Kommentare aus der Hölle

Ich möchte mal eine Frage in die Runde schubsen:

Denken manche Leute deutlich schneller als sie schreiben können, oder schreiben sie so wie sie denken?
Bei Ersterem, würde es mich nicht wundern, daß solch Wunderwerke an Kommentarbrei verbreitet wird. Na gut, gedacht, schnell getippt, fertisch is die Show.

Bei Zweiterem, verhält sich die Sache jedoch etwas anders. Sollte jemand wirklich einen derartigen Brei denken und ihn dann auch noch schreiben, wird es schlimm!

Manch Formulierung, manch ausdruckslose Wortsammlung, manch Knoten in Sätzen und Texten, sind echt der Brüller im Negativen. Da kann man direkt Angst bekommen.

Ich bin gewiss kein Intimfreund von Duden und Co, aber kennen sollte man solche Schriftstücke schon. So mancher Deutschlehrer hängt sicher schon vertrocknet an einer „Vichte oder Tahne“. Zumindest dann, wenn er/sie sich beim Versuch, mehr als Stroh in diverse Köpfe zu pusten, mehr als nur „Schei.. drauf“ gedacht hat.

Manchem oder Mancher, sollte man ernsthaft den Rat geben, zuerst zu denken, nochmals zu denken, dann langsam zu schreiben, es zu lesen, nochmals zu denken, nochmals zu lesen, es auszubessern, es zu lesen, zu denken, zu lesen, zu……..    und dann erst abzusenden oder auf Speichern zu klicken.

Beispiele, führe ich hier und jetzt lieber nicht an! Diese wurden bereits gelöscht, oder von WordPress schon als „Häää?“ oder Spam markiert.

Hotel / Rezeption – Wie im Zoo!

Sollten Sie jemals die Chance haben, in einem Hotel die Rezeption und / oder den Frühstücksraum  über eine gewisse Zeit beobachten zu können, nutzen Sie diese!
Sie werden mit etwas Glück, die wunderbarsten Dinge erleben.

An einem einzigen Tag, gegen 8:00 Morgens, hatte ich die Chance, mehrere Besonderheiten erleben zu dürfen.

Gast Nr.1:
Der voll motivierte Vertreter (oder wie man jetzt sagt: Key-Account-Manager).
Der gute Mann konnte es, trotz mehrerer Personen, die auf das Auschecken warteten, nicht lassen, die Rezeptionistin über die Vorzüge der Schließbleche, die er anscheinend vertreibt, zu informieren. Langatmig und ausführlich noch dazu.
Gast Nr.2:
Der Topmanager aus dem asiatischen Raum.
Dieser hatte offenbar das erste Mal im Leben mit einem Kreditkartenterminal zu tun. Die Eingabe eines Pincodes, war offenbar derart fremd für ihn, dass er eine Denkpause von mehreren Minuten einlegen musste. Die Zwangspause der anderen Hotelgäste wurde immer länger und länger.

Gast Nr.3:
Der leicht verwirrte, deutsche Urlauber, samt dominanter Ehefrau.
Dank beiger, knielanger Hose, Sandalen mit ebenso furchterregend beiger Socken, einem T-Shirt-ähnlichen Oberteil in optisch nicht sehr ansprechender Farbe, konnte man den Herrn bereits ohne Probleme als typisch deutschen Touristen einstufen oder klassifizieren.
Die Ehefrau oder Domina des Herren zeichnete sich ebenfalls durch eine sportlich, beige Bekleidung aus, die auf ein vorzeitiges Absterben jeglicher Farbe im Leben hinwies. Frei nach dem Motto: Ab 40 trägt man nur noch gedeckte Beigetöne. Man beginnt ja optisch bereits zu sterben.
Ihr dominantes Verhalten, gepaart mit der druckvollen Ausgabe von Kommandos gegenüber ihres Ehemannes, deutete auf ein eingefleischtes Rollenspiel hin. Sie gibt die Befehle, der leicht überforderte Ehemann hat diese zu befolgen. Über die Auswirkungen wollte ich mir um diese Uhrzeit noch keine Gedanken machen. Auch jetzt, einige Zeit nachher, graut mir vor dem Gedanken, wie dieser Devotling die Konsequenzen eines Fehlverhaltens am Frühstücksbuffet zu spüren bekommen hat.
Die Kreditkarte hatte natürlich Mutti in der Tasche! Das Begleichen der Zimmerrechnung übernahm sie ebenfalls. Die Koffer waren dann wieder die Aufgabe vom devoten Vati, der brav hinterherdackelte. Schöne Reise noch!
Gast Nr.4:
Der Angestellte, der offenbar sehr selten seinen Firmensitz verlassen darf.
Auch dieser Typ Hotelgast kommt immer wieder vor. Das erste Mal an die Front geschickt, unerfahren in Sachen Hotel, unerfahren im Kampf um die weichgekochten Eier, den Frühstückskaffee und die besten Brötchen, hat er gegen die Übermacht an Erfahrung der Key-Account-Top-Management-Consulting-Gurus und den Außendienst-Kollegen der tatsächlich noch arbeitenden Klasse, keine Chance.
Geradezu verloren kämpft er sich durch den Frühstücksraum, ergattert einige Stücke fürs Tellerchen und kämpft sich anschließend ganz schüchtern zur Rezeption um sein hart kalkuliertes Reisebudget zu minimieren. Kein Fläschchen Wasser, kein Päckchen Erdnüssen, nichts davon darf die Reisekostenabrechnung belasten. Er würde ja sonst von Controller des Arbeitgebers gesteinigt, geteert und/oder gefedert werden.

