft hat?

Keine Ahnung, aber der Gedanke ist interessant.

6 Kommentare zu „Ein Brief an sich selbst?“

  1. Erinnerungen finde ich persönlich wichtig.. Sie können aufzeigen, wie weit man gekommen ist – und ob man sich erfüllte, wovon man träumte. Oder ob man stattdessen einen anderen Weg gewählt hat, mit dem man trotzdem glücklich geworden ist.
    Die Idee mit dem Blogpost für irgendwann… Der hat tatsächlich etwas. Die Frage ist nur, ob in einer schnelllebigen Zeit wie dieser überhaupt der Anbieter noch existiert 😉 Aber vielleicht… nehme ich mir das für den Jahreswechsel vor – und schreibe mir für den kommenden Jahreswechsel? Je mehr ich drüber nachdenk.. desto mehr gefällt mir diese Idee…

    Gefällt 1 Person

  2. Spannender Gedanke, absolut. Wer zu den Tagebuchschreibern (Blogger sind ja auch so eine Art, gewissermaßen) gehört, kann mal in alten Exemplaren blättern. Das ist lustig, vor allem, wenn man noch welche aus der Jugend/Kindheit hat und öffnet auch die Augen, was einem seinerzeit als der Weltuntergang erschien.
    In einem Seminar mussten wir mal einen Brief an uns schreiben, den der Leiter 6 Monate später verschickt hat. Das war natürlich beruflich, aber auch das war schon interessant, weil einem das Meiste selbst da nicht mehr präsent war.
    Aber jetzt an mein zukünftiges Ich schreiben hat was. Das kann ich mir gut vorstellen. Danke für die Inspiration. Liebe Grüße, Kerstin

    Gefällt 1 Person

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