Verstorben an Kasse 3!

„Kunde in Lebensmittelmarkt an Kasse 3 verstorben!“
so oder zumindest so ähnlich, würde sich das heute Erlebte sicherlich in so mancher Zeitung als Headline machen.

Es gibt bekanntlich Hektiker. Menschen, die alleine durch ihre hektische, nervige unentspannte Art auffallen, alle anderen völlig nervös machen und aus dem Konzept bringen.

Irgendwann die letzten Tage, durfte ich das krasse Gegenteil davon kennenlernen!

Ein Mann, geistig und körperlich weder beeinträchtig, noch irgendwie blöd, bescheuert oder besoffen, zeigt dem Rest der anwesenden Menschheit die körperliche Übersetzung des Wortes Zeit. Er schaffte es, Zeit körperlich darzustellen. Zur Freude Aller!

Einen Einkaufswagen mit 2 Händen derart langsam auszuräumen, die Dinge derart kompliziert auf das Band zu legen und sich selbst auch noch faultierartig 2 Meter zu bewegen, muss man erst mal schaffen.

Ich selbst,bin ja eher nicht so der hektische Typ, aber diese Slowdown-Show war der Hammer. Keine Bewegung war schneller als die eines Faultieres, das sich gerade zum kacken vom Baum schält. Der Typ hätte fast schon Moos am Rücken ansetzen müssen!

Das Band samt Kassenkraft, war derart schnell gegen ihn, dass er es nicht schaffte, 2 Artikel gleichzeitg am Band zu haben. Kaum hatte er seinen Chinakohl aufs Band bewegt, war dieser schon über den  Scanner gezogen und auf dem Haufen, der sich nach der Kasse bildete, gestapelt. Er, der Erfinder der Langsamkeit, hatte inzwischen gerademal die Hände am nächsten Artikel in seinem Einkaufswagen.

Der nachfolgende Kunde an der Supermarktkasse bot dann auch noch Hilfe an, da er eine Beeinträchtigung vermutete. Die Unterbrechung des Aufladevorganges musste der „Meister der Langsamkeit“ dann auch noch nutzen, seine Dinge im Wagen gerade zu legen, anstatt aufs Band zu befördern.

Ich hatte das Gefühl einzuschlafen. Nicht nur ich, auch andere Kunden staunten über diese „Slow-Hand-Shopping“-Variante.

Dass der Zahlungsvorgang dann eher einer Einschlafhilfe für  das Kassenpersonal glich, muss man nicht erwähnen.
Die Sache mit dem „Ich geh mal mit dem Wagen zum Auto“, verlief auch irgendwie so hektisch wie der 100 Meter Lauf einer sibirischen Permafrostschnecke bei minus 63 Grad.

Mann, bin ich froh, nicht zwischen Küchenrolle, Kloreiniger und Süßkram eingepennt zu sein. Aber, ein halber Urlaubstag ging für diesen Einkauf drauf! Und das nur an der Kasse 🙂

Intimbereichs-Entkalkung mit Marillenduft und Heißluft für Fußballer

Sollte es doch so sein, dass die Menschheit an völliger Verblödung verstirbt?

Ist es wirklich so, dass man inzwischen JuTub-Videos braucht, um zu erfahren wie man Quecksilberthermometer „zurücksetzt“?

Braucht man wirklich eine Video-Anleitung in der einem eine nette Dame erklärt, wie man ein Ei kocht? (in Echtzeit bitte!!!)

Ist es wirklich so weit, dass man eigene Slowcook-Öfen benötigt, anstatt einfach den schon vorhandenen Herd auf Stufe 1 oder 2 runter zu drehen? Weiterlesen „Intimbereichs-Entkalkung mit Marillenduft und Heißluft für Fußballer“