Fast gestrandet! Erschreckendes an der Autobahnraststation!

Sollten Sie jemals das Vergnügen haben, oder die Notwendigkeit bestehen, bei einer Autobahnraststation Halt zu machen, nehmen Sie sich ein oder zwei Minuten Zeit.
Nicht um zu Pinkeln, sich die Nase zu pudern oder in der Nase zu bohren, sondern sich in aller Ruhe die anderen Leute anzusehen.

Ich habe es getan. Es war erstaunlich. Es war erschreckend und lustig zugleich.

Lustig, da man einige Leute zu sehen bekommt, die eher an einen Wanderzirkus erinnern, als an eine Familie auf Kurzurlaub. Sie finden Geschäftsreisende in mobilen Büros,
LKW-Fahrer, die sich die Beine vetreten um die nächsten 1000KM zu überstehen, etc.

Erschreckend fand ich in diesem einen Fall jedoch ein Pärchen älteren Baujahres.
Beide geschätzt 80 +.

Sie schälten sich völlig fertig aus der, ebenfalls leicht in die Jahre gekommenen Limusine, schafften es gerade noch so, ohne Krücken zu stehen, sahen wirklich fertig aus.

Das Kennzeichen des Wagens verriet, dass die beiden aus einer Stadt kamen, die ca. 150 KM und in diesem Fall vermutlich
3 Std. Fahrzeit entfernt liegt. Der Startpunkt der Reise ist ja nicht das Problem, aber die Fahrt an sich.
Der Fahrer – wie bereits erwähnt – jenseits der 80 Jahre, völlig überfordert mit dem Verkehrsaufkommen auf der Autobahn, gesundheitlich schon leicht beeinträchtigt, angeschlagen
von den sommerlichen Temperaturen. Schweißgebadet, die Klimaanlage wird natürlich nicht verwendet – man könnte sich ja erkälten – steht er gekrümmt neben dem Auto und stöhnt.
Völlig fertig. Völlig fertig von 150km, die man als Jüngerer auf einer einzige Arschbacke abreiten würde.

Völlig fertig, ebenfalls schweißgebadet, die Beifahrerin. Sie steht ebenfalls neben dem Auto. Ein Erfrischungstuch soll es retten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Tüchlein
annähernd helfen kann, aber sie versucht es eben damit.

150km, sommerliche Temperaturen, die Strecke eigentlich nicht anspruchsvoll, ein reisetaugliches Fahrzeug, Klimaanlage, etc. Alles da, nur die Energie lässt eben nach.

Der erschreckende Gedanke, der mir dann noch geschossen ist, war jener: Die Beiden wollen oder müssen ja noch weiterfahren!!! Noch weiter? Die sind ja jetzt schon eine Gefahr für sich selbst!
Andere, ja auch für andere kann das ein Thema werden. Ob die Beiden das auch so sehen?
Ich habe mir dann vorgestellt, wie dieses Duo nochmals 100km schaffen will! Nochmals Kilometer um Kilometer volle Konzentration!

Ob da nicht die Bahn, der Bus oder auch manchmal ein Taxi die bessere Entschedung wäre?
Ich selbst habe in zwischen fast die 45 Jahresmarke erreicht, habe nach einer Strecke von 4-5-600km die Nase voll, möchte da schon mal eine Pause einlegen, muss mich konzentrieren,
lasse mich von der Klimaanlage kaltstellen, schaffe das Ganze aber noch ohne dass mich die Sinne völlig verlassen.

Irgendwann, ich hoffe es dauert noch, wirds aber auch bei mir mal zu Viel werden.
Ich hoffe, ich merke es dann aber, dass es zu Viel wird!
Ich hoffe, ich merke es dann, dass ich es bleiben lassen sollte!
Ich hoffe, ich strande dann nicht ebenfalls halb tot auf an einer Autobahnraststation und muss feststellen, dass es nicht mehr geht.

Warum stehen hier Berge rum????


