Träumen, träumen vom Meer

Klippen, Sonne, Meer.
Die kleinen Wellen produzieren ein leises, gleichmäßiges Geräusch, wenn sie auf die kleinen Felsen treffen. Eine kleine Leiter führt hinunter zum Wasser. Vielleicht einen Meter, nicht mehr.
Die Sonne scheint hell, wärmt die Haut, liefert Behaglichkeit und ein tolles Gefühl.

Ruhe. Ausser dem leisen Rauschen des Meeres, ist nichts zu hören.

Der Blick nach links und rechts, zeigt nur den felsigen Strand. Keine Menschen. Niemand ist zu sehen. Niemand ist zu hören. Nichts. Ruhe.

Der Blick aufs Meer. Alles glitzert. Jede einzelne Welle glänzt als wäre sie versilbert. Keine Insel, kein Schiff, kein Fischerboot, nichts stört den Blick auf die Weite. Nichts ist zu sehen. Nichts außer Weite. Der Horizont. Mehr ist nicht zu sehen.

Es ist ruhig.

Nichts drängt sich ins Gehirn, kein Gedanke, kein Streß, kein Alltag, keine Sorgen. Nichts.

Es ist ruhig.

Der eine Stein ist wie gemacht um sich auszuruhen. Wie ein perfekt geformter Sitzplatz liegt er da. Die kleinen Krebse laufen zwischen dem Sitzplatz und der Wasseroberfläche herum, verstecken sich immer wieder in den Klüften der Felsen.

Leises Rauschen. Ganz leise.

Es ist ruhig.

Nichts drängt sich ins Gehirn, kein Gedanke, kein Streß, kein Alltag, keine Sorgen. Nichts.

Es ist ruhig. Es ist so unglaublich ruhig.

Der Kopf ist frei, das Denken hat aufgehört. Das Denken ist zur Ruhe gekommen.

Träumen, träumen vom Meer.

Ein Brief an sich selbst?

Wie muss es sein, sich selbst einen Brief zu schicken? Einen ganz speziellen? Sich darin selbst zu fragen, was so passiert sei, was alles geklappt oder eben nicht geklappt hat, sich mit sich selbst zu unterhalten.

Sieht man aus der Ferne Dinge anders? Nimmt man sich dann wirklich aus den Dingen heraus? Klappt das überhaupt?

Wenn ja, kann eigentlich nur die Zeit eine bestimmte Rolle dabei spielen!

Man schreibt sich selbst einen Brief in die Zukunft. Das müsste doch klappen? Schreiben, absenden, vergessen, irgendwann den Brief dann an sich selbst adressiert wieder erhalten. So in 10-20 Jahren.

Lebt man dann noch? Kann man dann noch lesen? Kann man den Brief dann noch verstehen, ihn halten, ihn öffnen? Fragt man sich dann, was man damals wollte?

Fragen aus einer anderen Zeit? Aus „vor 30 Jahren“? Fragt man sich beim lesen, welcher Vollidiot das damals war? Wie klug der Typ damals war?

Die Post würde sicher daber helfen! Man liest doch öfter mal, dass Briefe erst nach 50 Jahren oder so erst zugestellt werden.

Interessanter Gedanke! Komischer Gedanke!

Will man sich dann eigentlich noch mit sich selbst unterhalten? Sich selbst lesen? Sich erinnern?

Zurück in die Zukunft? Wirklich? Schön? Keine Ahnung, aber der Gedanke ist interessant.
Man könnte einen Blogeintrag so steuern, dass er erst in 50 Jahren erscheint. Wen man schon lange verstorben ist. Schon lange sabbernd im Pflegeheim haust und sich täglich vollschei… Ach lassen wir das.

Was würde man denken? Würde man sich verfluchen für gewisse Aktionen? Würde man sich loben, wie toll man nicht alles geschafft hat?

Keine Ahnung, aber der Gedanke ist interessant.

Schöner wirds nicht! Kopfkino reloaded.

Angesprochen auf den Beitrag mit dem Kopfkino, hab ich mir mal Gedanken für Ablenkungsmanöver gemacht. Da gehts dann erst recht rund. Weiterlesen „Schöner wirds nicht! Kopfkino reloaded.“

Der leise pfeifende, seine Runden drehende bunte Hund, den alle kannten.

Leise pfeifend, langsam und auf einen Stock gestützt, drehte er täglich seine Runden durch den Ort.
Bekannt wie ein bunter Hund, lautet eine ortsübliche Formulierung. Jeder kennt ihn, wusste wer er war, kannte ihn, schätze ihn.

Ein Leben wie aus einem Buch. Kein bedeutendes Werk, keine Großauflage, aber ein Buch, das ein Leben beschreibt.
Aus einfachen Verhältnissen stammend, gerade gestrickt, geradlienig, sein Leben lang Arbeiter, Familienvater.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Weiterlesen „Der leise pfeifende, seine Runden drehende bunte Hund, den alle kannten.“

Das Garagentor als Blick in die Vergangenheit …

Da stand ich. Diese braune Blechtür. In deren Mitte ein runder, schwarzer Knopf mit einem Schlüsselloch in der Mitte. Ausgebleicht von vielen Jahren Sonne, bearbeitet
von Wind und Wetter. Ich fummle mit dem Schlüssel rum, schaffe es das Schloss zu öffnen. Alles klemmt irgendwie. Links oben ans Tor gedrückt, gewackelt, gedruckt, und
schon ging es quietschend auf.
Ich kam mir vor, als würde ein Museum aufsperren. Ein sehr sehr kleines Museum, aber immerhin. Spinnweben hingen vom Tor, der Staub hing in der Luft.
Eigentlich wollte ich jetzt so stehenbleiben, mir dieses Bild ansehen, es mir einprägen, aber einerseits kannte ich das, was ich da sah, schon ca 40 Jahre sehr gut, andererseits
regnete es zu stark um da blöd vor einer Garage stehenbleiben zu wollen.

Ein Schritt und ich war im Trockenen, aber auch in der Vergangenheit. Weiterlesen „Das Garagentor als Blick in die Vergangenheit …“