„Und? Wie geht es dir dabei?“ Gute Frage!

Ich höre sie sehr oft! Mindestens 3 bis 4 mal die Woche kommt von irgendwo und irgendwem die Frage:
„Und? Wie geht es dir dabei?“

Wenn ich es nicht wüsste, dass das angesprochene Thema, die Krebserkrankung meiner mir Anvertrauten und unser damit verbundenes, verändertes Leben ist, hätte ich schon blöd nachgefragt.

„Wie geht es dir dabei?“
Dabei? Wobei?
Dem Krebs? Den Sorgen? Den unglaublichen Veränderungen? Dem organisatorischen Streß, den man zeitweise zu meistern hat? Den Ängsten? Den Dingen, an die man nie gedacht hätte, die einen aber einholen? Den Dingen, bei denen man nie gedacht hätte, dass man diese mal mit oder bei seinem Partner machen muss?
Oder geht es um die Fragen die man beantworten soll?

Oft wird man das Gleiche gefragt. Immer wieder. Immer wieder. Alle wollen auf dem Laufenden gehalten werden. Alle wollen informiert sein.

Es ist verständlich! Es ist gut so!
Teilweise habe ich zwar die Zeit nicht dazu, manchmal auch die Nerven nicht mehr dazu, aber es ist gut so! Es zeigt, dass sich einige wirklich dafür interessieren. Andere tun das schon lange nicht mehr. Wollen oder können es nicht. Auch das ist gut so. Besser gesagt, es ist egal. Auch diesen Teil des Ganzen muss man bewältigen.

Wie geht es einem „dabei“?
Gut, schlecht, beschissen, machtlos, teilweise GEfordert, manchmal auch ÜBERfordert, teilweise vom Geschehen überrant und überrollt, hoffnungsvoll, traurif, mutig, ängstlich, tatkräftig, kraftlos, planlos, mutlos, mutig, optimistisch, realistisch,…

Eine Antort gibt es nicht (mehr)!

Die Hoffnung, die lebt weiter!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Dass es eigentlich keine mehr gibt, ist Realität. Dass die verbleibende Zeit schön sein oder werden soll, das ist das Ziel! Auch dafür braucht man Hoffnung!
Darum:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

5 Kommentare zu „„Und? Wie geht es dir dabei?“ Gute Frage!“

  1. Oft ist es die Hilflosigkeit des Gegenübers, das bei dieser Frage durchkommt… Ich kann dich verstehen, dass die Fragen manchmal zuviel sind und kenne es auch, das Andere mit einem mal „weg“ sind. Ich wünsche euch beiden eine gemeinsame schöne Zeit, in der für euch beide auch Tränen der Freude und Traurigkeit möglich sind.

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