Berge, sind eine meist feste und starre Form von Gestein. Wie Gestein beschaffen ist, kann Ihnen sicherlich der Geologe Ihres Vertrauens am besten erklären.
Grundlegend ist es aber so, dass diese Dinger – also die Berge – in gewissen Regionen der Erde einfach so rumstehen. Sie stehen da so in der Gegend rum, machen nicht viel, sind durchaus dekorativ, werden für die unterschiedlichsten Dinge touristisch verwendet, haben aber sonst keine besonderen Aufgaben.
Die Landschaft – ohne Berge wäre diese eher flach – gestaltet sich durch eben diese Steingebilde in unterschiedlicher Form. Täler die sich zwischen den Erhebungen befinden (logisch oder). Pässe, teilweise auch Passstraßen, mit denen man Berge der verschiedensten Art überwinden kann, all das gehört irgendwie einfach dazu.
Dekoriert sind diese Berge, Bergketten, Hügel und Erhebungen in den unterschiedlichsten Höhen, mit Bäumen, Büschen, teilweise werden auch Kühe und Schafe dekorativ verteilt. Häuser und ganze Siedlungen wurden auch darauf platziert. Die Menschen, die die Wartung und Pflege der verschiedenen Gebirgs- oder auch Bergformen übernommen haben, müssen ja schließlich auch irgendwo wohnen und leben.
Gerade dieser Wartung und Pflege, veranlasst das Personal gelegentlich auch dazu, Löcher in diese Steinmassive zu treiben. Diese nennt man landläufig „Tunnel“. Diese sind in verschiedenen Längen und Ausführungen erhältlich. Je nach Nutzung, werden diese dunklen Löcher mit elektrischem Licht, blinkenden Leuchten, farbigen Bodenmarkierungen und anderen Dekomaterialien verziert.
Da diese Berglöcher – bitte nicht mit den Löchern im Käse verwechseln – durchaus Arbeit bedeuten, wurden die meisten von Ihnen auch mit Tafeln dekoriert, die eine Zahl zeigen. Diese Zahl ist für Autofahrer gedacht. Sie stellen eine Geschwindigkeit dar, die als Ideal für die Benutzung der Tunnel anzusehen ist. Wenn man sehr viel schneller fahren sollte, werden aus touristischen Gründen teilweise Fotos gemacht, die zu bezahlen sind. Sollte man allerdings um vieles, als die angegebene Zahl fahren, kann es passieren, dass einem einer der anderen Benutzer eine auf die Rübe knallt und dazu etwas hupt! 
Dies ist nicht als traditionelle Handlung ungebildeter Eingeborener anzusehen, sondern als kleine, meist unfreundliche Erinnerung gedacht, damit Sie, werter Berglochbefahrer, nicht einschlafen.
Als weiteres Feature wurden, bedingt durch die schlechte Bewegbarkeit der Gesteinsmassen und/oder Gebirge, diverse Straßen in Kurven zwischen den einzelnen Bergen hindurchgeführt. 
Da man sich bis zum aktuellen Tag leider noch nicht auf eine allgemeine Norm für Kurven und den Landschaftsbau einigen konnte, ist es leider so, dass diese Straßen und Wege unterschiedlich sind und sich nicht an eine korrekte Abfolge halten. Auch die Oberflächengestaltung kann variieren. Mal ist es hellgrauer Teer, mal dunkelgrauer. Auf schmalen Straßen, auch Weg (Mehrzahl „Wege“) genannt, kann es sogar vorkommen, dass der Belag aus Schotter (die stark zerkleinerte Form von Gebirge) besteht. Diese Belagsarten sind jedoch durchaus für Fahrzeuge aller Art tauglich. Auch Fahrzeugbauformen wie Mercedes, Jaguar, BMW, und andere sind seitens der Hersteller dafür ausgelegt, diese schadlos zu befahren. Die Farbe der Fahrzeuge (ja auch die goldenen) ist nicht relevant. Das Fahrzeug fällt nicht auseinander! Glauben sie den lokal ansässigen Bewohnern, sie wissen wovon sie sprechen.
Wie bereits bei den Berglöchern – liebevoll Tunnel genannt – erwähnt, sind auch Straßen (die flachen Bereiche auf denen die Autos und andere motorisierte Dinge (diese Brumm-Brumm-Dinger) unterwegs sind, lustig mit allerlei Zeugs, dass sie sicher aus Ihrem heimischen Umfeld kennen, dekoriert. 
Als Beispiel kann man die Schilder mit den lustigen Zahlen drauf nennen!
Diese Zahlen sind NICHT:
NEIN: Das Mindestalter des Fahrzeuglenkers
            NEIN: Das Tempo, bei denen sich Ihr goldig lackierter Luxusdampfer (das Brumm-Brumm)
                           in seine Einzelteile auflöst und den Marktwert verliert.
            NEIN: Sie bei der Überschreitung dieser Geschwindigkeit einen plötzlichen Hirntod sterben.
            NEIN: Der Abflugswinkel, mit dem Sie aus der Gegend geschossen werden.
            NEIN: Die Geschwindigkeit, mit der Sie direkt in die Hölle fliegen.
            NEIN: Ihr Fahrzeug stirbt NICHT ab diesem Tempo.
Diese Zahlen sind dazu da, die Obergrenze zu bestimmen, mit denen man fahren darf! Ein mutwillges Unterschreiten dieser Geschwindigkeit kann jedoch durchaus schlimme Folgend für Sie und Ihr Fahrzeug haben!!!!
Ihnen drohen schlimme Folgen!: Sie rosten am Boden fest, schlafen ein, erreichen Ihr Pensionsantrittsalter möglichweise bereits im Auto, werden Großvater ohne es zu merken, sterben währen dessen Sie sich langsam fahrend die Gesteinsmassen ansehen, werden vom Blitz erschlagen oder erleiden einen Anschlag auf Leib und Leben durch einen der vielen Menschen, die bereits seit Stunden hinter Ihnen verhungern und Ihnen schon 30x Tripper, Durchfall und einen Motorschaden gewünscht haben.
Sollten Sie sich vor den Kurven, Steigungen oder deren Gegenteil fürchten, kann Ihnen sicherlich Ihr Automobilclub beratend zur Seite stehen! Dieser bietet sicherlich einen Kurs für:       
„Wie fahre ich nen Bersch (Berg) hoch?“
„Wie fahre ich nen Bersch (Berg) runter?“
„Wie mache ich das mit den Kurven?“
Als Zusatzausbildung gibt’s da dann sicher noch den Kurs „Wie mach ich das mit Kurven und Bergen gleichzeitig?“
Diese Kurse können Ihnen sicherlich helfen….
Die gefühlte Enge zwischen den Bergen, ist für Sie erst dann dramatisch, wenn sie auf beiden Ohren gleichzeitig Schrammen haben. Auf Ihr Fahrzeug (das Brumm-Brumm-Ding, dass sie jeden Samstag an der Tanke ablecken) bezogen, bedeutet das, dass erst dann ENG ist, wenn beide Spiegel gleichzeitig deutliche Lackfehler aufweisen oder ganz entfernt wurden. (Diese Fehlteile finden Sie dann meist an den hervorstehenden Bergteilen).
Sollten Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die 30 – 40 Fahrzeuglenker, die schon seit Stunden hinter Ihnen halb fluchend, halb verwesend in Ihren Autos hängen und sich freuen, wenn Sie es sich endlich auf einem Parkplatz gemütlich machen.