Sie sehen, die Welt besteht aus immer den gleichen bunten Tierchen. Einerseits kann man diese im Zoo bewundern, andererseits auch an Orten und zu Zeiten, an die niemand glauben würde.

Wochenrückblick (Tag -3 : Der Anfang)

Ja, liebe Leser, so kanns gehen!

Da denkst du dir am Montag noch, eine gute Woche zu starten, dreht sich die Geschichte gegen Wochenende immer mehr zur Katastrophe hin.

Gestartet mit einem netten Kunden, gutes Hotel, weiter dann in die Firma  – seltener Live-Besuch meinerseits in der Zentrale – dann weiter zum nächsten Kunden, ebenfalls nette Sache. Da grätscht der Kunde Nummer 3 für diese Woche ins Programm – zuerst eine schräge Sache, die dann ebenfalls gut verläuft!

Donnerstag später Abend – Heimreise! Der Bürofreitag schreit!

Denkste an nichts Böses, kommste heim, liegt die allerbeste, mir ehelich anvertraute Ehefrau auf der Couch und erkrankt flott vor sich hin! Nicht kränkeln. Nö, so richtig!

Doc will sie keinen sehen. Kann ich ja verstehen….. Samstag gehts nicht besser, eher schlechter….

Heute, Sonntag ist es dann soweit! Der ärztliche Wochenend-Notdienst muss her! Sanitäter, Arzt und nette Arztanwärterin begutäugeln die Sache, stellen fest:
Schluss mit lustig!!!
Dann kam die Rettung, vorbereitet für „Liegendtransport“, geflogen und chauffierte die geliebte Anvertraute ins naheliegende Krankenhaus!

Bumm, Zack, Peng!

Das knallt so richtig für diese Woche! Nachschlag? Nein Danke!

Der Montag, die blöde %&&“$§“?#

Glauben Sie niemals, Sie könnten einen entspannten Start in die Arbeitswoche hinlegen, nur weil Sie keinen Termin im Kalender haben!!!

Tun Sie das niemals!!! Denken Sie nicht mal dran!!

Ein Softstart mit Homeoffice. Dokumentationen schreiben, den liegengebliebenen Bürokram erledigen, Dinge von oder für Kunden erledigen, sie regelmäßig machen sollten, Updates und Sicherungen durchführen, sich auf den neuesten Stand bringen, Infos zu kommenden Terminen einholen, all das wäre geplant gewesen!

NÖ! Die EDV, diverse Viren, Bakterien, Ihr PC oder Laptop, irgend eines dieser Dinger haut Ihnen sicher den Dings auf den Bums!!

Ich habs heute geschafft, von allen diesen Dingen einen gewissen Anteil zu erhaschen!

Haben Sie z.B.: gewusst, dass nach der Installation des Office-2016-Pakets, Excel sich so gut versteckt, dass Sie es fast nie wieder finden?

Den Rest erspare ich Ihnen!

Stand der Dinge

  • Harte, lange Woche hinter mir
  • der vergangende Feiertag wurde für mich gestrichen
  • Freitag später Feierabend
  • Samstag: bis 17:00 nett und entspannt, dann nicht mehr
  • Nacht auf Sonntag: schlaflos, anvertraute Ehefrau ziemlich krank…
  • Sonntag: nach Schlecht-kurz-mühsam-Schlaf-Nacht spät und unausgeschlafen aus dem Bett, dann Büroarbeit nachholen, Vorarbeiten erledigen,….
  • kommende Woche? Erwartung: lange, anstrengend …….

Sonst noch Fragen?

Sperma-Nutzungserklärung ?

Wie aktuell den Medien zu entnehmen, hat sich unser aller Gesetzgeber – die EU – ja dazu entschlossen, eine mehr oder weniger sinnvolle DSGVO (Datennutzungsdingsbumsverornung) auf den Markt zu bringen. Sinnvoll oder nicht, wird sich zeigen.

Aber!!!!

Ebenfalls diese Woche in den Medien: Der intime Zwei- oder auch Mehrkampf – hinlänglich als „Geschlechtsverkehr“ bekannt, soll ab sofort nur mehr dann erlaubt sein, wenn beide (oder alle beteiligten) deutlich mit einem JA zugestimmt haben.

Angebich muss es ein deutliches JA sein. Das Ganze bitte bei voller geistiger Zurechnungsfähigkeit, hormonell noch nicht völlig daneben und ernst gemeint. Kein JAAAAAAAAHHHHHH, das Mann oder Frau wäääährend des eigentlichen Nahkampfes hervorschiebt.

Sollten Sie oder Er es aber als Ultra-Safer-Sex-Version (be)treiben wollen, würde ich Ihnen eine schriftliche Einverständniserklärung empfehlen!!!

Sozusagen, eine:

SPERMA-NUTZUNGSERKLÄRUNG

für rechtliche oder spaßtechnische Folgeerscheinungen kann ich natürlich KEINE Haftung übernehmen! Ich habe ja keine Unterschrift von Ihnen!

Escape ESC

Ich hoffe, Sie haben alles gut überstanden!

Ich meine jetzt nicht das (eventuell) verlängerte Wochenende, sondern die ganze Show rund um die europäische Akustikterrorwelle des Songcontests.
Gackern Sie nicht zu laut, wackeln Sie nicht zu unbekleidet und wundern Sie sich nicht über den Musikgeschmack anderer Nationen!
Sie können den Gehörschutz schon abnehmen!