Tag 520 Urlaub vom Krankenhaus! 1 Tag Pause

Auch wenn es nur ein Tag ist, aber meine mir Anvertraute hatte heute einen Tag Urlaub vom Krankenhaus. Sie durfte heim!
Morgen, Freitag, soll trotz Allem und auch genau wegen Allem, die Chemo weitergeführt werden. Weiterlesen „Tag 520 Urlaub vom Krankenhaus! 1 Tag Pause“

Fragen, Fragen, Fragen, Fragen,….. Antworten sind schwierig

Es gibt Fragen, die man nicht, schlecht, unhöflich, unfreundlich, sehr direkt oder nur schwer beantworten kann! Das ist Fakt! Weiterlesen „Fragen, Fragen, Fragen, Fragen,….. Antworten sind schwierig“

Tag 513-517 Gut, besser, Wumms! Von Scherben, Beulen und Tränen

Letzter Freitag. Die Chemo verlief anscheinend gut. Nur geringe Probleme mit Übelkeit und Co. Die Haare verabschiedeten sich zu Großteil innerhalb weniger Stunden.

Der Abend verlief ruhig. In den eigenen vier Wänden wohlgemerkt.

Samstag. Der Vormittag war ruhig, meine mir Anvertraute war etwas müde, aber sonst gut drauf. Ich erledigte den Einkauf, kochte und schmiss den Haushalt.

Nachmittags hielt sie ein Schläfchen, ich schnitt die Sträucher im Garten. Nichts ungewöhnliches.
Abendprogramm: Fernsehen und plaudern. Unspektakulär.

Bis, ja bis zu dem einen Moment. Es wurde Zeit ins Bett zu gehen. Weiterlesen „Tag 513-517 Gut, besser, Wumms! Von Scherben, Beulen und Tränen“

Tag 509 Lichtblicke? Ja oder Nein?

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns.
Untersuchung und Arztgespräch am Freitag Vormittag, Besuch aus der Familie am Nachmittag, am Abend das erste Mal essen gehen seit Monaten, Samstags dann nochmals Besuch von der Familie…. Weiterlesen „Tag 509 Lichtblicke? Ja oder Nein?“

Tag 506 Wie kann man es beschreiben?

Wie kann man es beschreiben?
Wie kann man es beschreiben, wenn man zusehen muss, wie jemand langsam aber sicher an einer Krankheit stirbt, die sich Stück für Stück im Körper ausbreitet, alles zerstört, jeden Knochen angreift, das Gehirn regelrecht mit Metastasen erdrückt, die Organe ruiniert und unerbittlich ist?

Wie kann man es beschreiben? Kann man es überhaupt beschreiben? Soll man es beschreiben? Wie? Warum? Warum ist das Alles so? Warum gerade dieser Mensch?

Ich kann all diese Fragen nur für mich beschreiben. Nur für mich alleine. Es ist unfassbar. Obwohl es eigentlich ganz etwas anderes ist. Aber es gibt kein Wort dafür!

Es gibt Umschreibungen, theoretisch passende Worte, Phrasen, wobei diese das alles nicht richtig beschreiben. Fluchen hilft, baut aber nur Streßhormone im Körper ab. Jammern, heulen, Tränen vergießen. Das ist es. Tränen sind kleine Tropfen, die mehr sagen, als Worte.

Ein Text ist etwas schönes. Worte, Buchstaben, die man irgendwie zusammenhängt.
Im Idealfall hat man sich vorher Gedanken gemacht, wie man sie zusammenfügt.
Aber lesen, ja lesen kann man sie dann so oder so.

Worte passen auch nicht immer! Was sagen Sie, wenn sie einem Menschen gegenüberstehen, der genau weiß, dass er diese Krankheit nicht überleben wird, der genau weiß. dass es schlimmer und schlimmer wird? Der nur mehr eine begrenzte Zeitspanne vor sich hat. Der an Schmerzen leidet, der für sich selbst bemerkt, dass er vergesslich wird, gelegentlich Wörter sucht, beim Gehen unsicher wird, nicht mehr Autofahren soll / kann / darf, etc.!

Was sagen Sie diesem Menschen?

Ich frage mich immer öfter, warum ich das hier alles schreibe.
Habe ich es von Anfang an gewusst, geahnt oder befürchtet? Ein Ja ist falsch, ein Nein ebenfalls.
Den Satz “ Die Hofnung stirbt zuletzt!“ habe ich inzwischen so oft geschrieben, dass ich selbst schon nicht mehr nur daran glaube, sondern er für mich zu dem Satz wurde!
Der Satz! Der eine Satz, der auch mich daran glauben lässt, es würde …

Es würde….
besser werden
Heilung geben
ein Weg nach oben führen
einen positiven Ausgang geben
weitergehen
alles wieder gut werden

Ich mache keine Fragezeichen hinter diese Dinge, da mir nicht mal mehr klar ist, ob es eigentlich Fragen sind. Vielleicht sind es nur Hoffnungen. Meine Hoffnungen. Unsere Hoffnungen.

Ich sitze da, schreibe diese blöden Zeilen und überlege, was ich meiner mir Anvertrauten sagen soll oder kann, wenn sie vor mir steht!

Leere…… Unglaubliche Leere…..

Hilflosigkeit, Sprachlosigkeit, Angst,….

Solange jedoch nicht alles dunkel, grau, leise, einsam und still wird, bleibt der Satz:

Dei Hoffnung stirbt zuletzt!