Tag 287 – 293 Die Angst ist grausam!

Morgen, Mittwoch der 24.4.2019.

Für viele einfach der Mittwoch nach Ostern.

Für meine Frau ist es DER Tag! Der Tag an dem die erste große Untersuchung fällig wird, nachdem der Albtraum mit dem Krebs losging, operiert, mit Chemotherapie und Strahlung gegen ihn vorgegangen wurde. Weiterlesen „Tag 287 – 293 Die Angst ist grausam!“

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Der Rat der Weisen?

Schlauheit, Lebenserfahrung, Kenntnisse, Wissen! All dies sind eigentlich Dinge, die man nicht unbedingt in die Wiege gelegt bekommt. Weder der Mensch, noch das angeblich so einfach gestrickte Tier.

Lernen, Fragen, ausprobieren, auf die Schnauze fallen, es nochmals versuchen,….

Try and error! Retry!  – so läufts offenbar.

Man fragt dort, man lernt hier, man erfährt Dinge, man holt sich Wissen, erforscht und lernt. Dies sollte eigentlich nie wirklich enden.

Stellt man sich jedoch die Frage, warum gewisse Dinge so sind, wie sie sind, wirds langsam immer schwieriger.

Die Welt war irgendwann mal kleiner. Dinge die man erfuhr, passierten in einem gewissen Umkreis, schlugen eher im kleineren Kreis Löcher, waren nicht so global angelegt.
Heute, das ist ja bereits hinlänglich bekannt, bekommt man Alles mit. Wirklich Alles, was auf dieser Welt passiert! Oder eben nicht.
Früher wurden Informationen durch die jeweiligen Berichterstatter hingebogen, manipuliert, politisch eingefärbt, es wurde schön- oder auch schwarzgemalt.

Was ist besser? Was war besser? Was wurde besser?

Nichts! Man erfährt alles über Morde, Hinrichtungen, Brände, Abstürze, chaotische Zustände, Dramen, Verluste, Gewinne, Schönes aber auch über Trauriges.

Was passiert mit diesen Nachrichten? Wer setzt sie in die Welt? Wer glaubt sie noch?

Mit den meisten dieser Nachrichten wird nicht mehr berichtet. Meist wird damit manipuliert. Die eventuell steigenden Benzinpreise sollen damit gerechtfertigt werden, da man ja in einem weit entfernten Land einen kleinen Bürgerkrieg angezettelt hat. Die Südfruchtpreise steigen, da ein südostwestafrikanischer Diktator seinen Bruder öffentlich hingerichtet und gleich auch noch 1000 Menschen hängen ließ. All dies und noch viel mehr, sind Gründe für manipulierte bzw leicht angepasste Medienberichte.

Eine brennende Kirche in einer sehr bekannten Stadt in Europa führt zu einem mehr oder weniger kleinen Glaubenskrieg in den ach so sozialen Netzwerken!

Jeder darf und will seinen eigenen Senf, seine Meinung oder auch sein Nichtwissen verbreiten, darf seinen Hass, seinen Frust, seinen Glauben an was auch immer verbreiten, wie er oder sie es will.

Das ist einerseits gut, andererseits finde ich dies Alles erschreckend! Ich finde es erschreckend, wie dumm, manipulierbar, mediengeil und schräg die Menschen geworden sind!

Früher war alles besser!

Wer diese Aussage einfach so in den Raum stellt, hat für sich selbst keinerlei Funken von Intelligenz oder hat nichts gelernt.

Früher war nichts besser! Die Menschen kannten gewisse Dinge einfach nur noch nicht!
Seit die Menschheit gewisse Dinge kennt, benutzt sie diese auch. Leider nicht immer zum Besten, oft geradezu umgekehrt. Zum Schlechten!

Soziale Medien? Ein Wort zum kotzen! Sie waren es nicht, wurden es aber. Die Möglichkeit, seine freie Meinung abgeben zu dürfen, ist toll, es ist wichtig! Aber sind diese Meinungen und Aussagen auch richtig?

