Tag 63 – Organisieren, planen, machen, tun,…

Montag, mein letzter Urlaubstag.
Ab zum Arzt, Medikamente besorgen, Transport ins Krankenhaus planen, Apotheke, kochen, die kommende Arbeitswoche planen und vorbereiten, helfen, rasten, essen, ….

Der Kopf ist voll. Wieder.
Klappt der morgige Tag? Klappt der Transport am Mittwoch ins Krankenhaus? Ich bin bis Donnerstag Abend nicht da. Kommt der geplante Besuch morgen Nachmittag?
Vielleich sind die Gedanken und Sorgen völlig übertrieben, aber sie sind da.

Was ist, wenn es wieder so ein Tag wie letzten Donnerstag wird? Da wars nicht gut.

Wird alles klappen? Ja, es wird, es muss!

Denn:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

…ich muss ja auch wieder arbeiten. Der „normale“ Alltag bzw der Arbeitsalltag muss sich ja auch wieder irgendwie einpendeln. Es hängen auch Exitenz und Co davon ab….

Tag 62 – Müdigkeit, Ruhe Faulheit,..

Die Herbststimmung, die letzten Tage, was auch immer.
Was auch immer es ist, die Müdigkeit hat heute zugeschlagen. Bei uns beiden!

Schlafen, gut essen, fernsehen, faulenzen,… Mehr nicht.

Das Zittern ist immer noch da. Mal mehr, mal weniger, aber es ist da.
Die Müfigkeit auch.
Sind es die Blutwerte, der Stress im Kopf? Keine Ahnung….

Der Alltag? Die nächsten Tage sind gesichert! Morgen hab ich noch Urlaub, Dienstag kommt Besuch aus der Familie, Mittwoch gehts ab ins Krankenhaus (per Krankentransport) Kein Tag alleine! Kein Tag ohne mögliche Hilfe! Wichtig
(auch für mich) Ich muss ab Dienstag (im Aussendienst) wieder bis mindestens Donnerstag Abend wieder arbeiten.

Aber, bei Allem was kommt und ist:

Die Hoffung stirbt zuletzt!

Tag 61 – Rollercoaster – wir holen dann mal Luft

Life is like a Rollercoaster.
Der Satz der letzten Tage! Ein Ab, ein Auf, es hebt einen aus, knallt einen runter, man spannt sich an, einen Moment später entspannt man sich…. rauf und runter! Anstrengend und belastend!

Wir holen mal wieder einen Tag Luft! Haben uns was Gutes gekocht, ein Mittagsschläfchen gemacht, Verbandwechsel durchgeführt, und erfolgreich geatmet.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 60 – Auf- und Umschwung! Positives!

Auf einen miesen Start folgte eine dezent positive Veränderung!

Das Ergebnis der MRT- Untersuchung ist da! Die Metastasen sind deutlich erkennbar geschrumft, wurden zusammengegrillt, zerbruzzelt oder wie man das auch immer nennen mag.
Das Zittern allerdings, ist immer noch gegenwärtig! Dazu wurden dann weitere Unteruchungen angestellt, deren Ergebnis von einem Spezialisten einer Uniklinik bestätigt wurde: Es hat nichts mit Krebs, Metastasen und Co zu tun! „Nur“ mit völliger, geistiger Überlastung.
Ein Weg, das zu bekämpfen, wurde bereit gefunden!

Es läuft! Der Kopf kann sich erholen! Sich beruhigen! Die Zukunft sieht wieder rosiger aus! Es kommt noch genug, aber es sieht mal etwas besser aus!

Was wurde mit der Überleitungspflege?
Die haben ganze Arbeit geleistet! Viele Tipps, viele Ideen, viele Möglichkeiten wurden aufgezeigt. Den Weg muss jetzt meine mir Anvertraute einschlagen! Wenn Sie den Alltag meistern kann, sich das Zittern wirklich beruhigen lässt, sieht es wirklich gut aus!

