Tag 620 – 622: Zusammenfassung von Tiefschlägen. Oder, wenn Strohhalme knicken

Knickende Strohhalme sind nicht gut! Sie sind speziell dann nicht gut, wenn man sich an Ihnen festhält oder es versucht….

Die letzten Tage hatten es in sich. Eigentlich war es die ganze letzte Woche, die es in sich hatte.

Es ging langsam aber stetig nach unten. Die Kraft sank, der Mut gleich mit. Die einzige Sache, die stieg, waren die Schmerzen. Nicht mal die Morphiumpflaster und die Pillen halfen.
Das Hoch vom Donnerstag, die Aussicht auf eine weitere, vielleicht hilfreiche Chemo, war schnell verflogen. Die Kraft sank, der Mut, wie schon gesagt, auch.
Schwächer und schwächer, immer mehr und stärkere Schmerzen.
„Wenns nicht besser wird, möchte ich ins Krankenhaus“ waren am Samstag die Worte meiner mir Anvertrauten. Am Sonntag war es dann soweit. Es wurde eher schlechter als besser.
Der Transport ins Krankenhaus verlief gut, die Aufnahme auch. Die Ärzte und auch die Schwestern hätten sie gerne auf die Palliativstation verlegt. Nur, es ist kein Platz frei.

Die Kräfte schwinden weiter. Die Ärzte und auch die Schwestern sehen diese Dinge oft, können einschätzen wie es weitergehen wird. Sie wissen was kommt.
Sie möchten ihr alle helfen. Schmerzmittel, Infusionen zur Unterstützung, mehr ist nicht mehr möglich.
Die Kraft fehlt. Aufsetzen, zur Seite drehen, aufstehen, gehen, für all diese Dinge fehlt inzwischen die Kraft.
Der Mut und der Wille, die beiden sind noch da! Aber auch nicht mehr in der Intensität wie es mal war.

Die nächsten Tage werden entscheidend. Lebensentscheidend.

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

9 Kommentare zu „Tag 620 – 622: Zusammenfassung von Tiefschlägen. Oder, wenn Strohhalme knicken“

  1. Sch…

    Habt ihr über die Möglichkeit Hospiz gesprochen? Mich hat es damals auch abgeschreckt und ich stellte es mir grausam vor, aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt.

    Ja, es ist eine „endgültige“ Entscheidung, aber ich habe das Hospiz kennengelernt als Ruhe und auch Kraftort. Der Grund warum man dort hingeht ist klar, allerdings ist dort kein „Zeitraum“ angesagt und zumindest bei den beiden Häusern die ich kennenlernte war die Versorgung durch Schmerzmittel und Fürsorge so viel umfassender und individueller als sie im KH auf der Palliativstation möglich ist.

    Ein respektvoller, menschlicher Umgang, in einer Umgebung in der eben nicht die KH Vorschriften gelten, wo all das ermöglicht wird, was noch möglich ist, aber eben nicht auf medizinischem Stand alles so lang wie möglich „verlängert“ wird. Wo auch die Gabe von med. Wirkstoffen, die neben Morphium möglich sind, keine Probleme darstellten und trotzdem das Glas Wein und das Lieblingsessen, die Lieblingsblumen sogar die eigene Katze usw. ermöglicht wurden.

    Fühl dich umarmt

    Gefällt 1 Person

    1. Das war eines der ersten Themen die wir hatten. Aktuell gehts um einen Platz dort. Die Palliativstation betreut in diesem Krankenhaus nebenbei noch einen Hospizteil.
      Das wäre das Ziel!

      Danke sehr!

      Gefällt mir

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