März. Abschlussbericht. Danke. Ende.


März! Was war da los?
Eine Woche mit Grippe kreuz und quer durch die Lande gezogen, Kunden besucht, Termine geschupft, die Dienste diverser Apotheken in Anspruch genommen, …..
Die Woche darauf, wurde durch rasselnde Lungenflügel, kratzenden Hals sowie Hustenanfällen deutlich verbessert…..
Der Rest des Monats halb gesund weitergearbeitet.
Warum dann nicht zuhause bleiben?
Ganz einfach! Um ja keinen, der lange geplanten, fix eingeteilten Termine flöten gehen zu lassen. Knapp geplant, fix eingeteilt, muss ja gehen.
Nebenbei noch knappe 2000KM im Auto….
Alternativen?
Optionen?
Failover-Szenario?
Nichts….. Nada….
April? Besser! Zumindest der Anfang….

Der Stoff des Horrors! Oder: Einsichten in die Hintergründe der Menschheit!

Geformt aus Lurex, Spandex, oder wie man diese Strechmaterialien auch immer nennen mag, sind Sie sicher der Liebling so mancher Dame und auch so manchen Fetischisten.
Sie umspannen Körper, schmiegen sich fast nahtlos und auch faltenlos an alle Rundungen des Körpers, lobpreisen die verführerischsten Körper, glänzen in allen nur erdenklichen Mustern und Schattierungen.
Leggings, Jeggings, Yogapants oder wie man diese vorgespannten Kunststoffteile auch bezeichnen mag!

Die Idealvorstellung ist sicher eher die, wie oben beschrieben! Sportlich, elegant, säääääxyyyyyyy, grazil geschmückte Rundungen etc, bla bla…
Die Realität holt die Fantasie dann aber meist schneller runter, als es so manch erotischer Wunschtraum machen könnte.

