Tag 34 – Abgelenkt und Stress im Kopf

Meine mir Anvertraute: kurze Ablenkung durch den Besuch ihres Bruders..

Thema: Krebs, Zukunft, Hoffnung, Angst, das Leben..

Der Kopf rebelliert! Das Denken nimmt kein Ende!

Es dreht sich Alles um das Eine! Leben!

Ich: Ablenkung durch Arbeit und den Besuch ihres Bruders

Thema: Krebs, Zukunft, Angst, Hoffnung, Angst, das Leben….. nebenbei die Arbeit, der Kunde von Morgen, EDV, ….

Anfahrt zum Kunden: Zeit zu denken, denken, denken….

Es dreht sich Alles um das Eine! Leben!

Wir beide: Hoffnung, Angst,…

Es dreht sich Alles um das Eine!

Leben!

Scheißtag…. Es fällt sogar das Schreiben schwer!

Aber:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 18 – Runter vom Gas!

Sonntag. Der zweite Tag zuhause.
Langsamkeit ist angesagt. Zweisamkeit. Entspannung. Erholung. Ruhe.

Alles geht etwas langsamer, gemächlicher ab. Die ersten Auswirkungen der Chemo und der Bestrahlung stellen sich ein. Leichte motorische Einschränkungen, der Rest fährt auch etwas langsamer durchs Leben. Wir machen uns beide keinen Streß.
Wäre auch nicht zielführend. Wir brauchens beide.

Auch ich habs bemerkt. Heute hats mich erwischt. Die letzten Wochen waren schlaftechnisch eine Katastrophe. Heute hat der Körper sein Recht gefordert.
Ich musste heute einfach mal schlafen. Hab schamlos die Schlafpausen meiner Frau ausgenutzt und mich ebenfalls mal hingelegt.

Morgen, Montag gehts dann wieder los! Zuerst ab zum Hausarzt – ich brauch Bestätigungen, hab Fragen, brauche Infos. – Dann ab zur Bestrahlung! Die laufen ab jetzt ja täglich weiter.

Frühstück machen, Wäsche, Einkaufen, Kochen, Kontrolle der Medikamente,… all das läuft gut, aber da ich das jetzt mache, eben etwas langsamer. Ich will und kann keinen Streß rein bringen. Hilft keinem!

Wie bereits erwähnt, rollt die nächste Bestrahlungswelle auf meine Frau zu. Wir hoffen auf Erfolg! Was sonst???

Denn:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!