Vieles ist zu ….

Aktuell ist mir Vieles zu laut, zu bunt, zu schrill. Ich will und kann mir gewisse Dinge einfach nicht ansehen, geschweige denn anhören.

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651+/ Es wurde dunkel, still und leise. Alles blendet und dröhnt in den Ohren.

Die Sonne scheint hell, es ist warm. Es ist grau, draussen regnet es fürchterlich, die Kälte ist unerträglich.

Windstill liegt der Frühling da. Stürmend pfeifft der Wind ums Hauseck.
Es ist still. Aber dieser Lärm ist nicht auszuhalten! Weiterlesen „651+/ Es wurde dunkel, still und leise. Alles blendet und dröhnt in den Ohren.“

Träumen, träumen vom Meer

Klippen, Sonne, Meer.
Die kleinen Wellen produzieren ein leises, gleichmäßiges Geräusch, wenn sie auf die kleinen Felsen treffen. Eine kleine Leiter führt hinunter zum Wasser. Vielleicht einen Meter, nicht mehr.
Die Sonne scheint hell, wärmt die Haut, liefert Behaglichkeit und ein tolles Gefühl.

Ruhe. Ausser dem leisen Rauschen des Meeres, ist nichts zu hören.

Der Blick nach links und rechts, zeigt nur den felsigen Strand. Keine Menschen. Niemand ist zu sehen. Niemand ist zu hören. Nichts. Ruhe.

Der Blick aufs Meer. Alles glitzert. Jede einzelne Welle glänzt als wäre sie versilbert. Keine Insel, kein Schiff, kein Fischerboot, nichts stört den Blick auf die Weite. Nichts ist zu sehen. Nichts außer Weite. Der Horizont. Mehr ist nicht zu sehen.

Es ist ruhig.

Nichts drängt sich ins Gehirn, kein Gedanke, kein Streß, kein Alltag, keine Sorgen. Nichts.

Es ist ruhig.

Der eine Stein ist wie gemacht um sich auszuruhen. Wie ein perfekt geformter Sitzplatz liegt er da. Die kleinen Krebse laufen zwischen dem Sitzplatz und der Wasseroberfläche herum, verstecken sich immer wieder in den Klüften der Felsen.

Leises Rauschen. Ganz leise.

Es ist ruhig.

Nichts drängt sich ins Gehirn, kein Gedanke, kein Streß, kein Alltag, keine Sorgen. Nichts.

Es ist ruhig. Es ist so unglaublich ruhig.

Der Kopf ist frei, das Denken hat aufgehört. Das Denken ist zur Ruhe gekommen.

Träumen, träumen vom Meer.

Stille!

Angeregt bzw aufgestachelt durch den Beitrag vom my-schreib-Blogger zum Thema „Stille“, hab ich mir das Thema für mich selbst mal etwas genauer angesehen.

Was sich erst sehr lapidar darstellt, wird nach reiflicher Überlegung wirklich zum interessanten Thema!

Die Stille! Warum wurde diese irgendwann zum bevorzugten akustischen Thema?

Ich vermute (für mich selbst gesprochen), dass es irgendwann einfach genug ist. Die Reizüberflutung durch medial verbreiteten, akustischen Müll. Musik, die als Dauergedudel aus allen Ecken und Enden kommt, meist meinen Musikgeschmack nicht mehr trifft, oder sich einfach zu oft und zu viel in die Ohren drängt.
Jedes Gerät, jedes Auto, jedes Ding, jedes Geschäft, jeder noch so blöde Aufzug, alles möchte und muss sich anscheinend akustisch bemerkbar machen.
Einmal nicht angeschnallt, piept das KFZ, die Dauerdudlerei im Radio, Im Aufzug, eben überall hängt meist sinnloses Getöne in der Luft.
Ein Spiel, egal welches, kommt nicht mehr ohne eine Endlosschleife von piependen Hintergrundgeräuschen aus.
Das Navi im Auto will mir natürlich seine Vorschläge unterbreiten, der nette Mann der Seitenbacher-Werbung haut einem zu oft die Müsliwerbung um die Ohren, der Geschäftsmann dreht am frühen Morgen mittels Beschallungsanlage schon mal an der Schraube für die Dauerbeschallung der Kunden.
Obs dann wirklich zur Umsatzsteigerung kommt, sei dahingestellt. Und so weiter und so weiter.
Tatsächlich kommt dann irgendwann der Zeitpunkt, an dem man sich nur mehr Ruhe wünscht, sich aufs Wesentliche konzentrieren möchte.
Ruhe, Entlastung der Trommelfelle und des dahintersteckenden Gehirns. (Falls es nicht schon völlig verdudelt ist)

Früher? Ja da gings noch ab! Ich konnte nicht ohne Krawall, Musik und getönter Ablenkung leben! Im Auto? Da musste es krachen!
AC/DC zum Starten, Hells Bells für die ersten Kilometer, gefolgt von den Guns, und anderen musikalischen Ergüssen.
Arbeiten ohne Musik? Nur dann, wenns gar nicht anders ging! Der Radio kam mit auf die Baustelle, stand im Büro, verfolgte mich bis ins letzte Eck, musste immer laufen.
Einkaufen ohne Musik? Vor vielen Jahren noch undenkbar! Es war entspannend, es musste aus allen Boxen dudeln um mich zu unterhalten. Abends mit Freunden im Lokal, an der Bar, in der Disco? Musik, laute Stimmen, Gebrüll, das Donnern aus den Boxen.

Heute bin ich froh, wenn der Radio aus ist, meine EDV die Klappe hält und ich mich auf das Wesentliche konzentrieren kann.
Ruhe! Stille!

Aber!
Stille kann auch erdrücken!
Im falschen Moment, zur falschen Zeit, kann Stille, gerade diese eiserne Stille, zur Last werden. Aber das erkennt man meist auch erst, wenn man es am eigenen Leib erlebt.