Bei einem der wenigen Besuche bei meinem Diskonter des Misstrauens habe ich es zuletzt erlebt. Das Wunder der stofffressenden Hinterteile!

 Da spannt sich dieses Material schon völlig selbstlos, ja geradezu todesmutig um die strammen Beine und das Sitzgerät einer Dame, die dem Sportwahn offensichtlich mutwillig und absichtlich widerstrebt, dann gehts los!!!!!
Die Dame bückt sich lasziv zur Haltbarmilch, liebäugelt mit der Biobutter und greift schliesslich zum Topfen…..
Das Alles wäre ja nicht so schlimm, wenn sich nicht zeitgleich das ohnehin schon sehr unentspannte Höschen vollständig dehnen würde! Die Einblicke durch den, zum zerreissen gespannten Stoff werden immer mehr und mehr. Die Hose wird dünner, durchsichtiger, spannt sich noch mehr und gibt alles preis! Wirklich alles!
Die bunt gemusterte Unterwäsche, sämtliche natürlich vorhandene und bereits entstandene Falten, einfach Alles!
Ich wollte eigentlich nur Einkaufen! Mit solch intimen Einblicken geradezu erschlagen zu werden, kenne ich im Normalfall nur von diversen Fachmagazinen, Filmen und Onlineangeboten für Erwachsene!

Habe ich eigentlich schon betont, dass ein solcher Anblick durchaus ein netter sein kann? Verkaufsfördernd ist dieser zwar beim Diskonter nicht, kann aber durchaus nett sein.

In diesem, und auch anderen Fällen, scheint dies eher das Vorzeigen todesmutiger Beinkleidung mit dem letzten, erbärmlichen Rest von Erotik zu sein…..

Meine lieben Damen, es mag zwar praktisch und angenehm sein, sich in diese Strechhosen zu schmeissen, den EInkauf und Alltägliches zu managen, aber bitte denkt auch an eure Mitmenschen! Stellt euch vor, hinter einer solch gekleideten Dame steht ein Kind! Ein Kind in Augenhöhe mit der M… dem A… den L… den F…. dem Ahhhhhhhh……… !  Das kann grausam werden. 

News aus der Welt des alltäglichen Irrsinns

Was gibts Neues? Unbeachtet der Tatsache, dass sich die Welt anscheinend gerade völlig in den Dreck dreht, hat sich auch bei meinen Alltagsgeschichten einiges getan.
Teils Wichtiges, teils Unwichtiges, teils Lustiges, teils völlig verblödetes….

Aber nun ja, so ist es eben!

Von Montags bis Freitags in ganz Österreich unterwegs zu sein, viele Kilometer zu fressen und sich unzählige unbezahlte Stunden um die Ohren zu hauen, ist ein Teil, den man eher als negativ bewerten kann.
> Die Änderungsabsicht wurde bereits kundgetan. Entsprechende Schritte eingeleitet….

Sich mit negativen Auswirkungen herumzuschlagen, die von reinen „Verkäufern“ verursacht werden, denen alles außer ein unterschriebener Vertrag unwichtig ist, gehören ebenfalls zu den negativen Teilen.
Stichwort: „Ich verspreche einem Kunden das Blaue vom Himmel, Details die das Produkt nicht hergibt, Zeiteinteilungen, die vorne und hinten nicht passen, sowie Termine, die bereits anderweitig verplant sind! Aber der Kunde hat unterschrieben! Hinter mir die Sintflut – ich muss es ja nicht ausbaden – bin ja nur der Superverkäufer“
> Der, der das aktuell noch ausbaden darf, ist ebenfalls meine Person…..

„Push or Pull?“  Wie sollte es sein?
Ein Produkt wird ständig weiterentwickelt! Ist so! Ist auch gut so!
Aaaaber! Wenn einem hierzu keine Infos weitergegeben werden, kann man das an der Front nur schwer bis garnicht umsetzen.
„Push“ wäre hier also die passende Methode, Infos an die Front zu bringen! Infos weitergeben, wenn diese verfügbar sind.
„Pull“ ist der faslche Weg! Grund: Man müsste ständig die heiligen Hallen der Entwicklung, der Denker und Dichter besuchen und ebenfalls ständig nachfragen, was es so neues gibt – geht aber nicht, da man ja an der Front die Welt retten soll und Termine schaukeln muss….

