Tag 555 Schwäche und Schmerzen bestimmen den Tag. Der Weg wird (gefühlt) immer enger und enger…

Woher dieser Tiefschlag, diese Schwäche aktuell kommt, müssen die Ärzte klären. Dringend.
Aktuell beherrschen schmerzende Knochen, Gelenke, Arme, Beine, etc. den Tag und auch die Nacht. Aufstehen, hinsetzen, hinlegen, umdrehen, all das verursacht offenbar starke Schmerzen.

Ich kann nur helfen. Helfen verursacht auch Schmerzen. Sie bei aufstehen unter dem Arm einzuhaken klappt nur unter Schmerzen, sie an den Händen aufzuziehen klappt nur bedingt, da ihr die Kraft teilweise fehlt. Der Gang ist sehr unsicher. Wackelig.

Die Konzentration lässt nach. Meine mir Anvertraute verlässt die Kraft, sich auf etwas zu konzentrieren. Der Versuch, sie mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, klappt nur bedingt, da sie Angst davor hat, dauern zur Toilette zu müssen. Der Weg ist im Normalfall nicht weit. In einem solchen Zustand jedoch kilometerlang.

Ich selbst?
Ich selbst habe die Angst, ein, zwei oder auch drei Tage dienstlich weg zu müssen. Wie soll die Versorgung klappen? Eine 24 Stunden-Pflege?
Es zehrt und zerrt an mir. Helfen wollen Ja, immer helfen zu können, leider nein.

Ich bin mir sicher, dass es morgen im Krankenhaus wieder ganz anders aussieht. Da hat meine mir Anvertraute sicher wieder Kraft, strengt sich an, bekommt eine Infusion und die Sache klappt wieder.
Oder hoffe ich das nur?

Enger und enger zieht sich (für mich) alles zusammen. Die Straße, auf der wir beide unterwegs sind, wird immer enger und steiler. Es wird immer antrengender.

Es ist keine Belastung.
SIE ist keine Belastung.
Aber ES wird belastend.
ES wird immer belastender.

Aber:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

4 Kommentare zu „Tag 555 Schwäche und Schmerzen bestimmen den Tag. Der Weg wird (gefühlt) immer enger und enger…“

  1. Es liest sich nicht gut. Mein Mitgefühl hilft euch nichts, ihr müsst – müsst wirklich – das alleine bewältigen. Ich hoffe sehr, ihr habt Menschen an eurer Seite, die euch wenigstens ein bisschen auffangen können.

    Liken

  2. Lieber Peter, ich möchte euch beiden sehr ans Herz legen, euch vom palliativen Konsiliardienst beraten zu lassen. Ihr müsst diesen Weg nicht alleine gehen, ganz egal wie viele Wochen, Monate oder Jahre er noch da sein wird. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wie entlastend es ist, jetzt schon Profis an der Seite zu haben, die sich nicht um die medizinische Seite kümmern, sondern allein um euer Wohlbefinden und die vertraut sind mit diesen Situationen. Alles Gute Julia

    Gefällt 1 Person

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