Jubel – Trubel – Heiterkeit! Vorbei ist es wieder für ein Jahr! Fragen bleiben

Ich finde es wirklich eine tolle Sache, finde es gut, freue mich jedes Jahr wieder auf Fasching, Karneval oder wie man es auch immer nennen mag.

Ich war vor vielen Jahren immer mit dabei, jetzt nur mehr Zuseher. Eher passiv!

Es gibt nur wenige Dinge, die ich nie verstehen werde. Bitte die Steine jetzt liegen lassen!

Was bitte hat Fasching, Karneval und Co so dermaßen mit Politik zu tun, dass in gewissen, meist deutschen Großstädten, diese offenbar als Grundlage für den karnevalistischen Großangriff dienen muss?

Es war, ist und bleibt mir vermutlich immer und ewig ein Rätsel.
Es gibt Dinge, die witziger, lustiger, netter und auch nicht so trocken wären, wie Politiker und solche die sich als solche bezeichnen, als Pappköpfe und Wagenzierde zu verwenden.
Ich komme aus einer Region, die Fasching ihr Eigen nennen kann und darf. Es gibt Sitten, Gebräuche und Dinge, die man umsetzen kann. Die auch umgesetzt werden.
aber ein Trumpeltier, einen russischen Oligarchen, einen Politiker in dieser Form als lustig darzustellen, fällt hier keinem ein. Ausser, ja ausser, dem amerikanischen Trumpeltier würde hier ums Eck die Hose platzen.

Sonst, ja sonst, lässt man die Kirche im Dorf! Man veräppelt den Pfarrer, den Bürgermeister, zerreist Themen aus der Region, legt sich durchaus mit der Lokalpolitik an, macht dies jedoch nicht zu einem starren, lustlosen Wagengeschiebe mit Zuckerwarenweitwurf.

Wie gesagt, es war, ist und bleibt mir vermutlich immer und ewig ein Rätsel. Kann man verstehen, muss man aber nicht. Humor und dessen Definition, ist eben nicht überall gleich.

Aber! Jedem das Seine! Jeder Region, jedem Land, jedem Karneval, jdem Fasching das seine. Wir sind einfach zu unterschiedlich.

6 Kommentare zu „Jubel – Trubel – Heiterkeit! Vorbei ist es wieder für ein Jahr! Fragen bleiben“

  1. Sollen sie da feiern, was sie wollen. Von mir aus. Mir egal. Aber ich verstehe nicht, warum in diesen Tagen für dieses Treiben MEINE Nachrichten oder Recherche-Magazine geopfert werden. Wenn das regional gewollt ist, soll es regional sein. Aber bitte nicht in meinem Wohnzimmer!

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  2. Aufgewachsen bin ich mit der alemanischen Fasnet, die Hexen von Weil der Stadt usw. In der Jugend kam der kölsche Karneval und seit dem geht es ohne Dom bei mir in dieser Zeit nicht. Ich werde dann ernsthaft krank: hohes Fieber 40+ usw. Beim ersten mal noch an Zufall geglaubt danach nicht mehr.

    Tja, was macht die „große“ Politik darin, ich vermute der Grund ist die weltweite Vernetzung, der „Wille“ allen Besuchern die Themen nahe bringen zu wollen? Denn was interessiert es den Besucher aus Hinterzarten, dass der Herr Müller (Gemeinderat aus irgendeinem Stadteil) ein Blötschkopp ist? Den Spiegel der Obrigkeit vorhalten und noch ne Schippe drauf legen, manchmal sehr gelungen und manchmal einfach nur eine Tatsachenbeschreibung: Es ist Kunst und die liegt immer im Auge des Betrachters 😉 – das sind die großen Umzüge. In den Stadteilen sieht es schon anders aus, da werden die lokalen Themen aufgegriffen.

    Ich bedauere allerdings, dass das Bild, das über die Fernseher über den Karneval vermittelt wird, so gar nicht der Karneval ist der von Kölnern gefeiert wird. Wahrscheinlich geht es den Mainzern und denen aus der verbotenen Stadt ebenso. Anderseits verstehe ich dadurch auch, dass es für Leute die eben nur diese Sitzungsbilder und tausende von Jecken bei Regen oder Sturm „Kamelle“ schreien hören, nicht nachvollziehbar ist, das dieser Karneval nicht „saufen und fremdvög…“ ist, auch wenn man es kaum glauben mag.

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    1. Ums „Saufen und Co“ gehts mir da nicht so sehr, wie offenbar das „falsche rüber bringen“! Ich finds irgendwie schdae, dass immer nur diese fade Leier mit Weltpolitik und Kamellengeplärre so furztrocken und verlabert gezeigt wird. Vermittelt (nicht nur von dort) immer einen etwas falschen und eher tristen Eindruck. Aber auch bei mir ums Eck, findet der Fasching noch richtig statt. In den Medien werden dann aber meist nur einige wenige gezeigt, die der Meinung sind, den Fasching erfunden zu haben. Meist Wichtigmacher und Vereinmeier. Ist eigentlich schade. Scheint aber überall das Gleiche zu sein.

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      1. Ja trist und falsch, das trifft es auf den Kopf. Wir haben Montag die Sitzung im ersten geschaut und haben uns nur gewundert. Mal ab davon, dass die Bands nicht mit ihrem kompletten Auftritt gezeigt wurden, wurden die Auftritte der Ehrengarde und des Dreigestirns (die immer zusammen auftreten) auseinandergeschnitten.

        Klasse sind dann Auftritte, bei denen die Künstler steif und fest behaupten, dass Rosemontag sei und dabei mit dem Publikum einen Lachanfall bekommen, aber auch die wurden gekürzt. Ebenso die Ansagen, bzgl. der aktuellen politischen Entwicklungen und Anschläge.

        Ich bin ja nun auch schon lange im Karneval unterwegs, aber so politisch, besonders im Hinblick auf das braune… hab ich den Karneval noch nicht erlebt und das empfand ich als sehr gutes Signal. Umso trauriger, dass das eben nicht über die Medien kommuniziert wurde.

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