Wieviele völlig dumme und verblödete Seiten und Einträge haben sich dem Markt und der einseitigen Berichterstattung verkauft? Wieviele Leute gibt es, die sich der Tragweite Ihrer Meldungen nicht bewusst sind. Viele!

Früher lernte man von Menschen, die etwas wussten, die etwas erlernt hatten, es weitergeben konnten. Es waren nicht immer gebildete Leute, die Wissen weitergaben, aber man gab auch einfaches Wissen weiter.

Heute? Heute glauben und saugen Menschen Halb- Falsch- und Nichtwissen geradezu in sich hinein, ohne auch nur annähernd zu versuchen, Dinge zu hinterfragen oder auch nur einen kleinen Ansatz von Denken zu verwenden.

Die, die nicht alles glauben, die etwas hinterfragen, die mehrere Quellen verwenden, schaffen es, sich irgendwie geistig über Wasser zu halten. Der Rest, der leider immer mehr zu werden scheint, sieht sich Realityshows, Soaps und anderen Müll im TV rein, glaubt alles und postet dieses Mangelwissen dann auch noch vereinfacht auf Fakebook und Co.

Danke und Guten Morgen!

Es hätte nicht geschadet, den „Rat der Weisen“ einzuholen, sich hinzusetzen, die Bücher zu wälzen, die Großeltern, Eltern oder andere Ahnen zu befragen, zu lernen, sich Wissen anstatt Unwissen durch die Nase zu ziehen!

Warum dieser Text? Warum so gehässig?
Ganz einfach! Ich durfte mich mit 3 theoretsch jungen Leuten (zwischen 22 und 31 Jahre) unterhalten. Es war erschreckend für mich.

Tag 276 – 286 Ausgang ungewiss! Kopfkino…

Der nächste, große Untersuchungstermin im Krankenhaus rückt immer näher und näher. Das Kopfkino spielt immer schlimmere, bedrückendere und grauere Szenen.

Sterben.

Wie.

Wann.

All das sind momentan für meine mir Ange- und Anvertraute keine Fragen mehr.
Ihr Körper spielt an vielen Stellen derzeit verrückte Spielchen. Schmerzende Muskeln, schmerzende Gelenke, gelegentliche Kopfschmerzen, usw.

Die schlimmsten Schmerzen bereitet aber der Kopf! Er spielt eine deutliche Rolle in diesem schrecklichen Film. Er spielt Film ab, die schlimmer nicht sein könnten. Dramen, Horrorszenarien, Ängste, …. Keine Ahnung, wie man das beschreiben soll.

Die starke Frau, die sie ist, hat Angst davor, was mit all dem, was sie geschafft hat, passiert! Nicht mit dem was sie geschaffen hat, nein mit den vielen Dingen, die sie geschafft hat!

Sie hat vieles geschafft! Sie hat mich, die Tochter, und noch Vieles mehr aufgebaut, unterstützt, nach oben gezogen, geschoben, hat geholfen, hat gemacht, gespart, gesorgt, gemüht,….

„Alles umsonst? Alles vergebens? Geht das Alles unter? Geht alles verloren?“

Fragen! Es tauchen so viele Fragen auf!

Ich? Gute Frage! Abgelenkt durch irre Termine, viel Arbeit. Aber auch viel Zeit zum denken, denken, denken. Denken an Alles….  Schrecklich…..

Meine Frau? Sie ist zuhause…. Denkt nach, denkt, denkt, denkt,…. und räumt auf.
Sie räumt auf, möchte sich selbst „aufräumen“, ihre Dinge, ihre viel zu groß gewordenen Klamotten entsorgen, alle Dinge entsorgen, die „von ihr so rumliegen“….
„Es soll ja nicht alles an dir hängenbleiben, wenn ich mal nicht mehr bin!“ sind ihre Worte! Ich hasse diese Worte. Hassen ist vielleicht nicht richtig, aber ich finde kein passenderes Wort daür. Bin teilweise sprachlos über diese Kraft.

