Tag 45 – Urlaub! wie auch immer…

Ich habe zwar leider noch immer keine Ahnung, wie der kommende Urlaub aussehen wird, aber zumindest ist die nächsten 2 Wochen mal Arbeitspause.
Keine Gedanken an Arbeit, genug Stunden, wie ich etwas manage, wann ich zuhause bin etc.

Wenigstens das nicht!

Der Rest? Keine Ahnung!

Wirds was mit dem Wegfahren, wirds was mit den Blutwerten, wirds was …..

Keine Ahnung! Optimismus, Pessimismus, Realismus – Alles mischt sich zu einem undefinierbaren Haufen. Nichtssagend!

 

Aber:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

 

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Tag 45 0,5 – Der Druck sinkt…

Freitag, der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub. Der Vormittag neigt sich dem Ende zu.
Im Homeoffice sind noch einige Dinge zu erledigen, dann wars das für 2 Wochen.

Der Druck – den ich mir vermutlich selbst mache – sinkt etwas. Ich habe nicht mehr meine kranke Frau und den Job (im Außendienst) im Kopf, sondern kann mich jetzt mal wieder um alles Normale und um meine Frau kümmern.

Vielleicht entspannen  sich dann meine Gehrinwindungen mal wieder etwas….
Bevor ich explodiere….

Die Thematik „Urlaub“ hängt seit gestern natürlich immer noch in der Luft – ich habs noch nicht geschafft, das Ganze so zu verdauen, daß mir nicht die ganze Sache hochkommt, aber das wird auch noch.

Irgendwie wird Alles schon werden.

Hoffe ich! Denn…..

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Aktuell ziehe ich mich an diesem, bereits so oft geschriebenen und gedachten Satz selbst hoch und versuche, nicht an den ganzen blöden Gedanken und Ängsten unter zu gehen.

Tag 44 – Psyche = Tiefpunkt erreicht!

Heute. Erneute große Blutkontrolle im Krankenhaus.

Warten, warten, warten,…… Viel zu wenige Ärzte….

Ergebnis:
Die Blutkörperchen wehren sich, streiten sich, was auch immer. Auf alle Fälle sind die Werte nicht gerade prickelnd. Nicht gut, aber auch keine Katastrophe.

Nebenbei:
Wir haben ja bereits vor einem ganzen langen Jahr unseren Urlaub für die kommenden 2 Wochen gebucht, alles geplant, Vorfreude, etc…
Dass dieser Urlaub natürlich nicht so werden kann/wird, wie geplant, war uns ja seit der Diagnose schon klar, aber jetzt kommt der nächste Tiefschlag (für uns beide).
Nicht nur, dass wir den Urlaub drastisch von 2 Wochen auf vielleicht 5 Tage verkürzen müssen, nein, jetzt setzt die Ganze Sache nochmals eins drauf!
Am Sonntag kann nicht entspannt gestartet werden – NEIN – am Montag soll auf Verdacht nochmals eine Blutuntersuchung erfolgen!!! Nochmals 2 Tage weg!
Ich bin momentan wirklich nicht der Typ, der sein Ego raushängen lässt und sich um sich selbst kümmert, helfe meiner Frau wirklich sehr sehr gerne, aber heut hab ich echt ein Tief wie schon lang nicht mehr!

Wir wurschteln uns ab, arbeiten wie die blöden, kommen so halbwegs über die Runden, haben abgekackte 2 Wochen im Jahr, in denen wir uns mal eine Auszeit nehmen könnten, müssen davon schon wegen dieser ganzen Schei..e 1 Woche verschenken und dürfen dann auch nochmals 2 Tage wegen dieser ganzen Kacke wegschmeissen!

Ich hab heut echt die Laune eines Kampfdinosaurieres! Sowas von Schei…e hab ich mich schon lange nicht mehr gefühlt! Ich hab mich auf das klitzekleine Bisschen Urlaub mit meiner Frau so gefreut….. Jetzt geht auch das noch den Bach runter!

