Chemische Systemgastronomie mit goldenem M

Dienstag Morgens. Früh raus aus den Federn. Ab geht’s auf die Straße. Diverse Termine rufen.

Kein Frühstück, nur ein Kaffee.

2 Stunden später: ich bin völlig unterkoffeiniert, habe Hunger.

Da kommt mir ein großes, goldgelbes M vor die Nase. „Hm, die haben doch auch Frühstück “ so mein Gedanke. Vollbremsung, runter von der Autobahn, rein in die gute Stube des amerikanischen Traumes aller Dickarsch-Börger-Fresser.

Bestellung laut Bild: Frühstück total mit 2 Kornspitt und einem 0,3er Kübel Kaffee.

Bestellung sitzt! Hab’s System durchblickt!

Lieferung an den Tisch! Nicht schlecht, wusste ich noch nicht, dass diese M-Jünger auch hinter dem Tresen hervorkriechen.

Ich habe das Zeug innerhalb weniger Minuten am Tisch.

Die Optik erinnert eher an eine Fastenspeise aus Guantanamo! Wenn das Auge wirklich mitessen sollte, wären mir augenblicklich die Tränen gekommen.

Eine Schachtel verbirgt die Klebefleisch-Schinkenwurst, weitere auch eine gelbe Masse, die stark an altes Silikon erinnert, jedoch als Käse bezeichnet wird. Die beiden Kornspitze schämen sich auf dem Tablet ebenso wie der Butter, der zumindest von einer bekannten Molkerei verbrochen wurde.

Das braune Gesoff, das in eben genannter 0,3 Liter Version in einem Pappeimer serviert wurde, schmeckte, als hätte man dem Nachbarhund den Hinter gewaschen. Braun, aber bäääh.

Resümee: Das war mein erstes und letztes Frühstück bei Mäc Kotz.

Ich glaub, ich versteh die Idee hinter dem produzieren derartiger chemischer Abfälle einfach nicht….