Der P ist beschädigt! Massiv!

Der Haushalt. Bekannt als häufiger Verursacher und Auslöser von Unfällen, hat nebenbei zugeschlagen! Fies und hinterhältig, hat er mich beschädigt! Und das mehrfach sogar!

Es scheint, als hätte sich der gemeine Haushaltsunfall mit Türen, Treppenstufen und Schränken gegen mich verschworen! Eine gemeine und schmerzhafte Reihenschaltung an Vorgängen, haben mich zum schmerzerfüllten, Pflaster und Verbandtragenden gemacht.

Bereits anfang letzter Woche, hat sich mir ein Schubladenschrank urplötzlich in den Weg gestellt. Gerade hervorgesprungen ist er. Nur um mir, dem vermeintlichen Herr im Hause, zu zeigen, dass es eigentlich er ist.

Der Schubladenschrank hatte mich mittels eines Frontalangriffes auf meine rechte große Zehe zu Fall gebracht. Mit blutendem Zeh, hing ich in den sprichwörtlichen Seilen.

Frisch verbunden, ging es zu den Friedensverhandlungen über. Wir hielten uns fern voneinander. Der Schubladenschrank und ich.

In den weiteren Tagen hielt ich meine schmerzende Zehe fern von allen anderen Gegenständen. Glaubte ich zumindest!

Die Tür war es, dich mich hinterrücks wieder an meine Zehe erinnerte. Sie fädelte sich genau an diesem Körperteil ein, brachte mich erneut dazu, mir schmerzverzerrt einen Verband anzulegen, Blut zu entfernen und leise aber ganz laut zu fluchen.

Frisch und erneut verbunden, hielt sich die Zehe, die Türen, die Schränke, eigentlich alles, ruhig.

Bis, ja bis der gemeine Haushaltsunfall erneut zuschlug!

Der schnelle, kurze, vermeintlich harmlose Weg zum Briefkasten war es, der mich erneut zum Verbandskasten trieb!

Einige Stufen runter. Nur schnell zum Briefkasten. Ein Fehltritt, Barfuss über die Kante der Steinstufe vor dem Haus gerutscht, die andere große Zehe unten abgeschält, von aller Haut befreit! Ein schneller, schmerzverzerrter Schritt rückwarts. Ein Schritt ins Leere. Ein Straucheln. Ein Fallen. Ein Blumenstock. Ein Aufschlag. Ein Schmerz.

Blut.

Auf der Treppe Blut. Auf der Stiege im Haus Blut. In der Küche Blut. Überall Blut.

Ein weiterer Verband.

Fazit?

Beide große Zehen liegen wohlgebettet in ihren Verbänden. Wohlgehütet in Pflastern und Verbandszeug gelagert und mit Desinfektionsmittelchen versorgt.

Der gemeine Haushaltsunfall hat mich besiegt. Mir gezeigt, wer der eigentliche Herr im Hause P ist.

Die nächsten Tage werden gezeichnet sein von weichen, sehr vorsichtigen Schritten, zwei eingebundenen, großen Zehen. Und natürlich von einigen Litern Vorsicht.

Mein Gangbild? Aktuell? Stellen Sie sich Donald Duck beim Gehen vor, dann haben Sie es!

Danke! Danke für Ihr Mitgefühl!

Zusätzlich, zu diesen Verletzungen, kam gestern Abend dann noch etwas dazu. Der nicht mehr ganz so jugendliche Leichtsinn, bzw Wahnsinn, hat mich dazu gebracht, des Nachbars neues E-Mountainbike „nur kurz“ zu testen.

Da dieses Bike eine Vollfederung hat, die noch dazu für mein Gewicht sehr weich eingestellt ist, kann man damit aus dem Stand bzw beim Fahren, so kleine Hopser und andere Spielchen machen.
Kann man, wenn mans kann! Versucht hab ichs. Der letzte Hopser, der vor der eigenen Haustüre. Der allerletzte nach nur ca 200 Meter Fahrtest, der wars dann.

Mit gezogener Vorderbremse, sämtlichen Fehlern, die man nur machen kann, der gewissen Übermut, einem Liter Blödheit und Co, war es dann soweit.

Mein Luxuskörper hat sich über den Lenker hinweg, engelsgleich hinwegbewegt. Die Beine haben sich derweilen mit dem Kettenblatt, dem Zahnrad, den Pedalen und der Kette vergnügt.

Als krönender Abschluss des angeblich sehr eleganten Abstiegs über den Lenker, bin ich dann einem Sandsack gleich, auf dem Asphalt vor der eigenen Haustüre gelandet.

Nicht mehr ganz so elegant, dafür leicht beschädigt, durfte ich mich dann vom Rad befreien und weiteres Verbandsmaterial verwenden.

Inzwischen sehe ich, von blauen Flecken, Prellungen und kleinen Abschürfungen aus, als würde mich die Verbandsmittelindustrie sponsern.

Aber, ich lasse mich nicht unterkriegen!

Auch wenn sich der Haushalt, Möbel, Türen, Fahrräder offenbar derzeit gegen mich verschworen haben! Ich gebe nicht auf!

