Geriatrisch orthopädische Hauptspeise samt flüssiger Lösung

Was klingt wie eine ausgefallene oder sogar exotische Speise, angerreichert mit besonderen Zutaten, gekrönt mit Gewürzen aus dem Orient, war leider nur ein Gespräch am Nebentisch.

Zwei Herrschaften, beide älteren Baujahres, haben sich angeregt über die altersbedingt, besonderen Eigenheiten ihrer Körper unterhalten. Na ja, da könnte man glauben, dies sei nichts besonderes.

Doch! Es war ein bisschen besonders. Beim Griechen. Im Restaurant. In einer Stadt im Speckgürtel Wiens. Abends. Bei fast vollem Restaurant. In guter, verständlicher Lautstärke.

Intime, ekelige Details wurden lobenswert ausgelassen, aber die körperlichen Defizite wurden doch fast in allen Details besprochen. Mangel- oder Überschusserscheinungen, von denen ich bisher noch nie etwas gehört habe, kamen ebenso ans Tageslicht, wie Blut- und sonstige Werte.

Seis drum, ich mit Mitte 40 hab auch schon meinen Schaden weg, aber was da noch auf mich zukommen mag? Vor mich hin sinnierend, halb positiv, halb negativ denkend, hab mich dann entschlossen, spontan etwas für meine Gesundheit zu tun!

Ich hab mir ein Desinfektionsmittel bestellt! Die Hände, die Arme, den Körper von Aussen, hab ich ausgelassen. Ich hab das Zeug mal gegen innere Geschichten und Geschichtelchen angewandt.

Ich hab mir einen Ouzo bestellt und sofort gegen die Zukunft gerunken!!

Jamas!

Möge die Zukunft gut verlaufen, die Gegenwart ist besch…en genug!

maschinengewehrartige Unterhaltungen am Morgen, bringt Kümmer und Sorgen!

Finde es total toll, wenn sich eine ganze Truppe weiblicher Menschinen schnatternd und gackernd am frühen Morgen im Hotel beim Frühstück genau neben mich setzt. .. ich liebe diese maschinengewehrartigen Unterhaltungen gackernder, zulackierter möchtegern Prinzessinnen wirklich! !!!
Echt ja!
Und das unbedingt schon am Morgen!!!! ……. gehe jetzt eine Wand töten oder so!

"Samm tadichnall Miiiil peaseee"


Da sind sie wieder! Die Momente im Leben eines Menschen,  der die meiste Zeit unterwegs ist und in Hotels übernachten darf/muss.
Spezielle Erlebnisse versüßen einem da oft den Alltag….

Info:
Ein Hotel in der Steiermark, ein kleiner Ort, einige offenbar wichtige Betriebe mit Kunden aus allen Teilen der Welt.
Diese Kunden schicken Mitarbeiter in diesen Ort um technische Anlagen abzunehmen und in ihre Heimatländer zu verfrachten. Genau in dem Hotel, in dem ich mich hier meist einquartiere, werden diese Techniker, Monteure und Helfer dann auch einquartiert.

Szene 1:
Geschehen vor 2-3 Wochen:
2 offenbar chinesische Techniker, in blütenreine Arbeitsklamotten gekleidet, kommen am Abend ins Restaurant.
Der erste zückt ganz dem billigsten Klischee entsprechend,  einen Fotoapparat und legt los.
Er knippst alles, jeden und schiesst geradezu dauernd Fotos, die er mit unverständlichen Worten kommentiert. (No na, es ist ja ein Chinese)

Szene 2:
Die beiden Chinesen finden nach einer ausgiebigen  Fototour durchs Restaurant endlich einen Tisch und beginnen sich aufgeregt zu unterhalten. Die Kellnedin betritt die Bühne, bietet Speisen und Getränke an. Die asiatischen Wunderkerzen blicken verständnislos durch die Gegend…. Minuten vergehn, die Kellnerin blickt bedröppelt aus der Wäsche,…..  Dann gehts los! Die Show startet! !!!!

Szene 3:
Die nette Dame vom Service beginnt ihr Anliegen erneut vorzutragen! Diesmal jedoch auf Englisch!
Perfekt, wie man es eben in der Schule lernt….
Die beisen Herren aus dem Land der aufgehenden Sonne, sehen sich verständnislos an, versuchen ebenfalls die  englische Konversation und scheitern kĺäglich….

