Ein Tiefpunkt, ein echter Sch..

Im Normalfall die Ruhe weg zu haben, ist ja eine echt gute Sache..
Es gibt allerdings Menschen und Gegebenheiten, die nicht dafür gemacht sind, den Tag ruhig und gesittet verlaufen zu lassen.
Ein Mitmensch,  dem man Dinge 2 Stunden intensiv und sehr geduldig erklärt hat, ist im Normalfall dazu in der Lage, das Gehhörte annähernd bei sich zu behalten…
Der Mensch, dem ich heute gegenüber sitzen durfte, hatte dieses Vermögen leider nicht.
Auch die restlichen 8 Stunden waren der Horror!
Keine Ahnung von nix, kein Verständnis für minimalistische Geschäftsabläufe… Nix Null Nada! Und das in seiner eigenen Branche!
Das bringt auch mich irgendwann auf die Palme! Langsam, aber doch!

Ich musste dann irgendwann eine Rauchpause einlegen, eine dringende,  ganz wichtige, intensive, schnelle,  heftige Pause! Icb hätte sonst sicher irgendwann mit Maus und Tastatur zurückgeschossen, oder so…

Aucb ein Mann hat seine Tage! Heute war meiner…..

Tourismus extrem, pervers, oder wie man’s auch immer nennen mag …

Gerade der niederösterreichischen Weingegend (wie bereits mehrfach festgestellt: nix für mich) entfleucht,
darf ich wieder mal bei meinen leidgeprüften Sinnesgenossen, den Bayern weilen.
Bayern intensiv: In einem schönen, (etwas) touristisch angehauchten Ort in Bayern, nahe dem Chiemsee,
habe ich mich einquartiert. Schön, gemütlich, beschaulisch, teils modern, teils dem Brauchtum verpflichtet,
versucht der Ort Bernau am Chiemsee sein Dasein zu fristen.
Ja, versuscht wohlgemerkt!
Wären da nicht sie, die Besucher aus dem Norden der deutschen Republik (oder dem Osten von Österreich – die sind oft auch nicht besser)…
Ich, als fast schon seelenverwandter der deutschen… entschuldigung: bayrischen Kultur rund um Leben, Speis und Trank,
hatte heute wieder die Ehre, mich unter die Genereation „4 Touristen an einem Tisch überschreiten die 360-Jahregrenze“ mischen zu können.
„Och Mensch, die kennen hier sogar Kassler, och ne, och Currywuascht gibbet hier wohl nich, ne!!?!?! ist einer der Aussagen,
bei denen es mir fast das zarte, gerade vom Spieß gerutschte Spanferkel mit samt bayrischem Knedl‘ und dem passenden Weizen-Hopfen-Smoothie,
aus der Nase gejagt hätte.
Mensch Leute, warum muss man als „Generation 98+“ wirklich seinen Mercedes Benz in Gold, samt „ADAC-750-Jahres-Plakette“ aus der (mit reifenschonender Auslegeware verzierten) Garage holen,
durch halb Deutschland gurken, um sich dann im Beisein der „och so schönen Bersche“ eine Currywurst hinter die Dritten zu jagen!
Die „och so jemütliche“ Truppe von Einheimischen, die sich dann für den gemeinen Touri aus dem hohen Norden die Lippen und die Finger fusselig spielt, macht das sicher nicht (mehr) zum Spaß.
Hier ist echtes Durchhaltevermögen und sicher oftmals auch viel Alkohol (ne, kein Klarer oder kein Jägermeister) von nöten.
Schade ist dabei nur, dass sich der normale Mensch, der in dieser Region sein Dasein fristen !möchte!, vom Plastiklederhosentragenden, möchtegernbayrischredenden und och-so-viel-bayrisch-kommunizierenden
Nordlicht in seiner Freiheit und Lebensqualität beeinträchtigt wird. Und ne, das ist kein Tourmismus mehr, das ist schon Leben am Abgrund.
„Ich bin hier Gast“ – sollte die Devise sein.
Aber, liebe Freunde der normalem Lebensweise: bleibt wie Ihr seid, beibts beim Dialekt, bleibts beim „Grias Di“, bleibts beim „Dahoam is Dahoma“ – Der Rest ist Plastik und a riesen Schmafu! -Vielleicht is ned ois so fesch, owa des is es!
Normal bleim, a mid da Könarin amoi an freindligen Drüföla doa, ned oiwi netta da bledi Tourist sei, ned wichtig sei, oafoch amoi schmeestaad sei, griass’n und „Griass‘ Di“ sogn..

Nachtrag: „Nein, die nette Bedienung wird nicht vom örtlichen Fremdenverkehrsamt bezahlt, die läuft sich für einen Hungerlohn, die blöden Meldungen und das Trinkgeld die Haxn wund“

Peng! Geplatzt und aus

Termine, von langer Hand geplant,  gut vorbereitet,  Verträge unterschrieben,  alles passt!

Alles passt? Nix da!

Da stehst um 8:30 beim Kunden auf der Matte, begrüßt höflich die versammelte Geschäftsleitung und bist guter Dinge. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Kunde die Bombe mit einem entspannten Lächeln platzen lässt!

Der Termin wird auf die Minute abgesagt!  Aus, bumm, peng, wuiiii,….

Die lapidare Begründung: ein Formular, in dem es um ein völlig anderes Produkt als das besprochene geht, wurde nicht ausgefüllt!  Eine Art „Vorabbestätigung“ für Themen, die das vertraglich genannte Produkt in dieser Form nicht erfüllen muss und kann!
Aussage Teil 2: Aus diesem Grund konnten wir auch sonst „nichts“ vorbereiten…..  Dieses „Nichts“ wäre nur Equitment gewesen, die der Kunde unabhängig vom Rest so und so gebraucht hätte.