Der Weg geht weiter! Kommene Woche z.B. mit der nächsten Chemo. Bis dahin müssten sich die Blutwerte erholt haben!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Dieser Satz bleibt!

Tag 59 – Chemo endgültig verschoben!

Die letzten Chemotherapien haben offenbar derart zugeschlagen, dass jetzt die Blutwerte derart in den Keller gerauscht ind, dass es unverantwortlich wäre, jetzt weiter zu machen.
Mangelerscheinungen, Blutkörperchen ade, etc.

Infusionen, Medikamente, etc. Das volle Programm.

Die Chemo wird verschoben. Vielleicht auf kommende Woche. Je nachdem wie sich die Werte entwickeln.
Ich habe Angst um meine Frau.
Müde, keine Energie, keine Kraft, die Psyche,…. Alles spielt gegen Alles!

Zusätzlich hab jetzt ich ein Problem! Wie manage ich das jetzt? Ich soll ab Dienstag arbeiten (weit weg von zuhause) Wie bring ich sie ins Krankenhaus, wie stell ich die Versorgung daheim sicher, was ist wenn?? Es werden eher mehr Fragen, als weniger.

Ich hab dann noch den Strohhalm mit der Überleitungspflege!

und:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 58,5 – Schlechte Werte, keine Chemo

Wie sich im Laufe der heutigen Untersuchungen herausgestellt hat, sind die Blutwerte derart schlecht, dass die Chemo aktuell nicht durchgeführt werden kann!

Blutkonserven und Medikamente stehen am Programm.

Sollte sich nicht schnell etwas verbessern, ist eine Woche Krankenhaus vorprogrammiert.

Es sieht schei…e aus! Aber sowas von schei…e

 

Aber:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 58 – Die Nerven und die Zwickmühle

Heut war es das erste Mal soweit. Leider.
Während der Anfahrt zum Krankenhaus kam die, schon fast übliche Ansage meiner mir Anvertrauten: Bitte jetzt hier rechts ran zur Tankstelle. Ich muss mal dringend.

Da gings dann leider mit mir durch! Ich hab sie angebrüllt, warum sie denn das nicht 20 Meter vor der Abfahrt sagen könne, es wäre jetzt auf der Kreuzung zu spät zum Abbiegen, sie solle das doch bitte 20 Meter vor der Kreuzung sagen, nicht auf der Kreuzung, all so ein Mist… Ich bin regelrecht geplatzt!.
300 Meter weiter, Blinker links, abgebogen, umgedreht, hin zur Tankstelle, Frau raus, 10 Minuten später gings weiter.

Mir war zum kotzen zumute. Ich erledige momentan alles, kümmere mich um jeden Mist, nehme ihr alles ab, was nur geht, …. Und platze wegen dem Blödsinn?????

Ja, es ist so passiert……

Kurz nach dieser Akion hab ich mich wieder gefangen, mal kurz das Hirn durchgelüftet und mich wieder auf die wichtigen Dinge konzentriert. Glaube ich zumindest.

Die Überleitungspflege des Krankenhauses.

Die wurde von den Ärzten engagiert bzw eingeteilt, sich die ganze Sache mal in Ruhe anzusehen und ein Statement abzugeben.

Freitag ist es so weit!

Bis dahin haben die sich einiges überlegt, die Überleitungspflege kann sich orientieren, und mit dem Thema Hilfe im Alltag langsam an meine Frau herangehen.
…oder auch an mich…

Ist ein Scheissgefühl! Ich stehe für mich selbst in der Zwickmühle!

Ich möchte meine Frau nicht überrumpeln (lassen), sie nicht mit diesen Themen belasten, ihr helfen, sie nicht degradieren, nicht dastehen als wäre sie eine Belastung.
Aber nicht sie selbst ist die Belastung, sondern diese besch….ene Krankheit.

Ich hoffe immer noch! Wirklich! Auch wenns teilweise schwer ist…

Die Hoffnung stirbt zuletzt!