> Die Lösung? Nicht in Sicht! Der Mann an der Front soll sich doch bei diversen internen Stellen erkundigen, was es neues gibt…
> Kopf -> Tisch -> Wumms!

Lustiges, hat sich aber auch getan! Nicht viel, aber doch!
Neben einem kleinen Fest im eher familiären Kreis mit netten Leuten und gutem Essen, ergab sich noch eine wirklich bemerkenswerte Situation bei einem Kunden.
Die Dame des Hauses, genannt „die Chefin“ war am Ende meiner erbrachten Dienstleistung so nett, mich mit Trinkgeld zu würdigen! Coole Sache, hat man nicht mehr sehr oft, aaaaber ……
Die nette Dame stand nicht nur mit dem Trinkgeld vor mir, sondern auch noch einem Beleg eines „Kassenausgangs“ mit dem Buchungstext „Trinkgeld xxxxxx“! Ich durfte doch tatsächlich den offiziell verbuchten Erhalt des Trinkgeldes selbst unterschreiben!
> Dieses Ereignis würde ich doch eher als „völlig ungewöhnlich“ verbuchen…. 

Was war sonst so los…..
Der Schnee schmilzt, ……..  Aufregenderes war in den letzten Tagen nicht los…..

Geriatrisch orthopädische Hauptspeise samt flüssiger Lösung

Was klingt wie eine ausgefallene oder sogar exotische Speise, angerreichert mit besonderen Zutaten, gekrönt mit Gewürzen aus dem Orient, war leider nur ein Gespräch am Nebentisch.

Zwei Herrschaften, beide älteren Baujahres, haben sich angeregt über die altersbedingt, besonderen Eigenheiten ihrer Körper unterhalten. Na ja, da könnte man glauben, dies sei nichts besonderes.

Doch! Es war ein bisschen besonders. Beim Griechen. Im Restaurant. In einer Stadt im Speckgürtel Wiens. Abends. Bei fast vollem Restaurant. In guter, verständlicher Lautstärke.

Intime, ekelige Details wurden lobenswert ausgelassen, aber die körperlichen Defizite wurden doch fast in allen Details besprochen. Mangel- oder Überschusserscheinungen, von denen ich bisher noch nie etwas gehört habe, kamen ebenso ans Tageslicht, wie Blut- und sonstige Werte.

Seis drum, ich mit Mitte 40 hab auch schon meinen Schaden weg, aber was da noch auf mich zukommen mag? Vor mich hin sinnierend, halb positiv, halb negativ denkend, hab mich dann entschlossen, spontan etwas für meine Gesundheit zu tun!

Ich hab mir ein Desinfektionsmittel bestellt! Die Hände, die Arme, den Körper von Aussen, hab ich ausgelassen. Ich hab das Zeug mal gegen innere Geschichten und Geschichtelchen angewandt.

Ich hab mir einen Ouzo bestellt und sofort gegen die Zukunft gerunken!!

Jamas!

Möge die Zukunft gut verlaufen, die Gegenwart ist besch…en genug!

maschinengewehrartige Unterhaltungen am Morgen, bringt Kümmer und Sorgen!

Finde es total toll, wenn sich eine ganze Truppe weiblicher Menschinen schnatternd und gackernd am frühen Morgen im Hotel beim Frühstück genau neben mich setzt. .. ich liebe diese maschinengewehrartigen Unterhaltungen gackernder, zulackierter möchtegern Prinzessinnen wirklich! !!!
Echt ja!
Und das unbedingt schon am Morgen!!!! ……. gehe jetzt eine Wand töten oder so!

"Samm tadichnall Miiiil peaseee"


Da sind sie wieder! Die Momente im Leben eines Menschen,  der die meiste Zeit unterwegs ist und in Hotels übernachten darf/muss.
Spezielle Erlebnisse versüßen einem da oft den Alltag….

Info:
Ein Hotel in der Steiermark, ein kleiner Ort, einige offenbar wichtige Betriebe mit Kunden aus allen Teilen der Welt.
Diese Kunden schicken Mitarbeiter in diesen Ort um technische Anlagen abzunehmen und in ihre Heimatländer zu verfrachten. Genau in dem Hotel, in dem ich mich hier meist einquartiere, werden diese Techniker, Monteure und Helfer dann auch einquartiert.