Szene 4:
„Samm tadichnall Miiiil peaseee“ tönt es vom Ersten über den Tisch! Keiner hats verstanden, aber nu ja. „Tlink tadichnall Win“ kommrs vom Zweiten….
Alles schaut, keiner verstehts…..
Irgendwann gehen irgdndwem mal die Licht  an und beginnt, den Kauderwelsch zusammen zu stoppeln.
Die guten Leute hatten versucht, „Some traditional meal please.“ Und „traditional Wine“ zu bestellen. …
Na gut, die Kellnerin hats kappiert, versuchte dann die Karte zu übersetzen.
Kam gut rüber, die beiden Asiaten habens mit Kopfnicken und einigen Fotos bestätigt.

Szene 5:
Was würden sie bestellen? Sie sind in Österreich, in der Steiermark?
Lassen sie sich die Speisekarten durch den  Kopf gehen!
Die Beiden haben sich nach langem Hin und Her doch glatt für je ein Paar Würstl (in Österreih Frankfurter genannt) und je ein Glas Schilcher Wein entschieden….
Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass man das in China als typisch österreichisch ansieht….
Aber: man lernt ja nie aus……

Szene 6:
Die Speisen und Getränke werden serviert.

Szene 7:
Die Jungs aus dem fernen Osten machens uns allen lustig….
Sie greifen zu Messer und Gabel! Na ja, ich wüsste bei einigen Dingen im fernen Ausland auch nicht, wie man sie isst, aber nu ja!
Ein Paar Würstchen mit Messer und Gabel zu essen, ist die eine Sache, aber auch das Semmerl mit Messer und Gabel zu vernichten, ist eine Sache, mit der niemand rechnen würde. Begleitet von vielen Fotos, die die Herrschaften während des Essens geschossen haben, wurde ein Würstchen nach dem anderen seziert, feinsäuberlich seines Lebens beraubt und genüsslich verspeist.
Ein Bild für Götter! Nicht DIE beiden, sondern die anderen Gäste!
Szene 8:
Der erste der beiden Chinawunder greift zum Weinglas! Schilcherwein ist ja nicht jedermanns Sache, aber was den beiden durch den Körper gefahren ist, muss ein Wahnsinn gewesen sein! Beide haben sich schon nach dem ersten Schluck geschüttelt wie es der nasseste Hund nicht hinbekommen würde.
Angeblich „verrry gut“ wie sie bestätigten, kam es aber eher wie eine schmerztechnische Grenzerfahrung für Gaumen und Restkörper rüber. Da sie bereits über mandelförmige Augen vefügten, kam es nicht so gut zur Geltung, dass es den beiden die Augen zu schmalen Schlitzen verzog. Ein Schilcher kann einem ja auch die Falten aus dem Gesicht schiessen!
Szene 9:
Die asiatischen Jungs haben sich nach dem Kulinarikum der speziellen Art – Ein Glas Wein samt Wurtsbegleitung reichte aus – „fleundlich abel helzlich“ vom Acker gemacht und „ihle blütenweisse Albeitskleidung“ richtung Zimmer verfrachtet….
Abschluss:
Aus fernen Ländern nach Österreich zu reisen, kann seltsame Blüten treiben!
Aber nicht vergessen!!! Umgekehrt wirds wohl ebenso sein!!!!

Ein Tiefpunkt, ein echter Sch..

Im Normalfall die Ruhe weg zu haben, ist ja eine echt gute Sache..
Es gibt allerdings Menschen und Gegebenheiten, die nicht dafür gemacht sind, den Tag ruhig und gesittet verlaufen zu lassen.
Ein Mitmensch,  dem man Dinge 2 Stunden intensiv und sehr geduldig erklärt hat, ist im Normalfall dazu in der Lage, das Gehhörte annähernd bei sich zu behalten…
Der Mensch, dem ich heute gegenüber sitzen durfte, hatte dieses Vermögen leider nicht.
Auch die restlichen 8 Stunden waren der Horror!
Keine Ahnung von nix, kein Verständnis für minimalistische Geschäftsabläufe… Nix Null Nada! Und das in seiner eigenen Branche!
Das bringt auch mich irgendwann auf die Palme! Langsam, aber doch!

Ich musste dann irgendwann eine Rauchpause einlegen, eine dringende,  ganz wichtige, intensive, schnelle,  heftige Pause! Icb hätte sonst sicher irgendwann mit Maus und Tastatur zurückgeschossen, oder so…

Aucb ein Mann hat seine Tage! Heute war meiner…..