Ich fürchte mich inzwischen nur vor Besteck, Messern im Allgemeinen, der Dusche, dem Auto, dem Briefkasten, vor Fahrrädern und anderen Dingen, die mich angreifen oder weiter verletzen könnten!

Halten Sie mir die Daumen!

Ich geh jetzt Verbandsmaterial nachfüllen!

24 Kommentare zu „Der P ist beschädigt! Massiv!“

  1. Das klingt ein wenig nach Verschwörung…..😁 nur die Hintergründe habe ich noch nicht durchschaut. Ich würde dem Haushalt vorübergehend aus dem Weg humpeln. …. gute Besserung 🍀💫🍀

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    1. Die Hintergründe sind hintergründig! Durchschaut hab ichs auch noch nicht! Entweder suchen meine Zehen etc den Körperkontakt zu Möbeln, Türen etc, oder ist es doch eine leichte Unachtsamkeit, die sich gelegentlich wiederholt.
      Auf alle Fälle, gehe ich dem Haushalt jetzt etwas aus dem Weg. Ich habe tatsächlich Angst vor dem Staubsauger! Man stelle sich vor, der überfährt mich noch! 😉

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      1. Du würdest bestimmt einen Psychiater finden, der dieses Verhalten tiefenpsychologisch erläutern könnte.🤓Im Augenblick scheint Dein Körper offensichtlich in der Defensive zu sein. Sigmund Freud hätte sicher auch seinen Spaß.😁
        Theoretisch wäre das möglich. Schaff Dir bloß keinen Roboter Staubsauger an, die saugen alles platt.😜

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      2. Ein Psychiater wäre sicherlich überfordert 😉
        Körperlich, scheinen sich die angesammelte Unsportlichkeit der letzten 10-20 Jahre sowie die inzwischen angesammelten 48 Lebensjahre gepaart zu haben.
        Wie gesagt, der Kopf will, der Körper soll, zeigt mir allerdings die Faktoren auf, warum ers nicht tut.
        Die Sache mit den Möbeln und dem Staubsauger, sind eher Dinge, die einer partiellen Blindheit, Blödheit und/oder mangelnder Aufmerksamkeit geschuldet sind. Kurz gesagt, wenn man nicht aufpasst, knallts 🙂 Den Saugroboter verweigere ich als Besitzer von 2 Katzen aus dem Grund, da ich das Verteilen von gelegentlichen auftretenden Hinterlassenschaften der Katzen fürchte. Nebenbei ist mir der Haushaltssport „Staubsaugen“ nicht so unsympatisch 🙂

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      3. Da die Olympiade dieses Jahr ausfällt, hast Du sportlich gesehen ja noch Zeit.😁
        Haushaltsmässig sieht es offensichtlich gefährlicher für Dich aus.🙃
        Bei

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      4. Olympisch werd ich so und so nicht mehr! Zumindest nicht in Sachen Sport 😉
        Im Haushalt hab ich schon auf Stahlkappenschuhe, den Fahrradhelm und Schutzkleidung gedacht. Sehen tuts ja niemand 😉

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    1. Nix da! Die Grobgenoppte muss her! Wenn ich in den Bike-Tretern stecke, gehts auch mit den eigepackten Zehen. Die Pflaster sind sicher dekorativ. Stylt mich sogar als „wilden Biker“ 😉

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  2. Ähm, nicht das ich gerade herzhaft gelacht habe – endlich mal jemand, der noch so komische Dinger baut – aber in Anbetracht, dass du ein männliches Wesen bist, bitte lass den Staubsauger stehen, die Schlagzeile im Tagesblatt wäre für dich sicher doppelt schmerzhaft 😉

    Viel Spaß beim Ausritt und denk an deine Aduktoren und den Helm, nicht, dass die am Rand stehenden Bäume ausschlagen…

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    1. Den Staubsauger hab ich dieser Tage benutzt. Unfallfrei! Top!
      Der Ausritt mit der Grobgenoppten am gestrigen Samstag, war sehr erfolgreich! Viele Kilometer und auch einige Höhenmeter haben wir beide besiegt! Auch unfallfrei!!!
      Die Flora und Fauna blieb ebenfalls ohne Schäden!
      Nur meine „Beschichtung“ mit Staub und Matsch war sehenswert 😉

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  3. Wow, da hast Du dem Sprichwort „Ein Unglück kommt selten allein“ alle Ehre gemacht. Gute Besserung und vielleicht kümmerst Du Dich zu wenig um Deine Möbel/Wohnung, wenn sich diese gegen Dich verschworen haben 🤔.
    Liebe Grüße, Kerstin
    P.S.: Von den Einhornpflastern nehme ich auch welche. Man weiß ja nie wie das Universum so tickt 🙃

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    1. Ja, das tollpatschige Gedingse, scheine ich derzeit voll auf meiner Seite zu haben!
      Aber auch das wird vorübergehen!
      Man lernt ja auch mit dem Alter dazu 😉

      Übrigens, die bunten Einhornpflaster machen sich speziell an Männerwaden und Schienbeinen besonders gut! Kommt so „hart“ rüber 😉
      Aber was tut man nicht alles, um die Götter der Tollpatschigkeit wieder zu besänftigen 😉

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