Tag 14 – abgelenkt aber gut informiert

Abgelenkt durch wirklich viel Arbeit, vergeht der Tag sehr schnell. Abends jedoch, ist das dringende Bedürfnis, bei meiner Frau zu sein wieder sehr groß.

Es ist mir bewusst, dass ich nicht helfen kann, aber trotzdem. Es ist schwer. Ich hoffe für sie nicht so sehr.

Die Behandlung hat begonnen. Ich möchte sie unterstützen, so wie sie es schon so oft für mich getan hat. Aber es geht noch nicht.

Die Familie hält mich auf dem Laufenden. Dafür bin ich allen sehr dankbar. Sie können auch nur unterstützen, in diesem unwichtigen Bereich, eben mich.

Ich habe Angst. Aber das liest man sicher schon zwischen den Zeilen.

Hoffnung hab ich noch.

Denn:

Die Hoffnung stirbt zuletzt

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Tag 7

Die Verlegung in den nächsten Fachbereich konnte erfolgen. Meine mir Anvertraute war gesundheitlich stabil genug. Gutes Zeichen? Ja, irgendwie schon.

Aber!
Jetzt gehts wieder los mit den Untersuchungen… Jeder Fachbereich will etwas Anderes oder Besonderes sehen. Verständlich, wenn mans so nimmt, aber auch anstrengend…

Fragen, Fragen, immer wieder alles nochmals erklären, erzählen, berichten. Auch irgendwie belastend. Andererseits möchte keiner auch nur das Kleinste übersehen oder überhören. Man hilft mit wo man nur kann.

Das Krankenhauspersonal kommt sehr angenehm für Patient sowie dem Angehörigen rüber. Das beruhigt und gibt Kraft. Das Thema Hoffnung lasse ich jetzt mal lieber unerwähnt.

Morgen Früh gehts weiter mit dem Unteruchungsmarathon.

Obs Aufwärts geht, kann ich wirklich nicht sagen. Abwärts kommts mir zumindest (heute) nicht vor. (Mit solchen Aussagen muss man vorsichtig sein)

Ich hoffe nur, daß nicht der Krebs oder seine Ableger in der Zwischenzeit keine dramatischen Fortschritte machen. Hier zählt jeder Tag…

Als Überbringer der schlechten Nachricht, bin im Kreise der Familie und der Verwandten momentan ein heißbegehrter Mensch. Einerseits soll/kann ich alle auf dem Laufenden halten, andererseits bekomme ich Hilfsangebote aus allen Ecken und Enden.
Mich freut das sehr, obwohl ich Abends und in den momentan kurzen Nächten wirklich gerne mit mir und meinen Gedanken alleine bin. Vielleicht bin ich da etwas eigen, aber ich bin eben so…

Auch wenn ich es momentan immer wieder wiederhole:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!