Es wäre so schön für sie gewesen! Einfach mal einige Tage entspannen, andere Leute sehen, Sommer, Sonne, Meer, auch wenns nur so halbwegs gewesen wäre….

Nein, nicht mal das klappt! So ein Schei..dreck ein verdammter!

Sonntag bis Sonntag wäre es gewesen. Nein, geht nicht. Am Montag nochmals eine Kontrolle – Abfahrt dann frühestens am Montag Nachmittag möglich – wenn überhaupt!
Hitze, Verkehr, Fahrzeit! Alles wird dann zum Problem!
Dienstag Früh losfahren? Ja, ginge auch, aber dann ist es halt nur mehr Dienstag – Sonntag!
… und sicher ist nicht mal das!

Meine Frau möchte natürlich diese Untersuchung! Ist ja klar – ich will auch keine Risiken eingehen! Es geht ja um sie, ums Leben, aber ich kämpfe mit dem Tief…

Ich brauch mal Luft! Ich brauche Luft! Könnte kotzen…
So viel Alk wie ich mir aktuell zwischen die Gehrinwindungen klemmen möchte, gibts nicht!

Auch wenn für mich persönlich die Chancen zumindest einige Tage ans Meer zu kommen, gegen 0 tendieren, …

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

 

…. und jetzt betäube ich diese zwei letzten Gehirnzellen ab, die mich immer noch auf Alles hoffen lassen….

Tag 43 – Feiertag verschlafen

Faul herumgammeln, das kühle Wetter genießen…..

Die kommende, große Blutuntersuchung besprechen, Erwartungen benennen, Hoffnungen benennen, Hoffnungen und Wünsche besprechen, Eis essen ….

Gewisse Dinge besprechen, schlafen, Kaffee trinken, über die Zukunft nachdenken…

Sie sehen! Nichts besonderes los heute, nur das „momentan Alltägliche“…

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

.. nein, ich vergesse nicht auf diesen einen Satz!

Tag 42 – der Amtsschimmel & die Bürokratie

Alle bestens. Vom Tag her gesehen. (Soweit..)

Aber:
Jetzt kommt die Bürokratie in Spiel…
Pensionsantrag aufgrund Krankheit? Möglich und sinnvoll!
Aber:
Wo stellt man den Antrag? PVA oder Krankenkasse?
Gibt es Ausnahmen? Das können Sie sich denken!!! Zum irre werden!
Wer ist zuständig? Das wissen die Ämter anscheinend selbst nicht ganz!

Was machen wir?
Ganz einfach! Bei jedem einzelnen Amt, bei jeder Behörde anrufen, nachfragen, Infos einholen, Anträge rausdonnern, abwarten!

Einfacher wirds in Österreich nicht!
Irgendwie ist es unverständlich, wie man das als Betroffener in Österreich überhaupt alles bewältigen soll! Da kämpft man als „Helfer“ schon…

Windmühlen! Viele Windmühlen,
aber:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 41 – schlafen, rasten und Arbeitsalltag

Hitze, schwüles Wetter. Ideal für Menschen, die ohnehin schon zu kämpfen haben.

Meine mir Anvertraute kann sich die Ruhe nehmen, die Sie braucht.

Ich kümmere mich um Kunden, mache meine Arbeit so gut es geht und freue mich jetzt schon drauf, wieder heim zu kommen.

Der Alltag muss auch seinen Platz finden. So schwer es ist.

Ich werde nicht müde, es zu betonen:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tag 40 – es ist schön!

Sonntag, Ruhe, Entspannung pur.

Meine mir Anvertraute macht ein ausgedehntes, gemütliches Mittagsschläfchen. Der Rest des Tages wird nicht stressiger. Er wird nicht spannender, nicht hektischer, nicht dramatischer!

Und das ist wirklich gut so!

Wirklich gut so. Der Kopf kann mal wieder Pause machen. Entspannen bevor er platzt!

Und das ist wirklich gut so! Und dringend notwendig!

Ein Satz fehlt noch!:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!