Szene 1:
Geschehen vor 2-3 Wochen:
2 offenbar chinesische Techniker, in blütenreine Arbeitsklamotten gekleidet, kommen am Abend ins Restaurant.
Der erste zückt ganz dem billigsten Klischee entsprechend,  einen Fotoapparat und legt los.
Er knippst alles, jeden und schiesst geradezu dauernd Fotos, die er mit unverständlichen Worten kommentiert. (No na, es ist ja ein Chinese)

Szene 2:
Die beiden Chinesen finden nach einer ausgiebigen  Fototour durchs Restaurant endlich einen Tisch und beginnen sich aufgeregt zu unterhalten. Die Kellnedin betritt die Bühne, bietet Speisen und Getränke an. Die asiatischen Wunderkerzen blicken verständnislos durch die Gegend…. Minuten vergehn, die Kellnerin blickt bedröppelt aus der Wäsche,…..  Dann gehts los! Die Show startet! !!!!

Szene 3:
Die nette Dame vom Service beginnt ihr Anliegen erneut vorzutragen! Diesmal jedoch auf Englisch!
Perfekt, wie man es eben in der Schule lernt….
Die beisen Herren aus dem Land der aufgehenden Sonne, sehen sich verständnislos an, versuchen ebenfalls die  englische Konversation und scheitern kĺäglich….

Szene 4:
„Samm tadichnall Miiiil peaseee“ tönt es vom Ersten über den Tisch! Keiner hats verstanden, aber nu ja. „Tlink tadichnall Win“ kommrs vom Zweiten….
Alles schaut, keiner verstehts…..
Irgendwann gehen irgdndwem mal die Licht  an und beginnt, den Kauderwelsch zusammen zu stoppeln.
Die guten Leute hatten versucht, „Some traditional meal please.“ Und „traditional Wine“ zu bestellen. …
Na gut, die Kellnerin hats kappiert, versuchte dann die Karte zu übersetzen.
Kam gut rüber, die beiden Asiaten habens mit Kopfnicken und einigen Fotos bestätigt.

Szene 5:
Was würden sie bestellen? Sie sind in Österreich, in der Steiermark?
Lassen sie sich die Speisekarten durch den  Kopf gehen!
Die Beiden haben sich nach langem Hin und Her doch glatt für je ein Paar Würstl (in Österreih Frankfurter genannt) und je ein Glas Schilcher Wein entschieden….
Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass man das in China als typisch österreichisch ansieht….
Aber: man lernt ja nie aus……

Szene 6:
Die Speisen und Getränke werden serviert.

Szene 7:
Die Jungs aus dem fernen Osten machens uns allen lustig….
Sie greifen zu Messer und Gabel! Na ja, ich wüsste bei einigen Dingen im fernen Ausland auch nicht, wie man sie isst, aber nu ja!
Ein Paar Würstchen mit Messer und Gabel zu essen, ist die eine Sache, aber auch das Semmerl mit Messer und Gabel zu vernichten, ist eine Sache, mit der niemand rechnen würde. Begleitet von vielen Fotos, die die Herrschaften während des Essens geschossen haben, wurde ein Würstchen nach dem anderen seziert, feinsäuberlich seines Lebens beraubt und genüsslich verspeist.
Ein Bild für Götter! Nicht DIE beiden, sondern die anderen Gäste!
Szene 8:
Der erste der beiden Chinawunder greift zum Weinglas! Schilcherwein ist ja nicht jedermanns Sache, aber was den beiden durch den Körper gefahren ist, muss ein Wahnsinn gewesen sein! Beide haben sich schon nach dem ersten Schluck geschüttelt wie es der nasseste Hund nicht hinbekommen würde.
Angeblich „verrry gut“ wie sie bestätigten, kam es aber eher wie eine schmerztechnische Grenzerfahrung für Gaumen und Restkörper rüber. Da sie bereits über mandelförmige Augen vefügten, kam es nicht so gut zur Geltung, dass es den beiden die Augen zu schmalen Schlitzen verzog. Ein Schilcher kann einem ja auch die Falten aus dem Gesicht schiessen!
Szene 9:
Die asiatischen Jungs haben sich nach dem Kulinarikum der speziellen Art – Ein Glas Wein samt Wurtsbegleitung reichte aus – „fleundlich abel helzlich“ vom Acker gemacht und „ihle blütenweisse Albeitskleidung“ richtung Zimmer verfrachtet….
Abschluss:
Aus fernen Ländern nach Österreich zu reisen, kann seltsame Blüten treiben!
Aber nicht vergessen!!! Umgekehrt wirds wohl ebenso sein!!!!