Tag 9

Weiterhin Stillstand…

Immernoch sind die einen Werte zu hoch, die anderen zu niedrig. Warten!

Es tut weh, völlig machtlos daneben sitzen zu müssen…

Die Kraft fehlt. Nach einer knappen halben Stunde Besuch, möchte sie eine kleine „Schlafpause“ einlegen. Ich soll doch kurz auf einen Kaffee gehen, dann sei sie wieder munter…
Es tut weh, das zu sehen und absolut nichts machen zu können, ausser den Starken zu spielen und sie zu untertützen wo es nur geht.
Ob ich noch stark bin? Keine Ahnung! Tagsüber funktioniere ich, während der Besuchszeiten versuche ich der Starke zu sein, abends wirds dann eng mit der Stärke.

Warten bis sich Diverses verbessert…
Ich hoffe, dass diese Zeit nicht von den Krebszellen verwendet wird, noch Schlimmeres anzurichten…

Warte, warten, warten,……
Hoffen, hoffen, hoffen,…….

Der letzte Satz muss sein! Auch wenn Sie ihn schon mehrfach gelesen haben:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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Tag 8

Stillstand.

Elendiger Stillstand.

Warten…..

Man sitzt am Krankenbett, bemerkt Veränderungen.
Veränderungen, die vor einigen Jahren bei meinem Vater auch so begannen.
Damals konnten wir/ich diese Vorzeichen noch nicht deuten. Heute weiß ich leider viel mehr über diese Art der Dinge.  Sie machen mir Angst!

Warum Stillstand?
„Die Patientin ist aktuell nicht stabil genug um weitere Schritte einleiten zu können“ erfuhr ich. Ich danke immer wieder für eine geradlinige Art und Ausdrucksweise von Ärzten. Ich finde es besser und leichter begreifbar, als sinnlos dahingewürgte Wortfetzen. Auch wenn dieser Geradlinigkeit weh tut.

Was kommt jetzt?
Diese Frage wurde mir beantwortet mit: „Warten auf die Stabilität und das Sinken einiger Werte, die noch zu hoch sind.

Noch hat meine mir Anvertraute die mentale Kraft, warten zu können.
Ich bewundere das!

Warten….. hoffen…. bangen…. die Angst verdrängen …. hoffen, hoffen, hoffen…

Aber:
Die Hoffnung stirbt zuletzt