Hoffnung besteht! Hoffnung bleibt! Hoffnung ist wichtig! Der Realismus kommt bald genug! Aber:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Rasende Rollatoren auf dem „Highway to Hell“

Diese Woche. Abends im Restaurant.
Am Nebentisch einige sehr rüstige Rentner, sportlich gekleidet, junggeblieben, top drauf.

Einer aus der Truppe erzählt von einem Freund, der aktuell ziemlich schlecht auf den Beinen sei, da er ein neues Hüftgelenkt bekommen hätte. Das mit den Krücken würde nicht so klappen, also hätte er als Gehhilfe einen Rollator bekommen.

Im Gespräch, hat sich in dieser Rentnerbande die Sache zum humoristischen Salto hochgehschaukelt. einen dummen Spruch nach dem anderen, eine Spitzfindigkeit folgte der nächsten. Bis es zu folgender Idee kam: Weiterlesen „Rasende Rollatoren auf dem „Highway to Hell““

Tag 275 Der nächste Tiefschlag / Ein weiterer treuer Begleiter hat seinen letzten Weg angetreten.

Als ob es nicht schon genug gewesen wäre, musste gestern Abend auch noch unser fast 19jähriger Kater seine letzte Reise antreten.
Vor wenigen Tagen war es unsere Lady, bei der es soweit war, jetzt hat es leider unseren großen, ehemals dicken Kampfknutscher erwischt. Weiterlesen „Tag 275 Der nächste Tiefschlag / Ein weiterer treuer Begleiter hat seinen letzten Weg angetreten.“

Tag 273 – 274 Durchtauchen und/oder den Kopf hochhalten

Letzten Sonntag hat sich ja leider eine unserer bisher 3 Katzen in die Ewigkeit verabschiedet. Massive Probleme mit irgend einem Tumor, einem Gewächs oder ähnlichem in der Lunge. Es war laut der Tierärztin nichts mehr zu machen….

Diese Sache brachte natürlich einiges etwas in „Schieflage“. Weiterlesen „Tag 273 – 274 Durchtauchen und/oder den Kopf hochhalten“

Tag 272 Irgendwie machts das Alles nicht einfacher

Es machts nicht einfacher.

Die Sache mit unserer Katze, die Sache mit dem Job im Außendienst, die Sache mit dem ewigen herumgedüse in ganz Österreich, in halb Deutschland, dem „nie zuhause sein“, dem ganzen Gewirkse,…..

All das rächt sich irgendwann.

Es rächt sich insofern, als man nie mal schnell Zeit für Dieses oder Jenes hat. Es bleibt viel an meiner Frau hängen, es muss Vieles dann schnell am Wochenende erledigt werden, es muss alles auf den Freitag, der vielleicht mal halbwegs verfügbar ist, verschoben werden.

Alles muss so gelegt werden, dass ich es auch aus der Ferne greifbar habe, alles muss gemanagt werden.

Nur! Ich bin kein Manager meines eigenen Lebens! Und schon gar kein Manager, der das Leben von Anderen managen soll, muss, darf.

Ich möchte da sein! Für meine Frau da sein! Mehr da sein.

Leben ist angesagt! Sich Zeit nehmen! Zeit zum Leben, Zeit zum Reden, Zeit füreinander, Zeit miteinander.

Wo schreibe ich das? Beim Verfassen dieses Textes, sitze ich schon wieder in einem Hotel. Sitze schon wieder in der Nähe eines Kunden, der Alles geregelt haben will. Diesmal „nur“ ca 200KM von Zuhause weg. Nur! Gegen die letzten Wochen ist das sehr sehr wenig.

Wie erkennbar ist, hinterfrage ich momentan so Einiges.

Warum? Ganz einfach. Irgendwie machts das Alles nicht einfacher.

Aber! Der Kopf bleibt oben! Untergehen ist nicht! Brust raus, Kopf hoch, Krone richten! Weitergehts!

Denn:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Es ist so! Und bleibt so!