Tourismus extrem, pervers, oder wie man’s auch immer nennen mag …

Gerade der niederösterreichischen Weingegend (wie bereits mehrfach festgestellt: nix für mich) entfleucht,
darf ich wieder mal bei meinen leidgeprüften Sinnesgenossen, den Bayern weilen.
Bayern intensiv: In einem schönen, (etwas) touristisch angehauchten Ort in Bayern, nahe dem Chiemsee,
habe ich mich einquartiert. Schön, gemütlich, beschaulisch, teils modern, teils dem Brauchtum verpflichtet,
versucht der Ort Bernau am Chiemsee sein Dasein zu fristen.
Ja, versuscht wohlgemerkt!
Wären da nicht sie, die Besucher aus dem Norden der deutschen Republik (oder dem Osten von Österreich – die sind oft auch nicht besser)…
Ich, als fast schon seelenverwandter der deutschen… entschuldigung: bayrischen Kultur rund um Leben, Speis und Trank,
hatte heute wieder die Ehre, mich unter die Genereation „4 Touristen an einem Tisch überschreiten die 360-Jahregrenze“ mischen zu können.
„Och Mensch, die kennen hier sogar Kassler, och ne, och Currywuascht gibbet hier wohl nich, ne!!?!?! ist einer der Aussagen,
bei denen es mir fast das zarte, gerade vom Spieß gerutschte Spanferkel mit samt bayrischem Knedl‘ und dem passenden Weizen-Hopfen-Smoothie,
aus der Nase gejagt hätte.
Mensch Leute, warum muss man als „Generation 98+“ wirklich seinen Mercedes Benz in Gold, samt „ADAC-750-Jahres-Plakette“ aus der (mit reifenschonender Auslegeware verzierten) Garage holen,
durch halb Deutschland gurken, um sich dann im Beisein der „och so schönen Bersche“ eine Currywurst hinter die Dritten zu jagen!
Die „och so jemütliche“ Truppe von Einheimischen, die sich dann für den gemeinen Touri aus dem hohen Norden die Lippen und die Finger fusselig spielt, macht das sicher nicht (mehr) zum Spaß.
Hier ist echtes Durchhaltevermögen und sicher oftmals auch viel Alkohol (ne, kein Klarer oder kein Jägermeister) von nöten.
Schade ist dabei nur, dass sich der normale Mensch, der in dieser Region sein Dasein fristen !möchte!, vom Plastiklederhosentragenden, möchtegernbayrischredenden und och-so-viel-bayrisch-kommunizierenden
Nordlicht in seiner Freiheit und Lebensqualität beeinträchtigt wird. Und ne, das ist kein Tourmismus mehr, das ist schon Leben am Abgrund.
„Ich bin hier Gast“ – sollte die Devise sein.
Aber, liebe Freunde der normalem Lebensweise: bleibt wie Ihr seid, beibts beim Dialekt, bleibts beim „Grias Di“, bleibts beim „Dahoam is Dahoma“ – Der Rest ist Plastik und a riesen Schmafu! -Vielleicht is ned ois so fesch, owa des is es!
Normal bleim, a mid da Könarin amoi an freindligen Drüföla doa, ned oiwi netta da bledi Tourist sei, ned wichtig sei, oafoch amoi schmeestaad sei, griass’n und „Griass‘ Di“ sogn..

Nachtrag: „Nein, die nette Bedienung wird nicht vom örtlichen Fremdenverkehrsamt bezahlt, die läuft sich für einen Hungerlohn, die blöden Meldungen und das Trinkgeld die Haxn wund“

Peng! Geplatzt und aus

Termine, von langer Hand geplant,  gut vorbereitet,  Verträge unterschrieben,  alles passt!

Alles passt? Nix da!

Da stehst um 8:30 beim Kunden auf der Matte, begrüßt höflich die versammelte Geschäftsleitung und bist guter Dinge. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Kunde die Bombe mit einem entspannten Lächeln platzen lässt!

Der Termin wird auf die Minute abgesagt!  Aus, bumm, peng, wuiiii,….

Die lapidare Begründung: ein Formular, in dem es um ein völlig anderes Produkt als das besprochene geht, wurde nicht ausgefüllt!  Eine Art „Vorabbestätigung“ für Themen, die das vertraglich genannte Produkt in dieser Form nicht erfüllen muss und kann!
Aussage Teil 2: Aus diesem Grund konnten wir auch sonst „nichts“ vorbereiten…..  Dieses „Nichts“ wäre nur Equitment gewesen, die der Kunde unabhängig vom Rest so und so gebraucht hätte.

Gelegentlich freut man sich über Tage – dieser und der folgende sind davon auszunehmen!