Tag 6

Was anfänglich mit einem sehr üblen Bauchgefühl (siehe Tag 5) begann – ich war schon am Vormittag im Krankenhaus – ging dann irgendwie der Sache entsprechend gut weiter.
Man darf hier aber nicht den Fehler machen und Gut mit Gut zu verwechseln.

Das eine Gut, wäre dieses, dass Alles wieder gut ist. Ist es natürlich nicht.
Das heutige Gut ist, dass es zumindest besser ist als es gestern war.

Das ist nicht viel, aber immerhin.

Weiters haben sich die Götter in Weiß nach erneuter Befundung darauf geeinigt, dass meine mit ehelich Anvertraute in einen anderen Bereich zur weiteren Behandlung verlegt werden soll.

Aktion Lebensrettung für die ersten Tage theoretisch abgeschlossen – Jetzt gehts erst richtig los….
„Soweit stabil“ ist offenbar für die Mediziner ein gutes Zeichen.

Angst habe ich immer noch – Angst haben wir beide immer noch

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

…. vielleicht kann ich heute mal wieder vernünftig schlafen….
Meine Wünsche werden klein

Tag 2

So eine Intensivstation erinnert irgendwie an „Raumschiff Enterprise“. Das volle Programm! Monitore, blinkende Anzeigen, es piept und flötet aus allen Ecken und Enden.
Eigentlich erschreckend, auf der anderen Seite jedoch sogar beruhigend.
All diejenigen, die auf einer solchen Station liegen, haben die vermutlich beste Überwachung und das beste Team an Ärzten und Pflegern, die man haben kann.

Stabil zu sein, ist auf der Intensivstation offenbar eines der wichtigsten Ziele. Gefolgt von Verbesserung und Heilung.

Die Angst bleibt!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!