Gelegentlich freut man sich über Tage – dieser und der folgende sind davon auszunehmen!

Übernachten "Spezial"

Gerade wenn man viel unterwegs ist, kann einem ein vernünftiges, gemütliches, bezahlbares, aber auch manchmal ein „besonderes“ Hotel den Tag oder die Tour retten.
Ob klein, ob groß, die meisten Hotels sind durchaus annehmbar, nett eingerichtete Zimmer, sind sich aber ziemlich ähnlich. Gerade da fällt einem ein Haus auf, das aus dieser Linie ausbricht und mit Besonderem glänzt.
Den Geschmack des Betrachters bzw. des Hotelgastes muss es natürlich treffen 🙂

Eines dieser besagten, etwas „anderen“ Hotels habe ich diese Woche erwischt:



der Spiegel über dem Bett….

Sollten Sie jetzt an einen Bezirk mit roten Laternen oder Zimmern, die man stundenweise mieten kann, denken, NEIN, Sie liegen falsch!
Es handelt sich hier um ein ganz normales Hotel , das offenbar gerne aufgrund genau dieses Stils gebucht wird. Der Preis ist ebenfalls durchaus annehmbar und wird tatsächlich mit Frühstück, jedoch ohne Damenbegleitung verbucht 🙂

Es gibt einfach Häuser, die gewollt aus der Masse der „normalen“ Hotel herausstechen wollen und offenbar auch können.

Auf Tour: Das dritte Haus am Platz

Die Arten gastronomischer Vielfalt:

Der Dorfwirt, der Kirchenwirt und das dritte Haus am Platz…
Eine Geschichte, wie es fast jedes Dorf und jede Stadt schreibt.

Der Dorfwirt: Ehrlich, gerade, pur und gemütlich.
Der Kirchenwirt: direkt an der Bimmelanstalt für Gläubige gelegen, ebenfalls geradlinig, bodenständig, etwa altbacken gestrickt, aber gut und ok.

Dann kommt es, das dritte Haus am Platz: Abgehoben, stylisch, etwas daneben, weltmännisch (natürlich auch weltfräuisch – oder wie man das gendertechnisch auch immer scheiben mag) und etwas speziell. Die Portionen kleiner als bei den beiden anderen, die Tischtücher schöner, die Bedienungen gestylter, die Teller größer, die Portionen kleiner, die Preise dafür etwas abgeobenener, aaaaber: Die Hütte brummt, weil alle Voll….. ähm, weil die ganze Dorfprominenz sich dem gehobenen Stil hingeben muss um dort das Gummihuhn auf Schäumchen und Cremchen und Saucelchen auf hooohem Niveu zu verspeisen…… Die Meisten kennen sicherlich einen überfahrenen Hahn nicht von einer malträtierten Henne auseinander, aber wenn’s Teller groß und die Portion klein und die Rechnung hoch ist, muss man sich das halt eben geben.

Mahlzeit und verschlucken Sie sich nicht an Ihrem Spargelbrusthuhn auf Schäumchen vom schaumschlagenden Möchtegernkoch aus den höchsten Kreisen der Dampfgarkönner und Schäumchenschläger.
Es muss zwar nicht immer ein halbes Schwein aus der heißen Fettbratanstalt sein, aber das Schäumchen-Häubchen-Saucenwesen ist eigentlich auch keinen wirklichen Flöööt besser – nur eben teurer….

Der Auftritt des Restspermaverwerters

Peter on Tour:
Nächste Stadt, nächstes Hotel, nächstes Restaurant…..
Die Show beginnt!
Der geleckte, protzig gekleidete Mit60er reißt die Tür des Restaurantes auf, begrüßt lautstark den italienischen Kellner, und schwafelt etwas von „gelungenem Desing“… Desing genau so gesprochen, wie hier geschrieben – das ing am Ende noch überbetont!!!

Teil 2 der Show, ist die Oberweiten-getunte Billigleuchte, die sich mangels Stoff nur mühsam richtung Tisch schiebt. Das Blüschen knapp, das Röckchen ultrakurz, die Mähne blond bis aufs Gehirn, die Stiefelchen hoch, die Lippen (die im Gesicht) knallrot…. 
Ein Traum für all jene, die auf Rotlichtschwalben aus der dritten Reihe am Bahnhof stehen…

Teil 3 der Show: Das kleine, völlig unerzogene kleine, plärrende Kind, das der alte, wiederliche Restspermaverwerter noch in die Welt setzen musste. Blondchen-Doof brüstet sich mit Kenntnissen in italienisch… Bei Fiat, Ferrari, Pizza und Spaghetti dürfte allerdings Ende sein!


Teil 4 der Show: Das Trio infernale beginnt zu bestellen.
Schampus muss her! Aber bitte den rose‘ in süüüüüss un davon eine Flasche… aber bitte die billigste!
Bis heute kannte ich folgende Speisen noch nicht: Tortinis, Pissa Moaaar (vermute Pizza al Mare), Krembrüll, … es folgten noch einige Besonderheiten mehr!


Ich musste dann das Lokal verlassen. Vermutlich hätte ich sonst noch lauter gelacht, als manch anderer Gast… 


Ach nein, ein einsamer älterer Herr hatte das „Vergnügen“ am Tisch gegenüber der illustren Runde zu sitzen : ich nehme an, er Träumt diese Nacht vom Milchdrüsen und Stringtangas durchblondierter Billigdamen!