Tag 504 Die Diagnose ist ein Tiefschlag.

Gestern MRT vom Kopf.
Heute Befund. Weiterlesen „Tag 504 Die Diagnose ist ein Tiefschlag.“

Ein Brief an sich selbst?

Wie muss es sein, sich selbst einen Brief zu schicken? Einen ganz speziellen? Sich darin selbst zu fragen, was so passiert sei, was alles geklappt oder eben nicht geklappt hat, sich mit sich selbst zu unterhalten.

Sieht man aus der Ferne Dinge anders? Nimmt man sich dann wirklich aus den Dingen heraus? Klappt das überhaupt?

Wenn ja, kann eigentlich nur die Zeit eine bestimmte Rolle dabei spielen!

Man schreibt sich selbst einen Brief in die Zukunft. Das müsste doch klappen? Schreiben, absenden, vergessen, irgendwann den Brief dann an sich selbst adressiert wieder erhalten. So in 10-20 Jahren.

Lebt man dann noch? Kann man dann noch lesen? Kann man den Brief dann noch verstehen, ihn halten, ihn öffnen? Fragt man sich dann, was man damals wollte?

Fragen aus einer anderen Zeit? Aus „vor 30 Jahren“? Fragt man sich beim lesen, welcher Vollidiot das damals war? Wie klug der Typ damals war?

Die Post würde sicher daber helfen! Man liest doch öfter mal, dass Briefe erst nach 50 Jahren oder so erst zugestellt werden.

Interessanter Gedanke! Komischer Gedanke!

Will man sich dann eigentlich noch mit sich selbst unterhalten? Sich selbst lesen? Sich erinnern?

Zurück in die Zukunft? Wirklich? Schön? Keine Ahnung, aber der Gedanke ist interessant.
Man könnte einen Blogeintrag so steuern, dass er erst in 50 Jahren erscheint. Wen man schon lange verstorben ist. Schon lange sabbernd im Pflegeheim haust und sich täglich vollschei… Ach lassen wir das.

Was würde man denken? Würde man sich verfluchen für gewisse Aktionen? Würde man sich loben, wie toll man nicht alles geschafft hat?

Keine Ahnung, aber der Gedanke ist interessant.

Tag 452 Die Pause ist vorüber. Die Immuntherapie geht weiter.

Heute ist der Freitag! Der besagte Freitag nach drei Wochen Pause. Pause von Kontrollen, Therapien, Krankenhausfahrten, etc.

Die Immuntherapie soll weitergehen. Weiterlesen „Tag 452 Die Pause ist vorüber. Die Immuntherapie geht weiter.“

Kinskis Art oder Tourette als Chance, das Leben zu ertragen?

Gelegentlich, nicht immer, aber gelegentlich, gibt es diese Momente, an denen man sich doch mal gern laut fluchend auf eine tote Materie stürzen möchte, sie zerbeulen, zerdeppern, zerschlagen oder einfach nur wutentbrannt zerstören möchte.
Einfach mal „in die Luft gehen“!

Menschen, Handlungen, Aussagen, Aktionen, Reaktionen, all dies sind doch immer mal wieder Dinge, die einen zun rumbrüllen verleiten (können).
Oder eine gewisse Form der Verzweiflung!

Darf man aber nicht! Der Anstand, die Erziehung und sonstiges verhindern dies!

Wenn man sich jetzt die schönen Seiten einer sehr schlimmen Erkrankung rauspicken könnte, welche würden Sie nehmen????

Trourette vielleicht?

Sie dürften ungestraft fluchen, jemanden eine „dumme Sau“ nennen, „fi…en“, oder „Ars…och“ brüllen, sich austoben und keiner dürfte sich beschweren.

Diverse dieser Aussagen kommen ihnen bekannt vor? Erinnert sie dies irgendwie an Klaus Kinski und seine schon berühmten, legendären Aussagen?

Tourette lag hier eher nicht vor, aber er hatte den Mut, die Unverfrorenheit, die gefallene Schamgrenze um all dies sagen zu können.

Ob es gut ist, nicht Grenzen überschreitet, beleidigend oder verstörend ist?

Natürlich! Aber gelegentlich wäre es doch schön! Oder?

 

Zusatz: Ich möchte hiermit keinem Touretteerkranktem zu nahe treten, diese Erkrankung als Witz, als harmlos oder als anderweitig lustig hinstellen.
Ich durfte nur vor einigen Wochen, eine gewisse Zeit neben einer Familie mit einem, an Tourette erkrankten, fast erwachsenen Jugendlichen verbringen.
Ohne mich auch nur ansatzweise beschwert zu haben, erhielt ich innerhalb kürzester Zeit sehr viele Entschuldigungen, die nicht notwendig waren.

Schluss mit Urlaub: Ein Blick zurück und nach Vorne

Eine Woche Urlaub ist vorbei.

Eine Woche Ablenkung, den Heimwerker raushängen lassen, sich in die Sonne legen,
an die frische Luft begeben, irgendwo etwas herumlungern, eventuell ein Kaffeehaus überfallen, sich einen Sonnenbrand auf der Glatze holen,…..

Ach ja, so schön!!!

Soooo schön wär es gewesen!
„Wäre gewesen!“ sind die Worte, die es am besten treffen. Weiterlesen „Schluss mit Urlaub: Ein Blick zurück und nach Vorne“

Tag 272 Irgendwie machts das Alles nicht einfacher

Es machts nicht einfacher.

Die Sache mit unserer Katze, die Sache mit dem Job im Außendienst, die Sache mit dem ewigen herumgedüse in ganz Österreich, in halb Deutschland, dem „nie zuhause sein“, dem ganzen Gewirkse,…..

All das rächt sich irgendwann.

Es rächt sich insofern, als man nie mal schnell Zeit für Dieses oder Jenes hat. Es bleibt viel an meiner Frau hängen, es muss Vieles dann schnell am Wochenende erledigt werden, es muss alles auf den Freitag, der vielleicht mal halbwegs verfügbar ist, verschoben werden.

Alles muss so gelegt werden, dass ich es auch aus der Ferne greifbar habe, alles muss gemanagt werden.

Nur! Ich bin kein Manager meines eigenen Lebens! Und schon gar kein Manager, der das Leben von Anderen managen soll, muss, darf.

Ich möchte da sein! Für meine Frau da sein! Mehr da sein.

Leben ist angesagt! Sich Zeit nehmen! Zeit zum Leben, Zeit zum Reden, Zeit füreinander, Zeit miteinander.

Wo schreibe ich das? Beim Verfassen dieses Textes, sitze ich schon wieder in einem Hotel. Sitze schon wieder in der Nähe eines Kunden, der Alles geregelt haben will. Diesmal „nur“ ca 200KM von Zuhause weg. Nur! Gegen die letzten Wochen ist das sehr sehr wenig.

Wie erkennbar ist, hinterfrage ich momentan so Einiges.

Warum? Ganz einfach. Irgendwie machts das Alles nicht einfacher.

Aber! Der Kopf bleibt oben! Untergehen ist nicht! Brust raus, Kopf hoch, Krone richten! Weitergehts!

Denn:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Es ist so! Und bleibt so!