651+ / Von der „Verlassenschaftsangelegenheit“ und dem Notar. Nächstes Kapitel

Am 6.5. hatte ich ja, wie hier berichtet, den Termin beim Notar, der alles „abwickeln“ soll, wie es so schön heisst.
An diesem Tag, bei diesem Termin, wurde alles aufgenommen, Daten geschaukelt, festgestellt, fürs Nachlassgericht vorbereitet etc.

Falsch gedacht. Fast alles liegt bzw blieb liegen.

Gestern am späten Nachmittag erhielt ich ein Mail vom Notar, ich solle/müsse jetzt doch ein Wertgutachten vom gemeinsamen PKW erstellen lassen. Man benötige dies jetzt doch in schriftlicher Form.

Vor ziemlich genau 1,5 Monaten war es, als es noch „völlig ausreichte“, für den über 11 Jahre alten Wagen eine mündliche Info abzugeben, was der Fachhändler denn so meinen würde.

Diese schätze vor 1,5 Monaten das Auto – er ist Händler dieser Marke und möchte mir als Kunden vielleicht mal wieder etwas verkaufen – auf 1500 bis 1800€ im Einkauf.
OK, ist so. Hat ja auch schon einiges was runter, ist mit Kratzernd und Co gesegnet. Hm, ja.

Für die Erbmasse, dürfte (davon die Hälfte gerechnet) das ganze eher nicht wirklich relevant sein.

Jetzt, da ich lobenswerter Weise einen ultraspontanen Termin für die ausführliche Beurteilung und Einschätzung des Wertes bekam, machte er es ganz offiziell. Musste bzw sollte er ja auch!

Aktueller Wert?

Raten Sie mal?

Nicht 1800, nicht 1500, nicht 1000, nein!!!

Der Wagen ist laut Liste knappe 2000€ Wert! Zumindest laut Liste….

Wenn man dann allerdings die Reparaturkosten abzieht – muss man ja – bleibt unterm Strich ein Wert von ziemlich genau € 200,- übrig.

Ja, sie haben richtig gelesen! € 200,-

Aber!!!!!!
das stimmt leider auch nicht ganz!

Wie bei der heutigen Besichtigung, Einschätzung und Prüfung festgestellt wurde, ist die Plakette, das Pickerl die Überprüfung, wie mans auch immer nennen mag, seit Februar überfällig. Somit ist das Fahrzeug auf der Straße nicht mehr so gerne gesehen. Aktuell daher rechnerisch wertlos.

Ich bekam mit bitten und betteln, gleich einen Termin für die Notwendige KFZ-Überprüfung. Man sehe sich den Wagen an, wolle dann bis Freitag die Sache abschliessen.

OK, danke!

Rechnen wir nochmals nach:
Theoretischer Wert laut Liste samt Abzügen = € 200,-
Aktuell, ohne Plakette = € 0,-
Mit Plakette = € 200,-

Aber:
Für die Plakette ist leider eine Reparatur in der Höhe von ca € 250,- notwendig!

Ergebnis:
Wert mit Plakette = € 200,-
Kosten Reparatur = € 250,-
Kosten Plakette samt Überprüfung = € 100,- (geründet)

Ergibt einen Fahrzeugwert von: € -150,-
(Man beachte das Minus vor der Summe)

Diese Ergebnis, samt offiziellem Wertgutachten, habe ich dem Notar bereits übermittelt.
Relevants für die Verlassenschaft? Wie bereits seit über einem Monat bekannt, eben 0. In Worten: NULL

Mit einer Fertigstellung seiner Arbeit, mit der des Gerichtes,mit allem Drum und Dran, rechne ich nicht mehr vor September oder Oktober….

Solange, kann ich als braver Witwer keine Versicherung umschreiben lassen, kein Konto ändern lassen, keinen Steuerausgleich beantragen, keine Bürgerkarte abmelden lassen, kein dies kein das kein jenes. Obwohl der Amtsschimmel schon wiehert und einige Dinge erledigt haben will…..

Ich gehe nun in den sprichwörtlichen Stall und füttere die ganzen Amtsschimmel, die über ihre eigenen Beine stolpern….

13 Kommentare zu „651+ / Von der „Verlassenschaftsangelegenheit“ und dem Notar. Nächstes Kapitel“

      1. Ich hatte den Notartermin mitte November ( meine Mutter verstarb am 27.10.2019), und habe meinen Brief von Nachlassgericht immer noch nicht. 😉

        Gefällt 1 Person

    1. Die beste Erklärung für Notare habe ich von einem Freund erhalten: Hoflich, freundlich, umständlich, langsam, aber teuer.
      Den Preis dieser Sache, kenne ich nicht, da es sich ja um eine „Verlassenschaftssache“ geht. Beim Rest? Kann noch nichts sagen, muss noch warten 😉

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  1. Dir gute Nerven. Ich dachte schon unser Amtsschimmel sei heftig, hier bekommst du den Totenschein recht schnell und dann kannst du die Versicherungen und Co direkt abmelden, sodass keine Kosten mehr entstehen. Auch Umschreibungen, sind damit möglich. Aber wieso ist es wichtig, was das Auto für einen Wert hat? Sag jetzt bitte nicht, das bei euch Erbschaftssteuer/Abgaben innerhalb eine Ehe gezahlt werden müssen.

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    1. Das nicht, aber das „Vermögen“ meiner mir Anvertrauten, muss auf Heller und Pfennig festgestellt werden. Da wir beide im Zulassungsschein des KFZ stehen, geht der Notar bzw das Nachlassgericht davon aus, dass der Wagen daher zu 50% ihr gehört. Also als Wertgegenstand zum Vermögen gerechnet wird……

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