Schluss mit Urlaub: Ein Blick zurück und nach Vorne

Eine Woche Urlaub ist vorbei.

Eine Woche Ablenkung, den Heimwerker raushängen lassen, sich in die Sonne legen,
an die frische Luft begeben, irgendwo etwas herumlungern, eventuell ein Kaffeehaus überfallen, sich einen Sonnenbrand auf der Glatze holen,…..

Ach ja, so schön!!!

Soooo schön wär es gewesen!
„Wäre gewesen!“ sind die Worte, die es am besten treffen. Weiterlesen „Schluss mit Urlaub: Ein Blick zurück und nach Vorne“

Tag 272 Irgendwie machts das Alles nicht einfacher

Es machts nicht einfacher.

Die Sache mit unserer Katze, die Sache mit dem Job im Außendienst, die Sache mit dem ewigen herumgedüse in ganz Österreich, in halb Deutschland, dem „nie zuhause sein“, dem ganzen Gewirkse,…..

All das rächt sich irgendwann.

Es rächt sich insofern, als man nie mal schnell Zeit für Dieses oder Jenes hat. Es bleibt viel an meiner Frau hängen, es muss Vieles dann schnell am Wochenende erledigt werden, es muss alles auf den Freitag, der vielleicht mal halbwegs verfügbar ist, verschoben werden.

Alles muss so gelegt werden, dass ich es auch aus der Ferne greifbar habe, alles muss gemanagt werden.

Nur! Ich bin kein Manager meines eigenen Lebens! Und schon gar kein Manager, der das Leben von Anderen managen soll, muss, darf.

Ich möchte da sein! Für meine Frau da sein! Mehr da sein.

Leben ist angesagt! Sich Zeit nehmen! Zeit zum Leben, Zeit zum Reden, Zeit füreinander, Zeit miteinander.

Wo schreibe ich das? Beim Verfassen dieses Textes, sitze ich schon wieder in einem Hotel. Sitze schon wieder in der Nähe eines Kunden, der Alles geregelt haben will. Diesmal „nur“ ca 200KM von Zuhause weg. Nur! Gegen die letzten Wochen ist das sehr sehr wenig.

Wie erkennbar ist, hinterfrage ich momentan so Einiges.

Warum? Ganz einfach. Irgendwie machts das Alles nicht einfacher.

Aber! Der Kopf bleibt oben! Untergehen ist nicht! Brust raus, Kopf hoch, Krone richten! Weitergehts!

Denn:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Es ist so! Und bleibt so!

Tag 56 – Back home again

Nach der gestrigen Zwangspause (Übernachtung bei der Heimreise) gingen wir es heute sehr gemütlich an. Lange geschlafen, gefrühstückt, gemütliche Fahrt,…

back home…

Ein bisschen Haushalt, Waschtag, kochen,….

Ende, aus, Ruhe,…

Die Planung fürs nächste Jahr steht!!

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 34 – Abgelenkt und Stress im Kopf

Meine Frau: kurze Ablenkung durch den Besuch ihres Bruders..

Thema: Krebs, Zukunft, Hoffnung, Angst, das Leben..

Der Kopf rebelliert! Das Denken nimmt kein Ende!

Es dreht sich Alles um das Eine! Leben!

Ich: Ablenkung durch Arbeit und den Besuch ihres Bruders

Thema: Krebs, Zukunft, Angst, Hoffnung, Angst, das Leben….. nebenbei die Arbeit, der Kunde von Morgen, EDV, ….

Anfahrt zum Kunden: Zeit zu denken, denken, denken….

Es dreht sich Alles um das Eine! Leben!

Wir beide: Hoffnung, Angst,…

Es dreht sich Alles um das Eine!

Leben!

Scheißtag…. Es fällt sogar das Schreiben schwer!

Aber:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 25 – erster Tag Pause

Samstag, Bestrahlungspause, Normalität, Ruhe, Zeit,….

Da am heutigen Samstag keine Bestrahlung angesetzt ist, startet der Tag ohne Druck unbedingt aus den Startlöchern kommen zu müssen. Ohne den Druck, die Schwindelgefühle, die Sehstörungen etc in den Griff bekommen zu müssen.

Der Tag startet mit der Einkaufplanung. Entgegen der gestrigen Aussage, dass meine Frau mich beim Einkauf begleiten will, stellen wir eine kleine Liste zusammen, die ich dann ohne sie holen soll.
Zusammengestellt wird sie gemeinsam, aufgeschrieben von mir. Schreiben klappt nicht! Man kann die Schrift nicht lesen….

Aktion „Wir kochen!“ ist das gemeinsame Projekt am späten Vormittag.
Ich koche nach ihrer Anleitung! Funktioniert super bis auf die Tatsache, dass ich dauernd nachfragen muss, da ich sie nicht verstehe. Ich steh in der Küche, meine Frau liegt im Wohnzimmer auf der Couch. Die Verständigung ist etwas schwierig. Sie wird sauer…. Es wird zu anstrenegend…. Pause, dann klappts wieder. Auch kein Thema.

Kurz nach Mittag. Besuch ist angesagt. Die Schwester meiner Frau samt Schwager kommt. Nette Gespräche, sehr entspannt, wie immer locker, easy… Bis auf die Tatsache, dass es nicht klappt, dabei sitzen zu bleiben. Das Gehirn dreht seine Kreise.. Schwindelanfälle, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen…. Pause, dann klappts wieder. Auch kein Thema.

Nach dem Besuch wird gegessen. Unkonventionelle Zeit, aber da halten wir es einfach pragmatisch. Gegessen wird, wenn Hunger da!

Pause, dann klappts wieder. Auch kein Thema.

Der Rest verläuft ruhig, entspannt, etwas nachdenklich, mit Gesprächen zwischen uns beiden. Worüber? Über das Sein, das Werden, das was kommt, das was ist, die Hoffnung…

Denn

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

 

Tag 22 – Ein ganz harter Tag

Der Kreislauf rotiert, die Hände zittern, die Beine schwach, so startet der Tag.

Ein kleines Frühstück, eine kleine Pause auf der Couch, schon geht’s besser.Duschen, anziehen, ab ins Strahlenzentrum. Das ist der Plan. Der jedoch wieder durch eine Pause unterbrochen werden muss.

Warten auf die Bestrahlung, plaudern mit anderen Patienten, warten, plaudern mit den Schwestern… Kurzbesprechung mit dem Arzt…

Warten, nachdenken über Alles und Jeden… Denken, denken, denken! Ob da etwas Vernünftiges herauskommt?

Was wird mit den „Kleinigkeiten “ die sich aktuell bemerkbar machen? Die verdrehten Worte, die vergessenen Worte, die Begriffe die ihr nicht einfallen, die Dinge, die Sie vergessen hat.

Es sind nicht die großen Dinge, die mir zu denken geben, es sind die vielen kleinen Dinge, die so im Alltag passieren. Es sind die Dinge, die man mit einem Partner erlebt, den man den ganzen Tag um sich hat.

Denken, denken, denken….

Denken über die aktuelle Situation, denken über die Zukunft, denken über das Werden, denken über ….

Nach der Bestrahlung ging heut nichts mehr! Heut hats voll zugeschlagen. Fix und fertig! Im Auto klagte sie über Schwindelgefühle, Magenprobleme, Sehstörungen und alles Mögliche… Schlaf war angesagt. Viel schlafen.

Irgendwann dann ging es wieder so halbwegs. Weils sein muss, hat sie eine Kleinigkeit gegessen… Schlafen..

Ich sitz hier und hab Zeit nachzudenken.

Denken über Angst, Liebe und Hoffnung!

Denn:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!