Tag 612 – Palliative Chemotherapie: nächster Versuch gescheitert

Es war uns (beiden) eigentlich schon klar, es schmerzt trotzdem.

Auch der heutige Versuch, eine palliative, also erhaltende Chemotherapie zu machen, scheiterte an den Blutwerten. Es löst sich auf. Das Blut, die darin befindlichen Blutplättchen werden nicht mehr. Der Körper ist vom Krebs und auch von den bisherigen Behandlungen derart geschwächt und beeinträchtigt, dass er es nicht (mehr) schafft, die Anzahl der Blutplättchen wieder in einen vertretbaren Rahmen zu bringen.

Merkbare Folgen haben sich bereits eingestellt. Leider.
Die Müdigkeit, der viele Schlaf, die Konzentrationsprobleme, der Gewichtsverlust, und noch viel mehr.

Obwohl wir (beide), wie schon geschrieben, es bereits vermutet haben, ist dise Situation mehr als bedrückend.

Die Mittel und Möglichkeiten der chemischen Industrie (ja auch der Alternativmedizin) scheinen ausgeschöpft zu sein.

Was kommt jetzt.
Diese Zeile kann man ohne ein Fragezeichen schreiben. Es ist klar. Der Weg ist klar.

Wie wir, respektive meine mir Anvertraute, ihn gehen werden, ist die Frage.
Die Pflegeberatung, die Schwestern im Krankenhaus, die Palliativbetreuung, alle sehen, wissen und kennen das. Ich habe damit allerdings logischerweise zu kämpfen.
Das Mitansehen, das Nichts machen könne, das Hilflose, das sind die Dinge, mit denen man und in diesem Moment ich kämpfe.

Es wird in den nächsten Tagen eine schwerwiegende Entscheidung fallen (müssen).
Kann ich meine mir Anvertraute zuhause enstprechend betreuuen, wie stellen wir es an, wenn ich Anfang März für 3 Tage auswärts bin?
Es gibt Einrichtungen für eine Kurzzeitpflege über einige Tage.
Eine dieser Einrichtungen werden wir bemühen müssen. Es geht nicht anders.
Ich, auch wir beide zusammen, sehen keinen anderen Weg (mehr).

Fasching, Fasnacht, de lustige Zeit im Jaht hin oder her. Es ist eine bedrückende Zeit für uns.

Für uns beide, zusammen, miteinander, als Paar, als Team, sieht es so aus, als stünden uns noch viel schlimmeere Stunden, Tage, Wochen, ….. bevor, als wir uns das jemals ausgemalt haben.

Es müssen noch weitreichendere Entscheidungen „über“ meine mir Anvertraute getroffen werden, als es bisher nötig waren. Das Gefühl, sie zu übergehen, raubt Kraft.
Aber, es wird nicht anders klappen. Nicht mehr.

Die Hilfsangebote wurden in den letzten Tagen immer mehr. Die Entscheidung zu treffen, welche man wie annimmt, ist jedoch nicht leicht.

So lange es geht, werden wir das miteinander und zusammen entscheiden!
Das ist so! Das bleibt so!

So lange es geht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

8 Kommentare zu „Tag 612 – Palliative Chemotherapie: nächster Versuch gescheitert“

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