Spürt man es? Eigenartige Fragen…

Ich frage mich seit geraumer Zeit sehr, wirklich sehr eigenartige Fragen. Sie tauchen immer wieder auf, machen sich breit, drängen sich geradezu in meine verschrobenen Gehirnwindungen und fressen, vermutlich sinnlos, Denkleistung von mir.

Was wäre wenn? Was wäre wenn ich es spüren würde, dass etwas nicht stimmt mit meinem Körper? Hätte ich die Angst, dass es Krebs sein könnte? Was würde ich machen, wenn sich diese Angst bestätigen würde? Würde ich es verdrängen? Würde ich es überhaupt merken? Kann man es überhaupt spüren? Kann man es erahnen?

Ich rede nicht davon, einen Knoten im Körper zu ertasten, ich rede davon, dass einen das Gefühl verfolgt, es könnte dort oder da etwas sein…

Hypochondrisch angehaucht bin ich sicher nicht! Eine Phobie vor Ärzten hab ich (bis auf den Zahnarzt) auch nicht. Ich möchte das nur mal so betont haben! Hier und Jetzt!

Es geht mir nur um diese blöden Fragen! Warum ich mir diese stelle?
Gute Frage, nächste Frage!

Ein guter Freund, der sich inzwischen leider auch schon länger dem Krebs ergeben musste, hatte es gespürt. Irgendwie, auf seine eigene Art und Weise, hatte er es gespürt.

Er hat es verdrängt. Nur wenige Freunde wussten, dass er etwas spürte. Er verdrängte es. Lange. Sehr lange. So lange, bis eine Behandlung zwar noch versucht, aber leider erfolglos war.

Angst? Gewissheit, so und so zu verlieren? Feigheit? Oder ist es Mut, der diesen Schritt ausgelöst hat? Ich habe keine Ahnung.

Ich werde – ich hoffe zumindest inständig – diese Fragen nicht beantworten müssen.

Zusatz:
Als Angehöriger beschäftigt man sich im Normalfall sehr viel mit dem Thema Krebs und seinen Auswirkungen. Auch solche Gedanken treten hierbei zu tage. Nicht wundern…..
Werbeanzeigen

Die nächsten Schritte

Die nächsten Schritte sind geplant. Soweit möglich.

Der 16.August ist wieder einer dieser Punkte.
Große Kontrolle.
Blutwerte, Röntgen, Computertomographie, das volle Programm.
Wenn das alles passt, geht die Immuntherapie weiter.
Sollte alles ganz ganz gut laufen, möchten die Ärzte auch mit der Chemotherapie weitermachen.
Sie möchten….

Bis dahin?
Warten, hoffen, erholen, leben,…

Was möchte bzw will man machen? Was ist/wird wichtig?

Irgendwann fragt man sich nach den eigenen Zielen, die man erreichen will. Nein, ich meine nicht die Karriere, sondern die Ziele, die irgendwann übrig bleiben.
Was möchte, was soll, was will man unbedingt noch machen?

Das Sollen fällt schnell mal aus! Kein Mensch kann einem ab einem gewissen Zeitpunkt mehr Dinge vorschreiben!
Es wird einfach zu unwichtig! Vieles wird unwichtig!
Das Wollen und das Möchten rutscht in den Vordergrund! Weiterlesen „Was möchte bzw will man machen? Was ist/wird wichtig?“

Tag 400 Müde

Müde.
Müde vom körperlichen her. Nicht vom Leben. Nicht vom Geist.
Der Körper holt sich seine Erholung, seine Pausen, all das, was er braucht.
Er legt sich hin, lässt einen schlafen. Ruhen, Pause machen.
Er lässt nicht mehr so viel zu, wie es noch vor x Tagen, Wochen oder Monaten war.
Er holt sich, was er braucht, kann nicht mehr so, wie er oder man selbst möchte. Weiterlesen „Tag 400 Müde“

Tag 391 – 399 Alles holpert und stolpert so dahin….

Die schlechten Nachrichten halten sich aktuell im Rahmen.
Bekannte Dinge wie, schlechte Blutwerte, schlechte Chancen auf weitere Chemotherapieen, die endgültige Absage des diesjährigen Sommerurlaubes, die andauernde Müdigkeit, etc. sind da und hinzunehmen.
Sie sind so. Sie sind da. Weiterlesen „Tag 391 – 399 Alles holpert und stolpert so dahin….“

Warum ist die Banane krumm?

Den Sinn mancher Dinge zu hinterfragen, sich dann auch noch irgendwie das Beste daraus zu ziehen und so weiter, mag oft gelingen.

Oft, aber nicht immer! Weiterlesen „Warum ist die Banane krumm?“